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Kriminalität sinkt:
Weniger Straftaten, neue Trends: Polizei legt Zahlen vor

Die Kriminalität in Schwerin ist 2025 deutlich gesunken. Während viele Delikte zurückgehen, steigen Fälle von Einbruch und Gewalt teilweise an.

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  • Veröffentlicht April 21, 2026
Foto: Fabi­an Holtap­pels from Pix­abay

 

Die Zahl der reg­istri­erten Straftat­en in der Lan­deshaupt­stadt Schw­erin ist im Jahr 2025 deut­lich zurück­ge­gan­gen. Ins­ge­samt wur­den 10.773 Delik­te erfasst, was einem Rück­gang von 11,5 Prozent gegenüber dem Vor­jahr entspricht. Auch die Zahl der Tatverdächti­gen sank. Die Aufk­lärungsquote liegt mit 67,9 Prozent weit­er­hin auf einem hohen Niveau, ging jedoch leicht zurück.

Nach Angaben der Polizei ist der deut­liche Rück­gang vor allem auf weniger Ver­stöße gegen das Aufen­thalts­ge­setz sowie auf sink­ende Fal­lzahlen bei Beförderungser­schle­ichung und Betäubungsmit­telde­lik­ten zurück­zuführen. Let­zteres ste­ht auch im Zusam­men­hang mit der Teil­le­gal­isierung von Cannabis.

 

Eigentums- und Rohheitsdelikte bleiben Schwerpunkte

Trotz des all­ge­meinen Rück­gangs bleiben Eigen­tums­de­lik­te und soge­nan­nte Rohheits­de­lik­te zen­trale Arbeits­felder der Polizei. Im Bere­ich der Eigen­tums­de­lik­te wur­den 3.107 Fälle reg­istri­ert, ein leichter Rück­gang um 1,1 Prozent. Gle­ichzeit­ig zeigen sich inner­halb dieses Bere­ichs gegen­läu­fige Entwick­lun­gen: Die Zahl der Taschendieb­stäh­le und Woh­nung­sein­brüche ist gestiegen.

Die Rohheits­de­lik­te nah­men hinge­gen ins­ge­samt um acht Prozent auf 2.052 Fälle zu. Darunter fall­en unter anderem Kör­per­ver­let­zun­gen, Raub­de­lik­te sowie Straftat­en gegen die per­sön­liche Frei­heit. Während die Zahl der Raub­de­lik­te von 100 auf 77 Fälle zurück­ging, ist der Anstieg vor allem auf mehr Straftat­en gegen die per­sön­liche Frei­heit zurück­zuführen.

Die Aufk­lärungsquote in diesem Bere­ich stieg auf 88,3 Prozent und liegt damit deut­lich über dem Durch­schnitt. Auch bei Raub­de­lik­ten bleibt sie mit 75,3 Prozent auf hohem Niveau.

 

Weniger Betrugsdelikte und Leistungserschleichung

Ein deut­lich­er Rück­gang ist im Bere­ich der Ver­mö­gens- und Fälschungs­de­lik­te zu verze­ich­nen. Hier wur­den 2.022 Fälle reg­istri­ert, ein Minus von 17,4 Prozent. Ver­ant­wortlich dafür sind vor allem weniger Fälle von Beförderungser­schle­ichung sowie Rück­gänge bei Waren- und Warenkred­it­be­trug.

Neben der Strafver­fol­gung set­zt die Polizei weit­er­hin ver­stärkt auf Präven­tion. Wie der Leit­er der Polizei­in­spek­tion Mattes Pienkoß erk­lärte, basieren die Maß­nah­men auf kon­tinuier­lichen Lage­analy­sen und wer­den regelmäßig angepasst. Im Jahr 2025 wur­den rund 350 Ver­anstal­tun­gen und Beratungsange­bote durchge­führt. The­men waren unter anderem Gewalt­präven­tion, Such­taufk­lärung sowie Maß­nah­men zum Schutz vor Eigen­tums­de­lik­ten.