Stagflation:
Wohnungsbau in MV weiter im Rückgang
In Mecklenburg-Vorpommern geht der Wohnungsbau weiter zurück. Im Vergleich zum Vorjahr wurden fast 20 % weniger Baugenehmigungen erteilt – vor allem bei Mehrfamilienhäusern.

In Mecklenburg-Vorpommern setzt sich der Rückgang beim Wohnungsbau weiter fort. Laut dem Statistischen Landesamt wurden von Januar bis Mai 2024 lediglich 1.137 neue Wohnungen genehmigt. Das sind fast 20 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. 2023 waren im gleichen Zeitraum noch 1.417 Genehmigungen erteilt worden – ein Jahr zuvor sogar 1.993.
Leichter Anstieg bei Einfamilienhäusern
Eine kleine Erholung zeigte sich bei den Einfamilienhäusern: 333 Baugenehmigungen wurden in den ersten fünf Monaten 2024 erteilt, im Vorjahr waren es 298. Dennoch bleibt das Niveau deutlich unter dem von 2023 – damals waren es noch 671. Als ein wesentlicher Grund für den anhaltenden Rückgang gelten die gestiegenen Baukosten, die viele Bauprojekte unwirtschaftlich machen.
Industriebauten legen leicht zu
Im gewerblichen Bereich zeichnet sich hingegen ein positiver Trend ab. Genehmigt wurden sechs neue Fabrik- oder Werkstattbauten mit Baukosten von insgesamt knapp 3,6 Millionen Euro – ein Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum, in dem nur ein Projekt genehmigt wurde. Auch im Bereich Handel und Lagerflächen stiegen die Baukosten von 10,6 auf rund 13 Millionen Euro. Auffällig ist zudem ein starkes Plus bei den Büro- und Verwaltungsgebäuden: Zwei Projekte wurden mit Gesamtkosten von rund 25,6 Millionen Euro genehmigt, deutlich mehr als die 431.000 Euro aus dem Vorjahr.



