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Tourismusverband spricht von besonderer Lage:
Winterwetter bringt zusätzliche Gäste nach MV

Schnee, Eis und klare Luft locken derzeit zusätzliche Gäste an die Ostsee. Tourismusvertreter in MV sprechen von einem möglichen Plus in der Wintersaison.

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  • Veröffentlicht Februar 17, 2026
Derzeit bildet sich auf den Gewässern in und um Schw­erin eine meist geschlossene Eis­fläche. Ver­lock­end aber trügerisch gefährlich. Foto: Wenke Ehret

 

Das derzeit­ige Win­ter­wet­ter kön­nte Meck­len­burg-Vor­pom­mern zusät­zliche Touristin­nen und Touris­ten bescheren. Vor allem an der Ost­seeküste melde­ten einzelne Beherber­gungs­be­triebe mehr Gäste als üblich, sagte Lars Schwarz, Präsi­dent des Deutsch­er Hotel- und Gast­stät­ten­ver­band Meck­len­burg-Vor­pom­mern, auf Nach­frage.

Er gehe davon aus, dass ins­ge­samt mehr Gäste in der Win­ter­sai­son ins Land kom­men kön­nten. Wegen der Win­ter­fe­rien in Meck­len­burg-Vor­pom­mern sei die Nach­frage derzeit ohne­hin erhöht. Die Zahl der Vor­buchun­gen habe sich auf Vor­jahres­niveau bewegt, das Win­ter­wet­ter könne jedoch zusät­zliche kurzfristige Reisen aus­lösen.

Auch die MV Touris­mus GmbH spricht von ein­er beson­deren Lage. Schnee am Strand, vereiste Buh­nen und Leucht­türme sowie win­ter­liche Seen­land­schaften sorgten für außergewöhn­liche Ein­drücke. Geschäfts­führer Peter Kranz ver­wies darauf, dass in den ver­gan­genen Jahren zunehmend Fam­i­lien mit Kindern ihren Urlaub im Nor­dosten ver­bracht hät­ten.

Von den Camp­ing­plätzen im Land gab es gemis­chte Rück­mel­dun­gen. Nach Angaben des Lan­desver­ban­des der Camp­ing­wirtschaft erschw­erten Eis­re­gen und Kälte teils die Anreise. Zugle­ich sei die Nach­frage nach spon­ta­nen Woch­enendtrips gestiegen. Anglerin­nen und Angler blieben wegen der zuge­frore­nen Ost­see hinge­gen vielfach aus. Viele Camp­ing­plätze sind noch bis März oder April geschlossen.

Die extreme Kälte wirk­te sich auch auf die Insel Hid­densee aus. Wegen eines Eiss­chadens fiel das Fährschiff „Vitte“ zeitweise aus, die Ver­sorgung erfol­gte per Eis­brech­er im Not­fallplan. Anfang der Woche kam es zudem wegen Niedrig­wassers zu ein­er Unter­brechung des Fährverkehrs. Nach Angaben der Reed­erei Hid­densee verkehren die Fähren inzwis­chen wieder reg­ulär.