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ANZEIGE | Heizkosten senken durch Selbstmontage:
Wie Hausbesitzer mit einem Kaminofen mehrere tausend Euro sparen können

Die steigenden Energiekosten belasten Haushalte in Mecklenburg-Vorpommern zunehmend. Während die Gaspreise weiter auf hohem Niveau verharren, suchen immer mehr Eigenheimbesitzer nach alternativen Heizlösungen.

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  • Veröffentlicht Oktober 20, 2025

 

Eine Möglichkeit, die sich in den let­zten Jahren als beson­ders wirtschaftlich erwiesen hat, ist die Instal­la­tion eines Kaminofens mit eigen­em Schorn­stein­sys­tem. Was viele nicht wis­sen: Die Mon­tage lässt sich mit etwas handw­erk­lichem Geschick selb­st durch­führen und spart dabei erhe­bliche Instal­la­tion­skosten.

Warum sich die Investition lohnt

Ein Kaminofen bietet nicht nur eine gemütliche Atmo­sphäre in den eige­nen vier Wän­den, son­dern auch hand­feste finanzielle Vorteile. Holz als regionaler, nachwach­sender Rohstoff ist deut­lich gün­stiger als fos­sile Brennstoffe. Wer seinen Wohn­raum teil­weise mit einem Kaminofen beheizt, kann die Hauptheizung herun­ter­drehen und so die Heizkosten spür­bar reduzieren. Beson­ders in gut gedämmten Neubaut­en oder sanierten Alt­baut­en reicht ein mod­ern­er Kaminofen oft aus, um mehrere Räume gle­ichzeit­ig zu erwär­men.

Die Anschaf­fungskosten für einen Kaminofen samt Schorn­stein mögen auf den ersten Blick hoch erscheinen. Doch wer die Instal­la­tion selb­st übern­immt, spart mehrere tausend Euro an Handw­erk­erkosten. Ein pro­fes­sioneller Schorn­stein­bauer berech­net für Pla­nung, Mate­r­i­al und Mon­tage schnell zwis­chen 3.000 und 6.000 Euro. Bei der Eigen­mon­tage fall­en lediglich die Mate­ri­alkosten an, die je nach Sys­tem und Höhe des Schorn­steins zwis­chen 800 und 2.000 Euro liegen.

Moderne Schornsteinsysteme machen es möglich

Früher war der Bau eines Schorn­steins tat­säch­lich eine Auf­gabe für Fach­leute. Gemauerte Kamine erforderten umfan­gre­ich­es Know-how und viel Zeit. Heute sieht die Sit­u­a­tion anders aus. Mod­erne Sys­teme mit Kam­in­rohr aus Edel­stahl sind mod­u­lar aufge­baut und lassen sich nach dem Baukas­ten­prinzip zusam­menset­zen. Die einzel­nen Ele­mente wer­den ein­fach ineinan­dergesteckt und mit Schellen befes­tigt. Eine Ver­siegelung der Verbindun­gen sorgt für die nötige Dichtheit.

Diese Sys­teme bieten mehrere Vorteile gegenüber tra­di­tionellen gemauerten Schorn­steinen. Sie sind leichter, schneller zu mon­tieren und benöti­gen kein mas­sives Fun­da­ment. Zudem lassen sie sich sowohl innen als auch außen an der Fas­sade anbrin­gen. Ger­ade bei nachträglichen Instal­la­tio­nen ist die Außen­mon­tage oft die prak­tik­ablere Lösung, da keine aufwendi­gen Durch­brüche durch mehrere Geschosse erforder­lich sind.

Was bei der Planung zu beachten ist

Bevor es an die Mon­tage geht, ste­ht die sorgfältige Pla­nung. Zunächst muss der richtige Stan­dort für den Kaminofen gefun­den wer­den. Dabei spie­len mehrere Fak­toren eine Rolle: aus­re­ichende Abstände zu brennbaren Mate­ri­alien, eine tragfähige Unter­lage für das Gewicht des Ofens und natür­lich die Möglichkeit, einen Schorn­stein zu instal­lieren.

Der Schorn­stein selb­st benötigt eine bes­timmte Höhe, um den nöti­gen Zug zu erzeu­gen. Als Faus­tregel gilt: Je höher der Schorn­stein, desto bess­er der Zug. Min­destens vier Meter soll­ten es sein, oft wer­den jedoch sechs Meter oder mehr emp­fohlen. Auch die Firsthöhe des Daches und die Wind­ver­hält­nisse vor Ort müssen berück­sichtigt wer­den.

Ein wichtiger Punkt ist die Ein­hal­tung der bau­rechtlichen Vor­gaben. In Deutsch­land ist für die Instal­la­tion eines Kaminofens mit Schorn­stein grund­sät­zlich eine Abnahme durch den zuständi­gen Bezirkss­chorn­ste­in­feger erforder­lich. Dieser prüft, ob alle Sicher­heitsvorschriften einge­hal­ten wur­den und das Sys­tem ord­nungs­gemäß funk­tion­iert. Es emp­fiehlt sich, bere­its vor der Instal­la­tion Kon­takt mit dem Schorn­ste­in­feger aufzunehmen und die Pla­nung besprechen zu lassen. So kön­nen Fehler ver­mieden wer­den, die später zu Prob­le­men bei der Abnahme führen kön­nten.

Schritt für Schritt zur eigenen Heizung

Die eigentliche Mon­tage eines mod­er­nen Edel­stahlschorn­steins ist weniger kom­pliziert als viele denken. Zunächst wird die Wand­durch­führung für das erste Rohrstück geset­zt. Diese muss fachgerecht gedämmt wer­den, um Wärme­brück­en zu ver­mei­den und die Brand­schutzvorschriften einzuhal­ten. Anschließend wer­den die einzel­nen Schorn­steinele­mente von unten nach oben mon­tiert.

Bei einem dop­pel­wandi­gen Schorn­stein von Edel­stahlschorn­stein-123 ist zwis­chen Innen- und Außen­rohr eine Dämm­schicht einge­baut. Diese sorgt dafür, dass die Abgase warm bleiben und nicht kon­den­sieren. Gle­ichzeit­ig wird die Außen­wand des Schorn­steins nicht zu heiß, was die Brandge­fahr min­imiert. Die einzel­nen Ele­mente wer­den ein­fach ineinan­dergeschoben und mit speziellen Schellen gesichert.

Beson­dere Aufmerk­samkeit erfordern die Durch­führun­gen durch Deck­en oder das Dach. Hier müssen Brand­schutzvorschriften peni­bel einge­hal­ten wer­den. Fer­tige Deck­endurch­führun­gen und Dachdurch­führun­gen erle­ichtern diese Arbeit erhe­blich. Sie wer­den pass­ge­nau einge­baut und sor­gen für die nötige Sicher­heit.

An der Außen­seite des Haus­es wird der Schorn­stein mit Wand­hal­terun­gen befes­tigt. Diese müssen sta­bil ver­ankert wer­den, da der Schorn­stein auch Wind­las­ten stand­hal­ten muss. Je nach Höhe sind mehrere Befes­ti­gungspunk­te erforder­lich. Abschließend wird oben auf dem Schorn­stein eine Regen­haube mon­tiert, die das Ein­drin­gen von Wass­er ver­hin­dert, aber gle­ichzeit­ig den freien Abzug der Rauch­gase gewährleis­tet.

Die richtige Auswahl des Materials

Bei der Mate­ri­alauswahl sollte nicht am falschen Ende ges­part wer­den. Hochw­er­tiger Edel­stahl sorgt für Lan­glebigkeit und Sicher­heit. Bil­lige Sys­teme aus min­der­w­er­tigem Mate­r­i­al kön­nen schnell kor­rodieren und müssen dann kost­spielig erset­zt wer­den. Zudem ist die Wand­stärke entschei­dend: Zu dünne Rohre kön­nen sich ver­for­men oder die Däm­mung ver­liert ihre Wirkung.

Auch die Auswahl des Kaminofens selb­st will gut über­legt sein. Mod­erne Öfen erfüllen strenge Emis­sionsvorschriften und ver­bren­nen das Holz deut­lich sauber­er als alte Mod­elle. Das schont nicht nur die Umwelt, son­dern auch den Geld­beu­tel, denn durch die effizien­tere Ver­bren­nung wird weniger Brennstoff benötigt. Bei der Dimen­sion­ierung gilt: Lieber einen etwas kleineren Ofen wählen und diesen bei Bedarf voll aus­las­ten, als einen zu großen Ofen nur auf hal­ber Leis­tung laufen zu lassen. Das sorgt für eine sauberere Ver­bren­nung und mehr Effizienz.

Wann sich professionelle Hilfe lohnt

Auch wenn die Selb­st­mon­tage gut mach­bar ist, gibt es Sit­u­a­tio­nen, in denen pro­fes­sionelle Unter­stützung sin­nvoll sein kann. Wer unsich­er bei sta­tis­chen Fra­gen ist, sollte einen Fach­mann hinzuziehen. Auch bei kom­plizierten Dachkon­struk­tio­nen oder wenn mehrere Eta­gen durch­drun­gen wer­den müssen, kann pro­fes­sionelle Hil­fe die Arbeit erle­ichtern und Fehler ver­mei­den.

Viele Händler bieten neben dem Verkauf auch Beratungsleis­tun­gen an. Diese sind oft deut­lich gün­stiger als eine kom­plette Instal­la­tion durch einen Handw­erks­be­trieb, kön­nen aber helfen, Pla­nungs­fehler zu ver­mei­den. Auch der örtliche Schorn­ste­in­feger ste­ht für Fra­gen zur Ver­fü­gung und kann wertvolle Hin­weise geben.

Langfristig denken und profitieren

Die Investi­tion in einen selb­st instal­lierten Kaminofen mit Schorn­stein rech­net sich meist schon nach weni­gen Jahren. Die Einsparun­gen bei den Heizkosten sum­mieren sich Jahr für Jahr. Wer zudem sein Brennholz selb­st organ­isiert, kann zusät­zlich sparen. Viele Gemein­den vergeben Brennholz aus kom­mu­nalen Wäldern zu gün­sti­gen Preisen. Mit etwas kör­per­lichem Ein­satz beim Sägen und Spal­ten lassen sich die Brennstof­fkosten weit­er reduzieren.

Neben dem finanziellen Aspekt spricht auch die Unab­hängigkeit für einen Kaminofen. Während die Gaspreise schwanken und poli­tis­che Entschei­dun­gen die Energiekosten bee­in­flussen, bleibt Holz als regionaler Brennstoff ver­gle­ich­sweise sta­bil im Preis. Wer einen Kaminofen besitzt, hat zudem eine Not­fall­heizung im Haus, die auch bei Stro­maus­fall oder Heizungsaus­fall funk­tion­iert.

Die Selb­st­mon­tage eines Kaminofens mit Schorn­stein ist also weit mehr als nur eine Möglichkeit, Instal­la­tion­skosten zu sparen. Sie ist ein Schritt zu mehr Unab­hängigkeit, niedrigeren laufend­en Kosten und einem war­men Zuhause. Mit der richti­gen Pla­nung, hochw­er­ti­gen Mate­ri­alien und etwas handw­erk­lichem Geschick lässt sich dieses Pro­jekt auch von Laien erfol­gre­ich umset­zen. Die Investi­tion zahlt sich aus, nicht nur finanziell, son­dern auch durch die Zufrieden­heit, etwas mit den eige­nen Hän­den geschaf­fen zu haben.

Eigenregie bei der Installation zahlt sich aus

Die Mon­tage eines mod­er­nen Kaminofens mit Edel­stahlschorn­stein ist für handw­erk­lich geschick­te Haus­be­sitzer gut zu bewälti­gen. Wer die Instal­la­tion selb­st übern­immt, spart mehrere tausend Euro an Handw­erk­erkosten und prof­i­tiert langfristig von niedrigeren Heizkosten. Mit sorgfältiger Pla­nung, hochw­er­ti­gen Mate­ri­alien und der Beach­tung aller Sicher­heitsvorschriften ste­ht dem war­men und kostengün­sti­gen Eigen­heim nichts im Wege.