Sa, 18. April 2026
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Feuerwehr, Polizei, THW im Einsatz:
Große Übung sorgt für Sperrungen in Schwerin

Mehr als 120 Helfer trainieren am Samstag den Ernstfall. Dabei wird der Verkehr zeitweise eingeschränkt.

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  • Veröffentlicht März 20, 2026
Dieses Tan­klöschfahrzeug der FFW Wick­endorf kommt bei Wald­brän­den um Ein­satz. Foto: FFW Wick­endorf

Sire­nen wer­den heulen, Ein­satz­fahrzeuge rollen durch enge Straßen, über dem Schelfw­erder kreist eine Drohne: Am Sonnabend, 21. März, proben mehr als 120 Ein­satzkräfte den Ern­st­fall. Im Mit­telpunkt der groß angelegten Katas­tro­phen­schutzübung ste­ht ein Wald­brand unter beson­ders schwieri­gen Bedin­gun­gen – mit angenommen­er Muni­tions­be­las­tung im Boden.

Beteiligt sind Feuer­wehren aus Schw­erin, das Tech­nis­che Hil­f­swerk (THW), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Lan­despolizei, die Forst sowie der städtis­che Eigen­be­trieb SDS. Geübt wird in der Zeit von 8 bis 14 Uhr rund um den Ort­steil Schelfw­erder.

Das Szenario: extreme Trock­en­heit, ungewöhn­lich hohe Tem­per­a­turen und stark­er Nor­dost­wind. Ein Feuer bricht südlich des Pauls­damms aus und bre­it­et sich rasch in Rich­tung Drossel­weg aus – direkt auf eine Klein­gar­te­nan­lage zu. Beson­ders heikel: Wegen der angenomme­nen Muni­tions­be­las­tung kann der Brand nicht direkt bekämpft wer­den.

Brandbekämpfung unter erschwerten Bedingungen

„Wir trainieren unter anderem die Lageerkun­dung aus der Luft mit Drohnen sowie die Wasser­ent­nahme aus dem Schw­er­iner See und den Trans­port über lange Streck­en“, erk­lärt Feuer­wehrchef Dr. Stephan Jako­bi. Ziel sei es, die Ein­satz­abläufe unter real­ität­sna­hen Bedin­gun­gen zu erproben und zu opti­mieren. Auch der Schutz angren­zen­der Bebau­ung spielt eine zen­trale Rolle: Tan­klöschfahrzeuge der Feuer­wehr sowie ein Wasser­w­er­fer der Polizei sollen einge­set­zt wer­den.

Einschränkungen für Anwohner und Besucher

Für Anwohn­er und Besuch­er bringt die Übung Ein­schränkun­gen mit sich. Der Buchen­weg ab Güstrow­er Straße sowie der Drossel­weg wer­den bere­its ab 7 Uhr bis etwa 14 Uhr für den Verkehr ges­per­rt. Anlieger dür­fen passieren, müssen jedoch Hal­te­ver­bote beacht­en. Auch die Park­plätze am Buchen­weg bleiben in dieser Zeit geschlossen. Betrof­fen sind zudem der Boot­shausvere­in Werder­wiesen sowie die Klein­gar­te­nan­la­gen „Schelfw­erder“ und „Am Hei­densee“.

Die Ein­sat­zleitung wird an der Mari­na Nord ein­gerichtet, die zugle­ich als Verpfle­gungsstützpunkt dient.

Die Stadt bit­tet Anwohn­er, Kle­ingärt­ner und Boots­be­sitzer um Ver­ständ­nis – und darum, den Übung­ster­min bei ihren Pla­nun­gen zu berück­sichti­gen. Denn auch wenn es sich nur um eine Übung han­delt: Für die Ein­satzkräfte ist es ein wichtiger Test­lauf für den Ern­st­fall.