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Alle sieben Namen auf dem Stimmzettel:
Wahlausschuss lässt alle Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl in Schwerin zu

Der Wahlausschuss hat alle sieben Bewerber für die Oberbürgermeisterwahl in Schwerin zugelassen. Zuvor gab es Diskussionen zu zwei Kandidaturen.

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  • Veröffentlicht Februar 6, 2026
Foto: max­press

 

Der Wahlauss­chuss der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin hat am 5. Feb­ru­ar 2026 in öffentlich­er Sitzung im Stadthaus Schw­erin über die Zulas­sung der Wahlvorschläge für die Ober­bürg­er­meis­ter­wahl entsch­ieden. Alle ein­gere­icht­en Kan­di­da­turen wur­den zuge­lassen. Damit ste­ht fest, welche Namen am 12. April 2026 auf dem Stim­mzettel ste­hen wer­den.

Die Sitzung fand im Raum E70 im Erdgeschoss des Stadthaus­es statt und war gut besucht. Sie war zuvor öffentlich bekan­nt gemacht wor­den. Auf der Tage­sor­d­nung standen zunächst der Bericht der Stadt­wahllei­t­erin zur Vor­prü­fung der Unter­la­gen sowie anschließend die for­male Entschei­dung über die Zulas­sung der Wahlvorschläge.

Nach Angaben der Stadt­wahllei­t­erin Juliane Rick­ert waren alle erforder­lichen Unter­la­gen frist­gerecht und voll­ständig ein­gere­icht wor­den. For­male Män­gel wur­den nicht fest­gestellt.

Als Bewer­berin­nen und Bewer­ber für das Amt der Ober­bürg­er­meis­terin beziehungsweise des Ober­bürg­er­meis­ters wur­den vorgeschla­gen: Mandy Pfeifer (SPD/Die Linke), Sebas­t­ian Ehlers (CDU), Petra Fed­er­au (AfD), der parteilose Gas­tronom Heiko Stein­müller, Dr. Aileen Wos­ni­ak (ASK), Mas­si­mo De Mat­teis (Volt) sowie Lars Schu­bert (Einzelka­n­di­dat).

 

Zweifel an Verfassungstreue diskutiert

Für Diskus­sio­nen sorgte ins­beson­dere die Kan­di­datur der AfD-Bewer­berin Petra Fed­er­au. Mehrere Mit­glieder des Wahlauss­chuss­es äußerten Zweifel an ihrer Ver­fas­sungstreue. Hin­ter­grund war eine anonyme, rund 80 Seit­en umfassende Zusam­men­stel­lung von Social-Media-Beiträ­gen, die der Auss­chussvor­sitzen­den vor­ab zugeleit­et wor­den war. Stadt­wahllei­t­erin Rick­ert erk­lärte, das Doku­ment lief­ere nach ihrer Ein­schätzung keine aus­re­ichen­den Tat­sachen, um Zweifel an der Ver­fas­sungstreue rechtlich zu begrün­den. Zudem sei das Mate­r­i­al anonym und daher nicht über­prüf­bar.

In der anschließen­den Abstim­mung kam es zu einem Stim­men­gle­ich­stand: Drei Mit­glieder stimmten für eine Zulas­sung, drei dage­gen, ein Mit­glied enthielt sich. Bei Stim­men­gle­ich­heit gab das Votum der Stadt­wahllei­t­erin den Auss­chlag. Rick­ert entsch­ied sich für die Zulas­sung der Kan­di­datin.

Auch die Kan­di­datur des parteilosen Bewer­bers Heiko Stein­müller war im Vor­feld öffentlich disku­tiert wor­den. Gegen ihn läuft derzeit ein Ermit­tlungsver­fahren wegen des Ver­dachts der Kör­per­ver­let­zung. Stein­müller erk­lärte vor dem Wahlauss­chuss, er habe nie­man­den geschla­gen und der Polizei Video­ma­te­r­i­al zur Ver­fü­gung gestellt, das seine Darstel­lung bele­gen solle. Der Wahlauss­chuss sah darin keinen Grund, die Kan­di­datur zu ver­sagen, und ließ Stein­müller ohne weit­ere Aussprache zu.

Weit­ere Zwis­chen­fälle gab es in der Sitzung nicht. Damit hat der Wahlauss­chuss bere­its in sein­er ersten Sitzung alle sieben Kan­di­datin­nen und Kan­di­dat­en zur Wahl zuge­lassen. Gle­ichzeit­ig wurde auch die Rei­hen­folge auf dem Stim­mzettel fest­gelegt. An erster Stelle wird Petra Fed­er­au ste­hen, gefol­gt von Sebas­t­ian Ehlers, Mandy Pfeifer, Mas­si­mo De Mat­teis, Dr. Aileen Wos­ni­ak, Lars Schu­bert und Heiko Stein­müller.