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Sprachen, Reisen, Stadtführungen:
Weltreise nach Schwerin

Teresa Beck hat in Madrid Stars betreut und in Seattle Gäste beraten. Heute begeistert sie Touristen mit Stadtführungen in Schwerin.

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  • Veröffentlicht September 3, 2025
Tere­sa Beck-Baba­janyan führt mit Begeis­terung Besuch­er durch das Schw­er­iner Schloss und die Alt­stadt | Foto: max­press

Tere­sa Beck-Baba­janyan hat schon früh gespürt, dass Sprachen ihr Tor zur Welt sind. In der Schule lernte sie Rus­sisch, in den USA per­fek­tion­ierte sie ihr Englisch, als Au-pair in Madrid kam Spanisch hinzu. „Ich war schon immer sehr offen und mag es, neue Dinge auszupro­bieren“, erzählt sie. Nach dem Abitur in Ros­tock zog es sie in die Ferne: ein Studi­um im All­gäu, Aufen­thalte in Budapest und auf Mal­lor­ca, ein Praxisse­mes­ter in den USA. Stück für Stück hat Tere­sa Beck die Welt erobert. In Seat­tle arbeit­ete sie sechs Monate bei ein­er Agen­tur, die Reisen für inter­na­tionale Gäste plante, ken­nt die Bun­desstaat­en und Kana­da dadurch wie ihre eigene Wes­t­en­tasche. Dort ent­deck­te sie, wie span­nend es ist, für andere Erleb­nisse zu gestal­ten. „Selb­st ein­mal Alas­ka zu bereisen, das wäre noch mein Traum.“

Von der Betreu­ung promi­nen­ter Gäste zurück in die Heimat

Nach dem Studi­um gelang ihr der Sprung ins berühmte Hotel Ritz in Madrid. Dort betreute sie Promi­nente wie Hel­mut Kohl, Julia Roberts oder Woody Allen während ihres Aufen­thalts. „Ich habe gel­ernt, mich in Gäste hineinzu­ver­set­zen und ihre Wün­sche zu erfüllen. Das liegt mir richtig gut“, sagt sie über diese prä­gende Zeit. Ein Som­merurlaub führte sie schließlich zurück nach Schw­erin. Die Großel­tern braucht­en Unter­stützung, die Fam­i­lie war wieder hier – und Tere­sa Beck blieb. In ein­er Reiseagen­tur knüpfte sie an ihre Erfahrun­gen an. Doch bald ent­deck­te sie eine neue Lei­den­schaft.

Stadt­führerin aus Lei­den­schaft

Anfang der 2000er-Jahre suchte das Stadt­mar­ket­ing Schw­erin nach englis­chsprachi­gen Stadt­führern. Tere­sa Beck absolvierte die Aus­bil­dung, bestand die Prü­fung und ist seit­dem mit Begeis­terung dabei. Heute führt sie Touris­ten durchs Schloss, durch die Alt­stadt und auch auf Stad­tral­lyes. Beson­ders mag sie die Momente, in denen Besuch­er auf das Dach des Schloss­es kom­men und über­wältigt von der Aus­sicht sind. Manch­mal begleit­et sie bis zu drei Grup­pen am Tag. Dankbar seien vor allem die aus­ländis­chen Gäste. Viele kom­men wegen des Schloss­es, Deutsche zunehmend auch wegen des Wel­terbe-Titels. „Schw­erin ist eine Per­le, die mehr Aufmerk­samkeit ver­di­ent.“

Kuli­nar­isch in der Welt unter­wegs

Pri­vat ver­bringt sie eben­falls viel Zeit rund ums Schloss, denn für sie ist es ein Ort, der zu jed­er Tageszeit ein anderes Gesicht zeigt. Neben ihrer Arbeit reist sie weit­er­hin lei­den­schaftlich gern. Beson­dere Hotels und gute Küche haben es ihr ange­tan. Mit ihrem Mann testet sie regelmäßig Sterner­estau­rants. „Ich schaue auf die Karte und pro­biere gerne das, was ich nicht kenne. Das habe ich mir beibehal­ten.“

An Schw­erin schätzt sie die Leben­squal­ität, wün­scht sich aber auch Verbesserun­gen: mehr Sitzbänke, bessere öffentliche Toi­let­ten, län­gere Öff­nungszeit­en in Restau­rants und zusät­zliche Hotels. Denn die Stadt habe enormes Poten­zial.