Di, 9. Juni 2026
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Ein Zeichen der Erinnerung:
Wo William Wolff wirkte, bleibt er gegenwärtig

Ein Kunstwerk zu Ehren von William Wolff soll am Schweriner Schlachtermarkt entstehen. Es erinnert an sein Engagement als Landesrabbiner und seine bedeutende Rolle für die Jüdische Gemeinde.

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  • Veröffentlicht August 7, 2025
Hier wird kün­ftig ein Kunst­werk an das Wirken von Rab­bi Wolff erin­nern. Foto: Lan­deshaupt­stadt Schw­erin Denise Malenke

Wer an William Wolff (1927–2020) denkt, dem fall­en unweiger­lich die zahlre­ichen Ehrun­gen ein, die ihm zu Lebzeit­en zuteil wur­den, darunter auch die Ehren­bürg­er­schaft der Stadt Schw­erin. Doch was ihn wirk­lich ausze­ich­nete, war weit mehr als ein Titel: uner­schüt­ter­lich­er Opti­mis­mus,  ansteck­ende Lebens­freude und sein unver­wech­sel­baren Humor dürften wohl die Eigen­schaften sein, die in Erin­nerung geblieben sind. Ein Kunst­werk soll jet­zt an den Botschafter des jüdis­chen Glaubens erin­nern.

Wie es zu der Idee kam

„Die Idee, mit einem Kunst­werk an den ver­stor­be­nen Ehren­bürg­er William Wolff zu erin­nern, war bere­its vor rund zwei Jahren aus der Stadt­ge­sellschaft an das städtis­che Sachver­ständi­gen­gremi­um für Kun­st im öffentlichen Raum herange­tra­gen wor­den.”, so der Kul­tur­dez­er­nent Sil­vio Horn. Im Rah­men eines zweistu­fi­gen Wet­tbe­werbs soll jet­zt ein Kunst­werk entste­hen, das an den Rab­bi erin­nern soll.

Hier­für hat das Kul­tur­büro der Lan­deshaupt­stadt Anfang August die Auss­chrei­bung­sun­ter­la­gen für den Wet­tbe­werb auf der Seite der Lan­deshaupt­stadt veröf­fentlicht. Beteili­gen kön­nen sich dem­nach Kün­st­lerin­nen und Kün­stler, die in Meck­len­burg-Vor­pom­mern zu Hause sind oder in der Ver­gan­gen­heit bere­its kün­st­lerisch im öffentlichen Raum Schw­erins gewirkt haben. Ein­sendun­gen nimmt die Stadt noch bis zum 19. Okto­ber 2025 ent­ge­gen. Im Rah­men der Vorauswahl haben dann 6 Teil­nehmer die Möglichkeit, ihre Entwürfe bis zum Anfang des Jahres detail­liert auszuar­beit­en, bevor sie sich vor ein­er unab­hängi­gen Jury behaupten müssen.

Prämiert wird nicht nur der Siegeren­twurf, son­dern auch die zweit- und drittplatzierten Arbeit­en kön­nen sich über Preis­gelder in Höhe von 2500, 1000 bzw. 500 Euro freuen. Die Preisver­gabe wird voraus­sichtlich im Feb­ru­ar 2026 erfol­gen. 

Der Dez­er­nent hob die großzügi­gen Spender her­vor, die den Wet­tbe­werb ermöglicht haben: „Ich freue mich sehr, dass durch Spenden und Spon­sor­ing mehr als 50.000 Euro gesam­melt wer­den kon­nten, um damit den kün­st­lerischen Wet­tbe­werb auszu­loben und das Werk in Auf­trag geben zu kön­nen.”

Pünktlich zum 100. Geburtstag

Laut Stadt wird im Feb­ru­ar näch­sten Jahres fest­ste­hen, wer mit seinem Kunst­werk an das Wirken des Rab­bis erin­nern darf. Fer­tiggestellt soll das Kunst­werk bis zum  Feb­ru­ar 2027 sein, dann jährt sich der Geburt­stag des Lan­desrab­bin­ers zum 100. Mal. Als Stan­dort ist der Schw­er­iner Schlachter­markt vorge­se­hen, in unmit­tel­bar­er Nähe zu Wolffs let­zter Wirkungsstätte: dem Sitz der Jüdis­chen Gemeinde und der Syn­a­goge Schw­erin.