Sa, 11. Juli 2026
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Nach Streit um Sparpläne:
Rettungsschwimmer sind zurück am Zippendorfer Strand

Ab heute sorgen am Zippendorfer Strand wieder Rettungsschwimmer für Sicherheit. Nach heftiger Kritik an den Sparplänen der Stadt ist die Wasserwacht nun doch über die Ferien hinaus vor Ort.

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  • Veröffentlicht Juli 2, 2026
Wasserwacht Zippendorfer Strand
Der Zip­pen­dor­fer Strand wird ab heute wieder bewacht. Foto: Ste­fan Rochow 

 

Gute Nachricht für Badegäste am Zip­pen­dor­fer Strand: Die Wasserwacht­sta­tion an Schw­erins größter Badestelle ist ab heute wieder beset­zt. Damit begin­nt die Wasser­ret­tung bere­its vor den Som­mer­fe­rien und früher als ursprünglich von der Stadt geplant.

Eigentlich sollte die Wasserwacht in diesem Jahr nur während der Som­mer­fe­rien im Ein­satz sein. Das hat­te in den ver­gan­genen Wochen für Kri­tik gesorgt. Mehrere Frak­tio­nen der Stadtvertre­tung forderten, die Wasser­ret­tung unab­hängig vom Ferien­be­ginn bere­its in den Som­mer­monat­en sicherzustellen. In einem gemein­samen Antrag von Bünd­nis 90/Die Grünen/Die PARTEI und der UB/FDP-Frak­tion wurde deshalb ver­langt, den Strand in den Monat­en Juli und August während der üblichen Badezeit­en durch qual­i­fizierte Ret­tungss­chwim­mer überwachen zu lassen.

Stadtvertretung beschließt Kompromiss

Die Stadtvertre­tung fol­gte diesem Anliegen und beschloss einen Kom­pro­miss: Statt ein­er Beschränkung auf die Som­mer­fe­rien wird die Wasserwacht kün­ftig vom 1. Juli bis zum 31. August einge­set­zt. Ein weit­erge­hen­der Erset­zungsantrag der CDU, die eine Umset­zung erst ab 2027 prüfen lassen wollte, fand keine Mehrheit.

Die Ver­wal­tung hat­te den ursprünglichen Antrag zunächst abgelehnt und dies unter anderem mit zusät­zlichen Kosten von rund 36.000 Euro sowie fehlen­den Finanzierungsvorschlä­gen begrün­det. Zudem ver­wies sie darauf, dass mit der bewacht­en Badeanstalt Kalk­w­erder ein weit­eres überwacht­es Badeange­bot in der Nähe beste­he und Badende an natür­lichen Gewässern ein höheres Maß an Eigen­ver­ant­wor­tung trü­gen. Nach dem Beschluss der Stadtvertre­tung sig­nal­isierte die Stadtver­wal­tung, dass sie die Entschei­dung mit­tra­gen wird. Grund­sät­zlich hätte der Ober­bürg­er­meis­ter die Möglichkeit gehabt der Entschei­dung zu wider­sprechen. Darauf wird aber aus­drück­lich verzichtet.

Wasserwacht bis Ende August im Einsatz

Nach dem Beschluss der Stadtvertre­tung ist die Wasserwacht nun bere­its ab heute vor Ort. Bis Ende August wird die Ret­tungssta­tion täglich von 13 bis 19 Uhr beset­zt. An Woch­enen­den und während der Som­mer­fe­rien begin­nt der Dienst bere­its um 12 Uhr.

Hin­ter­grund der Debat­te waren neben den gestiege­nen Kosten für die Wasser­ret­tung vor allem Sicher­heits­be­denken. Die größte Badestelle der Lan­deshaupt­stadt wird an war­men Tagen auch außer­halb der Som­mer­fe­rien stark genutzt. Bis 2025 war die Wasserwacht dort von Ende Mai bis Mitte Sep­tem­ber im Ein­satz. Nun ste­ht zumin­d­est für die Monate Juli und August wieder eine durchge­hende Wasser­ret­tung zur Ver­fü­gung.