Zwischen Einschränkung und Stärke:
Warum Valentina Demir Menschen sensibilisieren möchte
Valentina Demir setzt sich dafür ein, Menschen Einblicke in das Leben mit Sehbehinderung zu geben. Mit Führhund „Flocke“ informiert sie über Brailleschrift und Inklusion.
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„Folgen!“, sagt Valentina Demir (62) und ihr Führhund „Flocke“ läuft los in Richtung Fahrstuhl. Valentina und ihren Hund „Flocke“ verbindet eine Flexi-Leine. Sie hat sie an ihrem Oberkörper befestigt, stützt sich auf ihren Rollator und geht ihrem Hund hinterher. Valentina Demir sagt über sich selbst, sie sei blind mit Sehrest „Ich gelte in Deutschland vom Gesetz her als blind, da mein Gesichtsfeld kleiner als 5° ist. Doch den Ausdruck „gesetzlich Blind“ verabscheue ich, da es sich für mich dann so anhört, als wenn ich dazu verurteilt wurde“.
„Ich gucke doch genauso wie Du“, hat sie einmal zu einem Kollegen im Call-Center gesagt. „Nur in einer anderen Sprache, zu der mir manchmal die Vokabeln fehlen, aber dann frage ich Dich.“ Und spätestens jetzt wird klar: Valentina Demir ist der Typ, der auch im schlechtesten Fall noch etwas Gutes entdecken kann.
Ihr Plan: sehenden Menschen die Brailleschrift und die Wahrnehmungsmöglichkeiten von Personen mit Einschränkungen im Sehen nahezubringen. Dazu nutzt Valentina einen WhatsApp-Kanal und freut sich über Einladungen in Nachbarschaftstreffs, Kitas oder zu anderen Gelegenheiten. Gemeinsam mit „Flocke“ macht sie sich gerne auf den Weg.
Wer wissen möchte, wie Valentina Demir mit ihrer Sehbehinderung ihren Alltag meistert und welchen großen Wunsch sie sich gerne erfüllen möchte, erfährt das in dieser Folge vom Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking.




