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Nach Wismar-Entscheidung:
Neue Fragen zum Wonnemar-Projekt in Schwerin

Die Ablehnung eines Stundungsantrags des Wonnemar-Betreibers in Wismar lenkt den Blick erneut auf die seit Jahren ruhende Wonnemar-Baustelle in Schwerin. Viele Fragen zur Zukunft des Projekts bleiben offen.

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  • Veröffentlicht Juli 18, 2026
Wonnemar Schwerin
Seit vie­len Monat­en sind keine Bauak­tiv­itäten am Won­nemar Schw­erin mehr festzustellen. Foto: Marc Eis­ing

 

Die Entschei­dung der Wis­mar­er Bürg­er­schaft, einen Antrag des Won­nemar-Betreibers auf Stun­dung offen­er Forderun­gen abzulehnen, lenkt den Blick auch auf das seit Jahren stock­ende Won­nemar-Pro­jekt in Schw­erin. Einen nachgewiese­nen Zusam­men­hang zwis­chen bei­den Stan­dorten gibt es zwar nicht. Den­noch sorgt die Entwick­lung in Wis­mar dafür, dass auch in der Lan­deshaupt­stadt erneut über die Zukun­ft des Freizeitre­sorts disku­tiert wird.

In ein­er eigens ein­berufe­nen Son­der­sitzung lehnte die Wis­mar­er Bürg­er­schaft am Don­ner­stag den Antrag ein­er zur Inter­spa-Gruppe gehören­den Gesellschaft ab, offene Gewerbe- und Grund­s­teuer­forderun­gen sowie Neben­forderun­gen in Höhe von rund 264.000 Euro ges­tun­det in Rat­en begle­ichen zu dür­fen. Als Begrün­dung wur­den nach Angaben der Stadt eine anges­pan­nte Liq­uid­ität sowie andere vor­rangige Verpflich­tun­gen ange­führt. Ins­ge­samt belaufen sich die Forderun­gen der Hans­es­tadt Wis­mar gegenüber Won­nemar-Gesellschaften nach Angaben der Stadt auf rund 750.000 Euro. Welche Fol­gen die Entschei­dung für den Wis­mar­er Stan­dort haben wird, ist derzeit offen.

Schweriner Projekt wartet weiter auf Fertigstellung

Für Schw­erin ist die Entwick­lung deshalb von beson­derem Inter­esse, weil die Inter­spa-Gruppe auch hier Bauherr eines der größten pri­vat­en Freizeit- und Touris­mus­pro­jek­te der ver­gan­genen Jahre ist.

Auf dem Gelände des ehe­ma­li­gen Sport­parks Belas­so entste­ht seit mehreren Jahren ein neues Won­nemar-Resort. Geplant sind unter anderem ein Erleb­nis­bad, eine Sauna­land­schaft, Gas­tronomie, ein Hotel sowie weit­ere touris­tis­che Ange­bote. Mit dem Pro­jekt ver­ban­den Stadt und Touris­mus­branche die Hoff­nung, das Freizei­tange­bot in der Lan­deshaupt­stadt deut­lich auszubauen.

 


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Von diesen Plä­nen ist bis­lang jedoch nur die Baustelle sicht­bar. Seit län­ger­er Zeit sind dort keine nen­nenswerten Bau­fortschritte zu erken­nen. Einen Ter­min für die Fer­tig­stel­lung oder Eröff­nung hat das Unternehmen bis­lang nicht genan­nt.

Unternehmen möchte an Schwerin festhalten

Ob die aktuellen Entwick­lun­gen in Wis­mar Auswirkun­gen auf das Baupro­jekt in Schw­erin haben, ist derzeit nicht bekan­nt. Auf Anfrage des NDR erk­lärte ein Sprech­er der Inter­spa-Gruppe, das Unternehmen werde sich zu den Vorgän­gen in Wis­mar nicht äußern.

 

So soll das Wonnemar Schwerin aussehen
So soll das ehe­ma­lige Belas­so nach dem Umbau ausse­hen. Foto: Mundel Architek­ten

 

Gle­ichzeit­ig bekräftigte der Sprech­er, dass an den Plä­nen für den Stan­dort Schw­erin weit­er­hin fest­ge­hal­ten werde. Weit­ere Angaben zu einem Bauzeit­en­plan machte das Unternehmen nicht.

Viele Fragen bleiben offen

Für viele Schw­er­iner gehört die Großbaustelle inzwis­chen seit Jahren zum Stadt­bild. Umso größer ist das Inter­esse an ver­lässlichen Infor­ma­tio­nen über den Fort­gang des Pro­jek­ts.

Die Ereignisse in Wis­mar ändern am aktuellen Stand in Schw­erin zunächst nichts. Sie wer­fen jedoch erneut Fra­gen auf, die bis­lang unbeant­wortet sind: Wann wer­den die Bauar­beit­en wieder sicht­bar aufgenom­men? Wann kann das Freizeitre­sort eröffnet wer­den? Und wann erhal­ten Stadt und Öffentlichkeit einen belast­baren Zeit­plan?

Antworten darauf gibt es derzeit nicht. Fest ste­ht lediglich, dass die Inter­spa-Gruppe nach eige­nen Angaben an dem Vorhaben in Schw­erin fes­thält. Wann aus dieser Ankündi­gung wieder sicht­bare Bauak­tiv­itäten wer­den, bleibt offen.