Schwerin im Strukturtest:
Wie abhängig ist die Stadt vom Staat?
Schwerin wirkt stabil. Doch hinter Behörden, Pendlern und schwacher Industrie wächst ein strukturelles Risiko. Wie abhängig ist die Landeshauptstadt vom Staat und was bedeutet das für ihre Zukunft?

Kurz vor sechs Uhr am Schweriner Hauptbahnhof: Der Zug Richtung Hamburg füllt sich. Laptops, Aktentaschen, Kaffee im Pappbecher. Wer hier einsteigt, ist Teil eines Systems, das die Stadt strukturell verändert, wirtschaftlich wie sozial.
Schwerin lebt von zwei Bewegungen zugleich: von Beschäftigten, die täglich einpendeln und von jenen, die die Stadt verlassen, um anderswo zu arbeiten. Und Schwerin lebt vor allem von einem: dem Staat.
Pendlerströme: Schwerin bleibt regionaler Arbeitsmagnet
Schwerin ist keine klassische Auspendlerstadt, sondern ein Arbeitsmarktzentrum für Westmecklenburg. Nach Daten des Pendleratlas pendeln deutlich mehr Menschen zur Arbeit in die Landeshauptstadt ein als aus. Das Pendlersaldo liegt bei rund +15.000 Beschäftigten (25.679 Einpendler gegenüber 10.456 Auspendlern). Diese Konstellation hat ganz konkrete Auswirkungen auf Schwerin.

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