Feuerwehr, Polizei, THW im Einsatz:
Große Übung sorgt für Sperrungen in Schwerin
Mehr als 120 Helfer trainieren am Samstag den Ernstfall. Dabei wird der Verkehr zeitweise eingeschränkt.

Sirenen werden heulen, Einsatzfahrzeuge rollen durch enge Straßen, über dem Schelfwerder kreist eine Drohne: Am Sonnabend, 21. März, proben mehr als 120 Einsatzkräfte den Ernstfall. Im Mittelpunkt der groß angelegten Katastrophenschutzübung steht ein Waldbrand unter besonders schwierigen Bedingungen – mit angenommener Munitionsbelastung im Boden.
Beteiligt sind Feuerwehren aus Schwerin, das Technische Hilfswerk (THW), das Deutsche Rote Kreuz (DRK), die Landespolizei, die Forst sowie der städtische Eigenbetrieb SDS. Geübt wird in der Zeit von 8 bis 14 Uhr rund um den Ortsteil Schelfwerder.
Das Szenario: extreme Trockenheit, ungewöhnlich hohe Temperaturen und starker Nordostwind. Ein Feuer bricht südlich des Paulsdamms aus und breitet sich rasch in Richtung Drosselweg aus – direkt auf eine Kleingartenanlage zu. Besonders heikel: Wegen der angenommenen Munitionsbelastung kann der Brand nicht direkt bekämpft werden.
Brandbekämpfung unter erschwerten Bedingungen
„Wir trainieren unter anderem die Lageerkundung aus der Luft mit Drohnen sowie die Wasserentnahme aus dem Schweriner See und den Transport über lange Strecken“, erklärt Feuerwehrchef Dr. Stephan Jakobi. Ziel sei es, die Einsatzabläufe unter realitätsnahen Bedingungen zu erproben und zu optimieren. Auch der Schutz angrenzender Bebauung spielt eine zentrale Rolle: Tanklöschfahrzeuge der Feuerwehr sowie ein Wasserwerfer der Polizei sollen eingesetzt werden.
Einschränkungen für Anwohner und Besucher
Für Anwohner und Besucher bringt die Übung Einschränkungen mit sich. Der Buchenweg ab Güstrower Straße sowie der Drosselweg werden bereits ab 7 Uhr bis etwa 14 Uhr für den Verkehr gesperrt. Anlieger dürfen passieren, müssen jedoch Halteverbote beachten. Auch die Parkplätze am Buchenweg bleiben in dieser Zeit geschlossen. Betroffen sind zudem der Bootshausverein Werderwiesen sowie die Kleingartenanlagen „Schelfwerder“ und „Am Heidensee“.
Die Einsatzleitung wird an der Marina Nord eingerichtet, die zugleich als Verpflegungsstützpunkt dient.
Die Stadt bittet Anwohner, Kleingärtner und Bootsbesitzer um Verständnis – und darum, den Übungstermin bei ihren Planungen zu berücksichtigen. Denn auch wenn es sich nur um eine Übung handelt: Für die Einsatzkräfte ist es ein wichtiger Testlauf für den Ernstfall.



