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Nach Zulassungsentscheidung zur OB-Wahl:
Attacke auf Büro von AfD-Kandidatin Petra Federau

In Schwerin ist das Wahlkreisbüro der AfD-OB-Kandidatin Petra Federau Ziel eines Angriffs geworden. Unbekannte zerstörten eine Scheibe. Die Polizei ermittelt und prüft ein politisches Motiv.

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  • Veröffentlicht Februar 8, 2026
Angriff Wahlkreisbüro Petra Federau Schwerin
In der Nacht zum Fre­itag wurde das Bürg­er­büro der OB-Kan­di­datin Petra Fed­er­au beschädigt.

In der Nacht zum Fre­itag ist das Wahlkreis­büro der AfD-Ober­bürg­er­meis­terkan­di­datin Petra Fed­er­au Ziel eines Angriffs gewor­den. Unbekan­nte Täter schlu­gen nach Angaben aus dem Umfeld der Kan­di­datin die Schaufen­ster­scheibe ein und verur­sacht­en Sach­schaden. Ver­let­zt wurde nie­mand. Die Polizei hat Ermit­tlun­gen aufgenom­men.

AfD spricht von Angriff aus linksextremen Spektrum

Nach ersten Ein­schätzun­gen kön­nte es sich um eine poli­tisch motivierte Tat han­deln. Offizielle Angaben der Ermit­tlungs­be­hör­den zur genauen Einord­nung lagen zunächst nicht vor. Die AfD selb­st ver­mutet einen Zusam­men­hang mit der Ober­bürg­er­meis­ter­wahl und spricht von einem Angriff aus dem link­sex­tremen Spek­trum.

Petra Fed­er­au erk­lärte in ein­er Stel­lung­nahme, man werde sich durch den Vor­fall nicht ein­schüchtern lassen. „Wer glaubt, uns mit Ein­schüchterung und Gewalt stop­pen zu kön­nen, irrt gewaltig. Solche Angriffe zeigen nur, wie nervös gewisse poli­tis­che Kräfte gewor­den sind“, so die Kan­di­datin. Sie kündigte an, den Wahlkampf „mit voller Kraft“ fortzuset­zen und sich weit­er­hin „für Schw­erin und seine Bürg­er“ einzuset­zen.

Die Partei bit­tet zudem um Hin­weise aus der Bevölkerung. Wer in der Nacht von Don­ner­stag zu Fre­itag verdächtige Beobach­tun­gen gemacht hat, soll sich an die Polizei wen­den.

Anonyme Vorwürfe sollten Kandidatur verhindern

Für Aufmerk­samkeit sorgt die Kan­di­datur Fed­er­aus bere­its seit Tagen. Im Wahlauss­chuss war ihre Zulas­sung umstrit­ten. Mehrere Mit­glieder äußerten Zweifel an ihrer Ver­fas­sungstreue. Hin­ter­grund war eine anonyme, rund 80 Seit­en umfassende Zusam­men­stel­lung von Social-Media-Beiträ­gen. Nach Angaben des Auss­chussvor­sitzes reicht­en die vorgelegten Inhalte jedoch rechtlich nicht aus, um eine Nichtzu­las­sung zu begrün­den; zudem sei das Mate­r­i­al anonym und nicht über­prüf­bar gewe­sen.

In der abschließen­den Abstim­mung kam es zu Stim­men­gle­ich­heit. Damit gab die Stimme der Stadt­wahllei­t­erin den Auss­chlag – sie entsch­ied sich für die Zulas­sung der Kan­di­datin zur Ober­bürg­er­meis­ter­wahl.

Die Polizei ermit­telt nun wegen der Sachbeschädi­gung und prüft, ob ein poli­tis­ches Motiv vor­liegt. Weit­ere Details sollen fol­gen, sobald neue Erken­nt­nisse vor­liegen.