Fr, 5. Dezember 2025
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Stagflation:
Wohnungsbau in MV weiter im Rückgang

In Mecklenburg-Vorpommern geht der Wohnungsbau weiter zurück. Im Vergleich zum Vorjahr wurden fast 20 % weniger Baugenehmigungen erteilt – vor allem bei Mehrfamilienhäusern.

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  • Veröffentlicht Juli 29, 2025
Wohnungsbau
Woh­nungs­bau in MV bleibt weit­er rück­läu­fig. | Foto: pri­vat

 

In Meck­len­burg-Vor­pom­mern set­zt sich der Rück­gang beim Woh­nungs­bau weit­er fort. Laut dem Sta­tis­tis­chen Lan­desamt wur­den von Jan­u­ar bis Mai 2024 lediglich 1.137 neue Woh­nun­gen genehmigt. Das sind fast 20 Prozent weniger als im gle­ichen Zeitraum des Vor­jahres. 2023 waren im gle­ichen Zeitraum noch 1.417 Genehmi­gun­gen erteilt wor­den – ein Jahr zuvor sog­ar 1.993.

Leichter Anstieg bei Einfamilienhäusern

Eine kleine Erhol­ung zeigte sich bei den Ein­fam­i­lien­häusern: 333 Bau­genehmi­gun­gen wur­den in den ersten fünf Monat­en 2024 erteilt, im Vor­jahr waren es 298. Den­noch bleibt das Niveau deut­lich unter dem von 2023 – damals waren es noch 671. Als ein wesentlich­er Grund für den anhal­tenden Rück­gang gel­ten die gestiege­nen Baukosten, die viele Baupro­jek­te unwirtschaftlich machen.

Industriebauten legen leicht zu

Im gewerblichen Bere­ich zeich­net sich hinge­gen ein pos­i­tiv­er Trend ab. Genehmigt wur­den sechs neue Fab­rik- oder Werk­stat­tbaut­en mit Baukosten von ins­ge­samt knapp 3,6 Mil­lio­nen Euro – ein Anstieg gegenüber dem Vor­jahreszeitraum, in dem nur ein Pro­jekt genehmigt wurde. Auch im Bere­ich Han­del und Lager­flächen stiegen die Baukosten von 10,6 auf rund 13 Mil­lio­nen Euro. Auf­fäl­lig ist zudem ein starkes Plus bei den Büro- und Ver­wal­tungs­ge­bäu­den: Zwei Pro­jek­te wur­den mit Gesamtkosten von rund 25,6 Mil­lio­nen Euro genehmigt, deut­lich mehr als die 431.000 Euro aus dem Vor­jahr.