Stabiles Fundament, neue Pläne:
Wie sich der Zoo Schwerin für 2026 aufstellt
Der Zoo Schwerin blickt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Hohe Besucherzahlen, Investitionen, Artenschutz und neue Veranstaltungen prägen den Ausblick auf das Jubiläumsjahr 2026.

Der Zoo Schwerin hat das Jahr 2025 mit einer positiven Bilanz abgeschlossen und blickt optimistisch auf die kommenden Monate. Mit stabil hohen Besucherzahlen, umfangreichen Investitionen in die Infrastruktur, tierischen Erfolgen sowie einem wachsenden Engagement im Arten- und Naturschutz konnte sich der Zoo erneut als wichtiger Freizeit‑, Bildungs- und Naturschutzort in der Landeshauptstadt etablieren. Gleichzeitig laufen die Vorbereitungen für ein ereignisreiches Jubiläumsjahr 2026, in dem der Zoo sein 70-jähriges Bestehen feiert.
Hohe Besucherzahlen und Rekord bei Jahreskarten
Rund 210.000 Gäste besuchten den Zoo Schwerin im Jahr 2025. Damit erreichte die Einrichtung erneut ein sehr hohes Niveau und verzeichnete die zweitstärkste Besucherzahl seit der Wiedervereinigung. Besonders bemerkenswert ist der neue Rekord bei den Jahreskarten: Über 8.000 Dauerkarten wurden verkauft. Dies wertet die Zooleitung als Zeichen einer starken Verbundenheit vieler Schwerinerinnen und Schweriner sowie von Gästen aus der Region mit „ihrem“ Zoo.
Im zurückliegenden Jahr wurde sichtbar in die Weiterentwicklung des Zoogeländes investiert. Neue Fahrradstellplätze, ein moderner Spielplatz und eine neugestaltete Festwiese verbesserten die Aufenthaltsqualität für Familien und Tagesgäste. Ein besonderes neues Angebot ist die sogenannte Löwenlodge, die Übernachtungen in unmittelbarer Nähe der Tiere ermöglicht und nun offiziell buchbar ist.
Auch mehrere Tieranlagen wurden modernisiert oder erweitert. Dazu zählen unter anderem die Alpaka-Anlage sowie ein neues Refugium für Präriehunde auf der Festwiese. Ziel der Maßnahmen ist es, sowohl die Haltungsbedingungen für die Tiere weiter zu verbessern als auch den Zoobesuch für die Gäste attraktiver zu gestalten.
Tierische Höhepunkte und Veränderungen
Zu den besonderen tierischen Ereignissen des Jahres zählt die erfolgreiche Nachzucht bei den Giraffen. Der Ende Februar geborene Jungbulle „Mojo“ entwickelt sich nach Angaben des Zoos sehr gut. Bei den Asiatischen Löwen gab es hingegen sowohl Abschiede als auch Grund zur Freude: Die Tiere „Ravi“, „Tarak“ und „Kirana“ verließen den Zoo, während im Juli 2025 das Jungtier „Manika“ geboren wurde.
Darüber hinaus verzeichnete der Zoo mehrere Neuzugänge bei teils stark gefährdeten Tierarten. Unter anderem zogen Säbelantilopen, eine weibliche Streifenhyäne sowie Chaco-Pekaris, die zu den am stärksten bedrohten Säugetieren Südamerikas zählen, in den Zoo Schwerin ein.
Aktive Rolle im internationalen Artenschutz
Auch im Bereich des Arten- und Naturschutzes war der Zoo Schwerin 2025 international aktiv. Er beteiligte sich erneut an einer Schneckenauswilderung in Französisch-Polynesien, übernahm eine koordinierende Rolle bei der Auswilderung von Riesenottern in Argentinien und leistete einen wichtigen Beitrag im europäischen Zuchtprogramm für Asiatische Löwen. Damit unterstreicht der Zoo seinen Anspruch, über die regionale Arbeit hinaus Verantwortung für den weltweiten Artenschutz zu übernehmen.
Zahlreiche Veranstaltungen trugen im vergangenen Jahr zur hohen Besucherresonanz bei. Besonders das traditionelle Osterwochenende zählte zu den besucherstärksten Terminen. Auch die Veranstaltungsreihe „Zookultur“, der Zoolauf zugunsten eines Regenwald-Artenschutzprojekts sowie die Abendsafaris mit mehreren hundert Teilnehmenden erfreuten sich großer Beliebtheit.
Jubiläumsjahr 2026: Ausbau, Events und neue Konzepte
Im Jahr 2026 feiert der Zoo Schwerin sein 70-jähriges Bestehen. Im Mittelpunkt stehen dabei weitere bauliche und konzeptionelle Entwicklungen. Geplant sind Verbesserungen an verschiedenen Tieranlagen, unter anderem im Bereich des Sikastalls, bei den Tapiren und in den Vogelvolieren. Parallel dazu wird an der Konkretisierung eines langfristigen Rahmenplans gearbeitet, dessen erste Entwürfe bereits vorliegen und nun auf ihre Umsetzbarkeit geprüft werden.
Auch das Veranstaltungsprogramm für 2026 steht teilweise bereits fest. Den Auftakt bildet ein Valentinstagsevent am 14. Februar, gefolgt vom Osterwochenende als offiziellem Saisonstart. Am ersten Augustwochenende soll erneut das Freiluftkino „Zookultur“ stattfinden. Ein zentrales Datum ist der 24. April 2026, an dem der Zoo sein 70-jähriges Jubiläum mit besonderen Aktionen begehen möchte.
Neues Lichterfestival im Herbst
Bereits im Herbst 2025 wird ein neues Veranstaltungsformat erprobt: Vom 9. Oktober bis 29. November verwandelt das Lichterfestival „Wild Lights“ den Zoo erstmals in eine farbenfrohe Lichtlandschaft mit Installationen und fluoreszierenden Tierfiguren. Vergleichbare Formate haben in anderen Städten bereits viele Besucher angezogen. Der Vorverkauf für die Veranstaltung soll im Frühjahr starten.
Ausblick: Zuchtprogramme und regionaler Naturschutz
Für die kommenden Monate setzt der Zoo weiterhin auf internationale Zuchtprogramme und hofft auf Nachwuchs bei verschiedenen, teils stark gefährdeten Tierarten. Gleichzeitig soll der regionale Natur- und Umweltschutz gestärkt werden. Geplant ist die Einführung einer eigenen Artenschutzkoordination sowie eine gezieltere Verwendung der Mittel aus dem sogenannten Umwelteuro, den Besucherinnen und Besucher freiwillig entrichten.



