Nach Zulassungsentscheidung zur OB-Wahl:
Attacke auf Büro von AfD-Kandidatin Petra Federau
In Schwerin ist das Wahlkreisbüro der AfD-OB-Kandidatin Petra Federau Ziel eines Angriffs geworden. Unbekannte zerstörten eine Scheibe. Die Polizei ermittelt und prüft ein politisches Motiv.

In der Nacht zum Freitag ist das Wahlkreisbüro der AfD-Oberbürgermeisterkandidatin Petra Federau Ziel eines Angriffs geworden. Unbekannte Täter schlugen nach Angaben aus dem Umfeld der Kandidatin die Schaufensterscheibe ein und verursachten Sachschaden. Verletzt wurde niemand. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen.
AfD spricht von Angriff aus linksextremen Spektrum
Nach ersten Einschätzungen könnte es sich um eine politisch motivierte Tat handeln. Offizielle Angaben der Ermittlungsbehörden zur genauen Einordnung lagen zunächst nicht vor. Die AfD selbst vermutet einen Zusammenhang mit der Oberbürgermeisterwahl und spricht von einem Angriff aus dem linksextremen Spektrum.
Petra Federau erklärte in einer Stellungnahme, man werde sich durch den Vorfall nicht einschüchtern lassen. „Wer glaubt, uns mit Einschüchterung und Gewalt stoppen zu können, irrt gewaltig. Solche Angriffe zeigen nur, wie nervös gewisse politische Kräfte geworden sind“, so die Kandidatin. Sie kündigte an, den Wahlkampf „mit voller Kraft“ fortzusetzen und sich weiterhin „für Schwerin und seine Bürger“ einzusetzen.
Die Partei bittet zudem um Hinweise aus der Bevölkerung. Wer in der Nacht von Donnerstag zu Freitag verdächtige Beobachtungen gemacht hat, soll sich an die Polizei wenden.
Anonyme Vorwürfe sollten Kandidatur verhindern
Für Aufmerksamkeit sorgt die Kandidatur Federaus bereits seit Tagen. Im Wahlausschuss war ihre Zulassung umstritten. Mehrere Mitglieder äußerten Zweifel an ihrer Verfassungstreue. Hintergrund war eine anonyme, rund 80 Seiten umfassende Zusammenstellung von Social-Media-Beiträgen. Nach Angaben des Ausschussvorsitzes reichten die vorgelegten Inhalte jedoch rechtlich nicht aus, um eine Nichtzulassung zu begründen; zudem sei das Material anonym und nicht überprüfbar gewesen.
In der abschließenden Abstimmung kam es zu Stimmengleichheit. Damit gab die Stimme der Stadtwahlleiterin den Ausschlag – sie entschied sich für die Zulassung der Kandidatin zur Oberbürgermeisterwahl.
Die Polizei ermittelt nun wegen der Sachbeschädigung und prüft, ob ein politisches Motiv vorliegt. Weitere Details sollen folgen, sobald neue Erkenntnisse vorliegen.



