Di, 10. Februar 2026
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Stabiles Fundament, neue Pläne:
Wie sich der Zoo Schwerin für 2026 aufstellt

Der Zoo Schwerin blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Hohe Besucherzahlen, Investitionen, Artenschutz und neue Veranstaltungen prägen den Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2026.

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  • Veröffentlicht Januar 12, 2026
Löwin Manika im Schnee Foto: Zoo Schwerin
Löwin Mani­ka im Schnee Foto: Zoo Schw­erin

 

Der Zoo Schw­erin hat das Jahr 2025 mit ein­er pos­i­tiv­en Bilanz abgeschlossen und blickt opti­mistisch auf die kom­menden Monate. Mit sta­bil hohen Besucherzahlen, umfan­gre­ichen Investi­tio­nen in die Infra­struk­tur, tierischen Erfol­gen sowie einem wach­senden Engage­ment im Arten- und Naturschutz kon­nte sich der Zoo erneut als wichtiger Freizeit‑, Bil­dungs- und Naturschut­zort in der Lan­deshaupt­stadt etablieren. Gle­ichzeit­ig laufen die Vor­bere­itun­gen für ein ereignis­re­ich­es Jubiläum­s­jahr 2026, in dem der Zoo sein 70-jähriges Beste­hen feiert.

Hohe Besucherzahlen und Rekord bei Jahreskarten

Rund 210.000 Gäste besucht­en den Zoo Schw­erin im Jahr 2025. Damit erre­ichte die Ein­rich­tung erneut ein sehr hohes Niveau und verze­ich­nete die zweit­stärk­ste Besucherzahl seit der Wiedervere­ini­gung. Beson­ders bemerkenswert ist der neue Reko­rd bei den Jahreskarten: Über 8.000 Dauerkarten wur­den verkauft. Dies wertet die Zooleitung als Zeichen ein­er starken Ver­bun­den­heit viel­er Schw­er­iner­in­nen und Schw­er­iner sowie von Gästen aus der Region mit „ihrem“ Zoo.

Im zurück­liegen­den Jahr wurde sicht­bar in die Weit­er­en­twick­lung des Zoogelän­des investiert. Neue Fahrrad­stellplätze, ein mod­ern­er Spielplatz und eine neugestal­tete Fes­t­wiese verbesserten die Aufen­thalt­squal­ität für Fam­i­lien und Tages­gäste. Ein beson­deres neues Ange­bot ist die soge­nan­nte Löwen­lodge, die Über­nach­tun­gen in unmit­tel­bar­er Nähe der Tiere ermöglicht und nun offiziell buch­bar ist.

Auch mehrere Tier­an­la­gen wur­den mod­ernisiert oder erweit­ert. Dazu zählen unter anderem die Alpa­ka-Anlage sowie ein neues Refugium für Präriehunde auf der Fes­t­wiese. Ziel der Maß­nah­men ist es, sowohl die Hal­tungs­be­din­gun­gen für die Tiere weit­er zu verbessern als auch den Zoobe­such für die Gäste attrak­tiv­er zu gestal­ten.

Tierische Höhepunkte und Veränderungen

Zu den beson­deren tierischen Ereignis­sen des Jahres zählt die erfol­gre­iche Nachzucht bei den Giraf­fen. Der Ende Feb­ru­ar geborene Jung­bulle „Mojo“ entwick­elt sich nach Angaben des Zoos sehr gut. Bei den Asi­atis­chen Löwen gab es hinge­gen sowohl Abschiede als auch Grund zur Freude: Die Tiere „Ravi“, „Tarak“ und „Kirana“ ver­ließen den Zoo, während im Juli 2025 das Jungti­er „Mani­ka“ geboren wurde.

Darüber hin­aus verze­ich­nete der Zoo mehrere Neuzugänge bei teils stark gefährde­ten Tier­arten. Unter anderem zogen Säbe­lan­tilopen, eine weib­liche Streifen­hyäne sowie Cha­co-Pekaris, die zu den am stärk­sten bedro­ht­en Säugetieren Südamerikas zählen, in den Zoo Schw­erin ein.

Aktive Rolle im internationalen Artenschutz

Auch im Bere­ich des Arten- und Naturschutzes war der Zoo Schw­erin 2025 inter­na­tion­al aktiv. Er beteiligte sich erneut an ein­er Sch­neck­e­nauswilderung in Franzö­sisch-Poly­ne­sien, über­nahm eine koor­dinierende Rolle bei der Auswilderung von Riesenot­tern in Argen­tinien und leis­tete einen wichti­gen Beitrag im europäis­chen Zucht­pro­gramm für Asi­atis­che Löwen. Damit unter­stre­icht der Zoo seinen Anspruch, über die regionale Arbeit hin­aus Ver­ant­wor­tung für den weltweit­en Arten­schutz zu übernehmen.

Zahlre­iche Ver­anstal­tun­gen tru­gen im ver­gan­genen Jahr zur hohen Besucher­res­o­nanz bei. Beson­ders das tra­di­tionelle Oster­woch­enende zählte zu den besuch­er­stärk­sten Ter­mi­nen. Auch die Ver­anstal­tungsrei­he „Zookul­tur“, der Zoolauf zugun­sten eines Regen­wald-Arten­schutzpro­jek­ts sowie die Abend­sa­faris mit mehreren hun­dert Teil­nehmenden erfreuten sich großer Beliebtheit.

Jubiläumsjahr 2026: Ausbau, Events und neue Konzepte

Im Jahr 2026 feiert der Zoo Schw­erin sein 70-jähriges Beste­hen. Im Mit­telpunkt ste­hen dabei weit­ere bauliche und konzep­tionelle Entwick­lun­gen. Geplant sind Verbesserun­gen an ver­schiede­nen Tier­an­la­gen, unter anderem im Bere­ich des Sikastalls, bei den Tapiren und in den Vogelvolieren. Par­al­lel dazu wird an der Konkretisierung eines langfristi­gen Rah­men­plans gear­beit­et, dessen erste Entwürfe bere­its vor­liegen und nun auf ihre Umset­zbarkeit geprüft wer­den.

Auch das Ver­anstal­tung­spro­gramm für 2026 ste­ht teil­weise bere­its fest. Den Auf­takt bildet ein Valentin­stag­sev­ent am 14. Feb­ru­ar, gefol­gt vom Oster­woch­enende als offiziellem Saison­start. Am ersten August­woch­enende soll erneut das Freiluftki­no „Zookul­tur“ stat­tfind­en. Ein zen­trales Datum ist der 24. April 2026, an dem der Zoo sein 70-jähriges Jubiläum mit beson­deren Aktio­nen bege­hen möchte.

Neues Lichterfestival im Herbst

Bere­its im Herb­st 2025 wird ein neues Ver­anstal­tungs­for­mat erprobt: Vom 9. Okto­ber bis 29. Novem­ber ver­wan­delt das Lichter­fes­ti­val „Wild Lights“ den Zoo erst­mals in eine far­ben­fro­he Licht­land­schaft mit Instal­la­tio­nen und flu­o­reszieren­den Tier­fig­uren. Ver­gle­ich­bare For­mate haben in anderen Städten bere­its viele Besuch­er ange­zo­gen. Der Vorverkauf für die Ver­anstal­tung soll im Früh­jahr starten.

Aus­blick: Zucht­pro­gramme und regionaler Naturschutz

Für die kom­menden Monate set­zt der Zoo weit­er­hin auf inter­na­tionale Zucht­pro­gramme und hofft auf Nach­wuchs bei ver­schiede­nen, teils stark gefährde­ten Tier­arten. Gle­ichzeit­ig soll der regionale Natur- und Umweltschutz gestärkt wer­den. Geplant ist die Ein­führung ein­er eige­nen Arten­schutzko­or­di­na­tion sowie eine geziel­tere Ver­wen­dung der Mit­tel aus dem soge­nan­nten Umwel­teu­ro, den Besucherin­nen und Besuch­er frei­willig entricht­en.