Winterreifen zur Sommersaison kaufen: Spart man Geld?

Es ist fast schon wieder Mitte September. Der Winter ist nicht mehr so weit. Wer jetzt noch neue Winterreifen benötigt, der sollte diese schnell kaufen. Das ist nicht nur eine Frage des Geldes.

Haben wir nicht gerade erst unter dem heißen Sommer gestöhnt? Das ist vorbei: Langsam aber sicher kommen die kälteren Jahreszeiten. Die Tage werden merklich wieder kürzer. Für Oktober steht bei den Autofahrern der Reifenwechsel an. Experten raten, dass man zwischen Oktober und Ostern die Winterreifen aufziehen sollte. Lange ist es also nicht mehr hin. 

Wer seine Reifen bei seiner Autowerkstatt geparkt hat, der sollte sich rechtzeitig um einen Termin zum Wechsel bemühen. Wer sagt, dass es Zeit für neue Winterreifen ist, der sollte nun schnell handeln. 

 

Ab Ende September steigen Preise

 

Die Preisentwicklungen der vergangenen Jahre zeigen, dass die Preise spätestens ab Ende September steigen. So wies im vergangenen Jahr das Vergleichsportal Check24 darauf hin, dass bis Mitte November der durchschnittliche Preis der 100 über CHECK24.de meistverkauften Pneus im Jahr 2016 um neun Prozent gestiegen sei. 2017 lag der Durchschnittspreis dieser Reifen leicht über dem Vorjahresniveau. Auch wenn es in diesem Jahr noch keine Erhebungen gibt, kann man nicht davon ausgehen, dass sich dieser Trend 2018 verändern wird. 

 

In Deutschland gilt „situative Winterreifenpflicht“

 

Wer meint, es sei gleichgültig, ob er nun noch länger mit seinen Sommerreifen durch das Land fährt, muss bei einem Unfall aber mit Problemen mit seiner Versicherung rechnen. Denn seit dem Jahr 2010 gilt laut § 2 Abs. 3a der Straßenverkehrs-Ordnung die sogenannte „situative Winterreifenpflicht“ in Deutschland. 

Diese „situative“ Winterreifenpflicht gilt also für das Fahren bei entsprechenden Straßenverhältnissen. Wer mit nicht angepasster Bereifung – also zum Beispiel mit Sommerreifen auf matschigen, schneebedeckten oder eisglatten Straßen – oder mit Reifen mit weniger als 1,6 Millimetern Profil unterwegs ist, riskiert seit Juli 2017 ein Bußgeld in Höhe von 60 Euro. Der Fahrzeughalter, der das Fahren mit unzulässiger Bereifung bei winterlichen Straßenbedingungen zulässt, muss mit einem Bußgeld in Höhe von 75 Euro rechnen. Die genaue Höhe hängt davon ab, ob zusätzlich zur nicht angepassten Bereifung auch eine Behinderung oder Gefährdung anderer Verkehrsteilnehmer/innen vorliegt oder es sogar zu einem Unfall kommt. Ohne Winterreifen über Schwerins Straßen zu fahren, das gilt also nicht. 

Wer im Winter einen Urlaub mit dem Auto in Europa plant, sollte sich vorher informieren, ob in seinem Urlaubsland Winterreifenpflicht herrscht oder nicht. Der Automobilclub AVD hat dazu eine Übersicht zusammengestellt, die einen Überblick gibt. 

Wer Geld sparen möchte, dem  sei der Vergleich der unterschiedlichen Anbieter ans Herz gelegt. Ein entspredchendes Ranking von Winterreifen kann man beispielsweise bei oponeo.de vornehmen. Der Online-Shop hat für jeden Geldbeutel etwas dabei. 

Redaktion

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