Alle sieben Namen auf dem Stimmzettel:
Wahlausschuss lässt alle Kandidaten zur Oberbürgermeisterwahl in Schwerin zu
Der Wahlausschuss hat alle sieben Bewerber für die Oberbürgermeisterwahl in Schwerin zugelassen. Zuvor gab es Diskussionen zu zwei Kandidaturen.

Der Wahlausschuss der Landeshauptstadt Schwerin hat am 5. Februar 2026 in öffentlicher Sitzung im Stadthaus Schwerin über die Zulassung der Wahlvorschläge für die Oberbürgermeisterwahl entschieden. Alle eingereichten Kandidaturen wurden zugelassen. Damit steht fest, welche Namen am 12. April 2026 auf dem Stimmzettel stehen werden.
Die Sitzung fand im Raum E70 im Erdgeschoss des Stadthauses statt und war gut besucht. Sie war zuvor öffentlich bekannt gemacht worden. Auf der Tagesordnung standen zunächst der Bericht der Stadtwahlleiterin zur Vorprüfung der Unterlagen sowie anschließend die formale Entscheidung über die Zulassung der Wahlvorschläge.
Nach Angaben der Stadtwahlleiterin Juliane Rickert waren alle erforderlichen Unterlagen fristgerecht und vollständig eingereicht worden. Formale Mängel wurden nicht festgestellt.
Als Bewerberinnen und Bewerber für das Amt der Oberbürgermeisterin beziehungsweise des Oberbürgermeisters wurden vorgeschlagen: Mandy Pfeifer (SPD/Die Linke), Sebastian Ehlers (CDU), Petra Federau (AfD), der parteilose Gastronom Heiko Steinmüller, Dr. Aileen Wosniak (ASK), Massimo De Matteis (Volt) sowie Lars Schubert (Einzelkandidat).
Zweifel an Verfassungstreue diskutiert
Für Diskussionen sorgte insbesondere die Kandidatur der AfD-Bewerberin Petra Federau. Mehrere Mitglieder des Wahlausschusses äußerten Zweifel an ihrer Verfassungstreue. Hintergrund war eine anonyme, rund 80 Seiten umfassende Zusammenstellung von Social-Media-Beiträgen, die der Ausschussvorsitzenden vorab zugeleitet worden war. Stadtwahlleiterin Rickert erklärte, das Dokument liefere nach ihrer Einschätzung keine ausreichenden Tatsachen, um Zweifel an der Verfassungstreue rechtlich zu begründen. Zudem sei das Material anonym und daher nicht überprüfbar.
In der anschließenden Abstimmung kam es zu einem Stimmengleichstand: Drei Mitglieder stimmten für eine Zulassung, drei dagegen, ein Mitglied enthielt sich. Bei Stimmengleichheit gab das Votum der Stadtwahlleiterin den Ausschlag. Rickert entschied sich für die Zulassung der Kandidatin.
Auch die Kandidatur des parteilosen Bewerbers Heiko Steinmüller war im Vorfeld öffentlich diskutiert worden. Gegen ihn läuft derzeit ein Ermittlungsverfahren wegen des Verdachts der Körperverletzung. Steinmüller erklärte vor dem Wahlausschuss, er habe niemanden geschlagen und der Polizei Videomaterial zur Verfügung gestellt, das seine Darstellung belegen solle. Der Wahlausschuss sah darin keinen Grund, die Kandidatur zu versagen, und ließ Steinmüller ohne weitere Aussprache zu.
Weitere Zwischenfälle gab es in der Sitzung nicht. Damit hat der Wahlausschuss bereits in seiner ersten Sitzung alle sieben Kandidatinnen und Kandidaten zur Wahl zugelassen. Gleichzeitig wurde auch die Reihenfolge auf dem Stimmzettel festgelegt. An erster Stelle wird Petra Federau stehen, gefolgt von Sebastian Ehlers, Mandy Pfeifer, Massimo De Matteis, Dr. Aileen Wosniak, Lars Schubert und Heiko Steinmüller.



