Nach Wismar-Entscheidung:
Neue Fragen zum Wonnemar-Projekt in Schwerin
Die Ablehnung eines Stundungsantrags des Wonnemar-Betreibers in Wismar lenkt den Blick erneut auf die seit Jahren ruhende Wonnemar-Baustelle in Schwerin. Viele Fragen zur Zukunft des Projekts bleiben offen.

Die Entscheidung der Wismarer Bürgerschaft, einen Antrag des Wonnemar-Betreibers auf Stundung offener Forderungen abzulehnen, lenkt den Blick auch auf das seit Jahren stockende Wonnemar-Projekt in Schwerin. Einen nachgewiesenen Zusammenhang zwischen beiden Standorten gibt es zwar nicht. Dennoch sorgt die Entwicklung in Wismar dafür, dass auch in der Landeshauptstadt erneut über die Zukunft des Freizeitresorts diskutiert wird.
In einer eigens einberufenen Sondersitzung lehnte die Wismarer Bürgerschaft am Donnerstag den Antrag einer zur Interspa-Gruppe gehörenden Gesellschaft ab, offene Gewerbe- und Grundsteuerforderungen sowie Nebenforderungen in Höhe von rund 264.000 Euro gestundet in Raten begleichen zu dürfen. Als Begründung wurden nach Angaben der Stadt eine angespannte Liquidität sowie andere vorrangige Verpflichtungen angeführt. Insgesamt belaufen sich die Forderungen der Hansestadt Wismar gegenüber Wonnemar-Gesellschaften nach Angaben der Stadt auf rund 750.000 Euro. Welche Folgen die Entscheidung für den Wismarer Standort haben wird, ist derzeit offen.
Schweriner Projekt wartet weiter auf Fertigstellung
Für Schwerin ist die Entwicklung deshalb von besonderem Interesse, weil die Interspa-Gruppe auch hier Bauherr eines der größten privaten Freizeit- und Tourismusprojekte der vergangenen Jahre ist.
Auf dem Gelände des ehemaligen Sportparks Belasso entsteht seit mehreren Jahren ein neues Wonnemar-Resort. Geplant sind unter anderem ein Erlebnisbad, eine Saunalandschaft, Gastronomie, ein Hotel sowie weitere touristische Angebote. Mit dem Projekt verbanden Stadt und Tourismusbranche die Hoffnung, das Freizeitangebot in der Landeshauptstadt deutlich auszubauen.
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Von diesen Plänen ist bislang jedoch nur die Baustelle sichtbar. Seit längerer Zeit sind dort keine nennenswerten Baufortschritte zu erkennen. Einen Termin für die Fertigstellung oder Eröffnung hat das Unternehmen bislang nicht genannt.
Unternehmen möchte an Schwerin festhalten
Ob die aktuellen Entwicklungen in Wismar Auswirkungen auf das Bauprojekt in Schwerin haben, ist derzeit nicht bekannt. Auf Anfrage des NDR erklärte ein Sprecher der Interspa-Gruppe, das Unternehmen werde sich zu den Vorgängen in Wismar nicht äußern.

Gleichzeitig bekräftigte der Sprecher, dass an den Plänen für den Standort Schwerin weiterhin festgehalten werde. Weitere Angaben zu einem Bauzeitenplan machte das Unternehmen nicht.
Viele Fragen bleiben offen
Für viele Schweriner gehört die Großbaustelle inzwischen seit Jahren zum Stadtbild. Umso größer ist das Interesse an verlässlichen Informationen über den Fortgang des Projekts.
Die Ereignisse in Wismar ändern am aktuellen Stand in Schwerin zunächst nichts. Sie werfen jedoch erneut Fragen auf, die bislang unbeantwortet sind: Wann werden die Bauarbeiten wieder sichtbar aufgenommen? Wann kann das Freizeitresort eröffnet werden? Und wann erhalten Stadt und Öffentlichkeit einen belastbaren Zeitplan?
Antworten darauf gibt es derzeit nicht. Fest steht lediglich, dass die Interspa-Gruppe nach eigenen Angaben an dem Vorhaben in Schwerin festhält. Wann aus dieser Ankündigung wieder sichtbare Bauaktivitäten werden, bleibt offen.




