Vier sicher weg – vier bleiben sicher

Während Potsdam und Stuttgart noch die Deutsche Meisterschaft untereinander ausspielen, dreht sich das Team-Karussell beim SSC Palmberg Schwerin bereits. Gleich vier Spielerinnen haben bereits erklärt, in der kommenden Saison nicht mehr dabei zu sein. Vier weitere haben ihre Verträge bereits verlängert.

Erste Kadernews beim SSC Palmberg Schwerin. | Foto: SSC

Sie haben große Kämpfe gezeigt, den Fans manch Krimi geboten, engagiert gespielt, Professionalität gezeigt: Gemeint sind die Damen des SSC Palmberg Schwerin in der zu Ende gehenden Saison. Allerdings muss man bei allem Kampfgeist eben auch resümieren, dass wohl keines der erhofften und angepeilten Ziele letztlich wirklich erreicht wurde. Außer, man korrigiert sie im Nachhinein herunter. Blickt man auf den Start in die etwas wechselhafte Saison, dürfte maximal das Erreichen der Play-off-Halbfinals ein Erfolg sein. Für den Deutschen Rekordmeister allerdings sollte die Meisterschale das Ziel sein.

 

Gleich vier Spielerinnen in nächster Saison nicht mehr im Team

Während also der SSC bereits die Saison abgeschlossen hat, stehen sich in dieser Woche noch Stuttgart und Potsdam gegenüber, um den Meistertitel auszuspielen. Das erste Finalspiel gewannen die Potsdamerinnen überraschend am vergangenen Dienstag. In Schwerin hingegen kommt es nun bereits zum leider viel zu häufigen „Aderlass“. Mit Kapitänin Femke Stoltenborg (30, Zuspiel), Denise Imoudu (26, Zuspiel), Symone Speech (24, Mittelblock) und Stephanie Samedy (23, Diagonal) verlassen gleich vier Spielerinnen den SSC Palmberg Schwerin. Ob eventuell noch weitere folgen, wird sich zeigen.

 

Drei der Abgänge beenden ihre Karriere

Stoltenborg kam 2020 vom rumänischen Meister Alba-Blaj. Die ehemalige niederländische Nationalspielerin gewann mit Schwerin den comdirect Supercup, den DVV-Pokal sowie 2x die Bronzemedaille der Deutschen Meisterschaft. Genau wie Denise Imoudu, die bereits zwischen 2013 und 2015 für den SSC zuspielte, und 2020 aus Potsdam zum Deutschen Rekordmeister zurückkehrte. Beide Zuspielerinnen und die US-Amerikanerin Symone Speech, die ebenfalls aus Potsdam zur Saison 2021/22 kam, beenden ihre Volleyballkarrieren.

Die zweite US-Amerikanerin, die den Verein verlässt, ist Stephanie Samedy. Sie war erst kurz vor Jahresende 2021 im Laufe der Saison von den Minnesota Gophers nach Schwerin gewechselt. Nun kehrt Stephanie Samedy zunächst nach Orlando in die USA zurück. Von dort aus plant sie sich nach einer neuen sportlichen Herausforderung umzusehen. Die vier kommen insgesamt auf 203 Einsätze für den zwölffachen Deutschen Volleyball-Meister.

 

Bereits vier Vertragsverlängerungen

Aber der SSC  hat auch erste positive Nachrichten im Hinblick auf das Team und die kommende Saison zu vermelden. Denn neben den vier Abgängen sind auch vier Vertragsverlängerungen beschlossene Sache. Lindsey Ruddins (24, Außenagriff), Indy Baijens (21, Mittelblock), Lea Ambrosius (21, Mittelblock) und Patricia Nestler (20, Libera) haben ihre Verträge verlängert. Die US-Amerikanerin Ruddins, die nach Abschluss der Hauptrunde der Volleyball-Bundesliga die fünftbeste Angriffsspielerin ist, geht damit in ihre zweite Saison in Schwerin. Ebenso wie die Niederländerin Baijens, die mit 7 MVP Goldmedaillen zu den Durchstartern der vergangenen Saison gehörte. Für Patricia Nestler startet bereits Saison Nummer drei in der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern. SSC-„Eigengewächs“ Lea Ambrosius, die seit 2015 für den Verein aus Mecklenburg-Vorpommern aktiv ist, bleibt „dienstälteste“ SSC-Spielerin.

 

Coach Koslowski spricht bereits von Konstanz im Team

„Abgänge gehören natürlich in jeder Saison dazu, schmerzlich vermissen werden wir natürlich Persönlichkeiten wie Femke Stoltenborg und Denise Imoudu, die ihre Karrieren beenden. Die US-Amerikanerinnen Stephanie Samedy und Symone Speech haben in Schwerin gute Arbeit geleistet. Wir wünschen ihnen alles Gute, bei den neuen Aufgaben. Über die Vertragsverlängerungen von Lea Ambrosius und Patricia Nestler freuen wir uns sehr. Es sind zwei junge deutsche Spielerinnen mit viel Potential, die in Schwerin weiter in ihre Rollen wachsen und mehr und mehr Spielanteile bekommen werden. Dass der Verein es geschafft hat, auch Lindsey Ruddins und Indy Baijens ein weiteres Jahr im Team zu halten, ist ein großer Glücksfall. Denn beide sind wichtige Säulen der Mannschaft und unglaublich wichtig für unser Angriffsspiel. Mit so viel Konstanz in die neue Saison zu gehen, gibt uns viel Zuversicht“, so SSC-Trainer Felix Koslowski mit Blick auf die ersten Kadernews

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