Jäger schlagen Alarm:
Waschbären werden zum Problem in MV
In Mecklenburg-Vorpommern breiten sich Waschbären weiter aus. Die steigende Population bedroht heimische Arten und beschäftigt Jäger sowie Behörden.

Die Population von Waschbären in Mecklenburg-Vorpommern nimmt weiter zu. Nach Angaben des Umweltministerium Mecklenburg-Vorpommern hat sich die ursprünglich aus Nordamerika stammende Tierart inzwischen nahezu flächendeckend im Bundesland etabliert.
Auch die Jagdzahlen steigen deutlich. Wurden im Jagdjahr 2022/23 noch rund 18.300 Tiere erlegt, waren es im darauffolgenden Jahr bereits knapp 22.000. Für das laufende Jagdjahr wird mit einem weiteren Anstieg gerechnet. Hintergrund ist unter anderem der verstärkte Einsatz von Nachtsichttechnik, der durch eine Änderung des Jagdrechts ermöglicht wurde.
Das Land unterstützt zudem die Bejagung finanziell. So wurden zuletzt mehr Mittel für Fallen und technische Ausrüstung beantragt. Ziel ist es laut Ministerium, die Population zu regulieren und heimische Arten zu schützen.
Denn die Ausbreitung des Waschbären wirkt sich nach Einschätzung von Fachleuten negativ auf die biologische Vielfalt aus. Besonders betroffen sind Arten wie die Europäische Sumpfschildkröte sowie verschiedene Amphibien und Vogelarten. Diese geraten durch den Fressdruck der Tiere zunehmend unter Druck.
Der Deutscher Jagdverband sieht ebenfalls eine anhaltende Ausbreitung, insbesondere im Nordosten und in der Mitte Deutschlands. Waschbären gelten als anpassungsfähig und besiedeln sowohl Wälder als auch landwirtschaftlich geprägte und urbane Räume.





