Sa, 11. Juli 2026
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Ein Jahr Welterbe:
Schwerin feiert mit neuem „Welterbeplatz“

Ein Jahr nach der Aufnahme des Schweriner Residenz-Ensembles in die UNESCO-Welterbeliste feierte die Landeshauptstadt am vergangenen Wochenende ihren besonderen Erfolg mit einer festlichen Einweihung des neu benannten „Welterbeplatzes“

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  • Veröffentlicht Juli 28, 2025
Am Son­ntag wurde der „Wel­ter­be­platz” feier­lich eingewei­ht. Foto: CDU Schw­erin

 

Ein Jahr ist es her, dass Schw­erins Res­i­denz-Ensem­ble offiziell in die UNESCO-Wel­ter­beliste aufgenom­men wurde. Dieser Erfolg wurde am ver­gan­genen Woch­enende gebührend gefeiert. Neben Führun­gen und Musik dürfte die Ernen­nung des „Wel­ter­be­platzes” den Höhep­unkt der Feier­lichkeit­en markieren.

Initiative der Schweriner CDU

Ende März hat­te die Schw­er­iner Stadtvertre­tung auf Antrag der CDU-Frak­tion beschlossen, den bis­lang namen­losen Platz zwis­chen Schloss und Staatskan­zlei offiziell als  „Wel­ter­be­platz“ zu benen­nen. Der Platz stand auch in der Ver­gan­gen­heit im Fokus, wenn es darum ging, für das Res­i­den­zen-Ensem­ble zu wer­ben: Bere­its vor eini­gen Jahren war hier ein bronzenes Stadt-Relief mit dem Schriftzug „Ein Erbe für die Welt“ instal­liert wor­den .

Obwohl sich die Fläche im Besitz des Land­tages befind­et, wurde am Woch­enende der Platz, der an die kul­turelle Bedeu­tung des Schw­er­iner Res­i­denz-Ensem­bles erin­nern soll, feier­lich eingewei­ht. Unter den Gästen war auch Stadt­präsi­dent Sebas­t­ian Ehlers (CDU), der vor allem die gute Zusam­me­nar­beit zwis­chen Stadt und Land lobte und seinen Dank an den Wel­terbe-Fördervere­in für seine ehre­namtliche Arbeit richtete. 

UNESCO-Titel sorgt für Besucherrekord

Die Ausze­ich­nung durch das UNESCO-Wel­ter­bekomi­tee am 27. Juli 2024 bringt pos­i­tive Fol­gen mit sich, die sich in Zahlen messen lassen. Laut Stadt­mar­ket­ing stieg die Teil­nehmerzahl an Stadt­führun­gen im ersten Hal­b­jahr um 26 Prozent im Ver­gle­ich zum Vor­jahr an. Auch das Schloss, das im Mit­telpunkt des Wel­terbes ste­ht, verze­ich­nete 2024 einen neuen Besucher­reko­rd: 238.000 Gäste besichtigten das Schloss, das auch Sitz des Land­tages von Meck­len­burg-Vor­pom­mern ist. 

Wie eine Sprecherin der Staatlichen Schlöss­er, Gärten und Kun­st­samm­lun­gen MV (SSGK) angab, stieg die Besucherzahl des Schloss­mu­se­ums im Zeitraum, der im Zusam­men­hang mit der Unesco Ausze­ich­nung ste­ht,  um 9,3% gegenüber dem Vor­jahreszeitraum an. Der Trend dürfte sich wohl weit­er fort­set­zen und stellt das Muse­um vor neue Her­aus­forderun­gen. 

Schloss an der Belastungsgrenze

Das Schw­er­iner Schloss stößt zunehmend an seine Kapaz­itäts­gren­zen. Das Brand­schutz- und Evakuierungkonzept sieht vor, dass sich pro Muse­um­se­tage zeit­gle­ich nicht mehr als 100 Besuch­er aufhal­ten.”Durch den anhal­tenden Anstieg der Besucherzahlen im Schloss­mu­se­um kann es an Spitzen­t­a­gen zu län­geren Wartezeit­en kom­men”, bestätigte die Sprecherin.  

Um den Schutz des Kul­turerbes langfristig zu gewährleis­ten, wird bere­its über Maß­nah­men zur Besuch­er­s­teuerung nachgedacht. Viele Besuch­er brin­gen viel Feuchtigkeit in die Räume. Vor diesem Hin­ter­grund wer­den aktuell die kon­ser­va­torischen Auswirkun­gen in Zusam­me­nar­beit mit der zuständi­gen Berateror­gan­i­sa­tion „Ico­mos” und den Fach­leuten der „SSGK” analysiert und geprüft. Denkbar dürfte für den Ein­lass wohl ein Zeit­fen­ster­mod­ell  sein, wie es bere­its bei vie­len inter­na­tion­al bekan­nten Sehenswürdigkeit­en zum Tra­gen kommt.  So kön­nten Besuch­er kün­ftig feste Ein­trittszeit­en buchen, um lange Wartezeit­en zu ver­mei­den und das Schloss zu ent­las­ten.

Nach einem Jahr Wel­terbe lässt sich eine pos­i­tive Blanz ziehen. Die Anziehungskraft, die mit den Titel ein­herge­ht, schlägt sich in steigen­den Besucherzahlen nieder. In Zukun­ft dürften kreative Konzepte und Besucher­mod­elle notwendig sein, um die kul­turelle Vielfalt Schw­erins für alle Besuch­er erleb­bar zu machen.