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Jäger schlagen Alarm:
Waschbären werden zum Problem in MV

In Mecklenburg-Vorpommern breiten sich Waschbären weiter aus. Die steigende Population bedroht heimische Arten und beschäftigt Jäger sowie Behörden.

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  • Veröffentlicht Mai 4, 2026
Invasive Waschbärenart breitet sich in Mecklenburg-Vorpommern aus. Foto: Symbolbild
Inva­sive Waschbäre­nart bre­it­et sich in Meck­len­burg-Vor­pom­mern aus. Foto: Sym­bol­bild

 

Die Pop­u­la­tion von Waschbären in Meck­len­burg-Vor­pom­mern nimmt weit­er zu. Nach Angaben des Umwelt­min­is­teri­um Meck­len­burg-Vor­pom­mern hat sich die ursprünglich aus Nor­dameri­ka stam­mende Tier­art inzwis­chen nahezu flächen­deck­end im Bun­des­land etabliert.

Auch die Jagdzahlen steigen deut­lich. Wur­den im Jagd­jahr 2022/23 noch rund 18.300 Tiere erlegt, waren es im darauf­fol­gen­den Jahr bere­its knapp 22.000. Für das laufende Jagd­jahr wird mit einem weit­eren Anstieg gerech­net. Hin­ter­grund ist unter anderem der ver­stärk­te Ein­satz von Nacht­sicht­tech­nik, der durch eine Änderung des Jag­drechts ermöglicht wurde.

Das Land unter­stützt zudem die Beja­gung finanziell. So wur­den zulet­zt mehr Mit­tel für Fall­en und tech­nis­che Aus­rüs­tung beantragt. Ziel ist es laut Min­is­teri­um, die Pop­u­la­tion zu reg­ulieren und heimis­che Arten zu schützen.

Denn die Aus­bre­itung des Waschbären wirkt sich nach Ein­schätzung von Fach­leuten neg­a­tiv auf die biol­o­gis­che Vielfalt aus. Beson­ders betrof­fen sind Arten wie die Europäis­che Sumpf­schild­kröte sowie ver­schiedene Amphi­bi­en und Voge­larten. Diese ger­at­en durch den Fress­druck der Tiere zunehmend unter Druck.

Der Deutsch­er Jagdver­band sieht eben­falls eine anhal­tende Aus­bre­itung, ins­beson­dere im Nor­dosten und in der Mitte Deutsch­lands. Waschbären gel­ten als anpas­sungs­fähig und besiedeln sowohl Wälder als auch land­wirtschaftlich geprägte und urbane Räume.