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Brennpunkt auf dem Dreesch:
Was wird aus der Halle am Fernsehturm?

Viele Schweriner plädieren für eine neue Nutzung – die Emotionen um die Halle am Fernsehturm kochen hoch.

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  • Veröffentlicht August 23, 2025
Halle am Fernsehturm
Halle am Fernse­hturm. Foto: max­press

 

Ein ein­fach­er Social-Media-Post hat eine Welle der Emo­tio­nen aus­gelöst. Seit­dem wird in Schw­erin lei­den­schaftlich disku­tiert: Was wird aus der Halle am Fernse­hturm im Stadt­teil Mueßer Holz? Derzeit beherbergt sie das Inter­na­tionale Feuer­wehrmu­se­um – das größte sein­er Art in Deutsch­land. Doch viele wün­schen sich, dass der tra­di­tion­sre­iche Ort wieder zur Event­lo­ca­tion wird.

Zwischen Erinnerungen und Zukunftsplänen

Die Kom­men­tarspal­ten in den sozialen Medi­en füllen sich mit Erin­nerun­gen: „Wir hat­ten dort unsere Jugendwei­he“, schreibt ein Nutzer. Andere bericht­en von Konz­erten, Messen und leg­endären Par­tys. Anne Buch­ta denkt zurück an Auftritte der Band Tor­frock oder die Miss-DDR-Wahl – poli­tis­che Größen wie Willy Brandt und Hel­mut Schmidt sollen hier eben­falls aufge­treten sein. Für viele ist die Halle mehr als ein Ort – sie ist ein Stück Stadt­geschichte.

Rund drei Vier­tel der Kom­men­tieren­den sprechen sich für eine neue Nutzung aus. Die Vorschläge reichen von ein­er mod­er­nen Stadthalle über Hand­ball­spiele bis hin zu einem Indoor-Spielplatz. „Die Kon­gresshalle ist viel zu teuer für Sportevents. Da wäre diese Halle vielle­icht eine echte Alter­na­tive“, find­et René Runge.

Vom Museum zum Mehrzweckraum?

Doch die Stim­men sind nicht ein­seit­ig. Auch das Feuer­wehrmu­se­um hat seine Fans. „Das ist so ein tolles Muse­um!“, schwärmt Nadine Gen­the. Andere sor­gen sich um die Freizeit­möglichkeit­en für Kinder im Stadt­teil. Zugle­ich gibt es auch kri­tis­che Mei­n­un­gen: „Das Muse­um ist der let­zte Müll“, schreibt ein Nutzer und kri­tisiert sowohl das Ange­bot als auch die Gas­tronomie vor Ort.

Eines wird in der Diskus­sion schnell deut­lich: Eine Umnutzung der Halle ist kom­plex. Denn das Gebäude gehört dem Feuer­wehrmu­se­um selb­st – und damit ste­hen rechtliche, finanzielle und konzep­tionelle Fra­gen im Raum. Trotz­dem zeigt die Debat­te, wie groß der Wun­sch nach zusät­zlichen Ver­anstal­tungs­flächen in der Lan­deshaupt­stadt ist.

Ob die Halle am Fernse­hturm jemals wieder zur Bühne für große Events wird, ist offen. Klar ist nur: Der Ort bewegt die Men­schen – und kön­nte mit dem richti­gen Konzept erneut ein Pub­likums­mag­net wer­den.