Worin unterscheiden sich die einzelnen Honigsorten in Zusammensetzung und Verwendung?
Bei der großen Auswahl an Honig fällt die Entscheidung oft nicht leicht. Deshalb lohnt es sich, alle wichtigen Merkmale in die Auswahl einzubeziehen.

Erfahrene Imker wissen, dass das sensorische Profil nicht nur von Farbe und Geschmack bestimmt wird, sondern auch von der botanischen Herkunft sowie den enthaltenen Enzymen.
Damit Sie statt einer einfachen Zuckerlösung echten Honig kaufen, sollten Sie auf wichtige Qualitätsmerkmale achten. Achten Sie besonders auf den Gehalt an Enzymen, die komplexe Zucker abbauen, sowie auf Hinweise zur Frische und schonenden Verarbeitung. Genau diese Informationen helfen Ihnen dabei, Bienenprodukte richtig einzuordnen.
Jeder hochwertige Honig kristallisiert auf natürliche Weise
Der Kristallisationsprozess verläuft bei jeder Honigsorte unterschiedlich. Vor allem Blütenhonige aus der Frühtracht mit einem geringeren Verhältnis von Fruktose zu Glukose bilden relativ schnell eine feste Kristallstruktur. Wenn Sie Honig bevorzugen, der lange flüssig bleibt, ist Akazienhonig eine gute Wahl. Bedenken Sie jedoch, dass hochwertiger Honig durch die Kristallisation seine enzymatische Aktivität nicht verliert. Falls Sie die feste Konsistenz als störend empfinden, können Sie cremig gerührten Honig mit fein aufgebrochenen Kristallen wählen.
Waldhonig ist eine wertvolle Quelle von Mineralstoffen
Waldhonig ist ein besonderer Honig, der aus Honigtau von Waldinsekten gewonnen wird und eine gesunde Alternative zu Blütenhonig darstellt. Dank seiner einzigartigen Zusammensetzung enthält er deutlich mehr Mineralstoffe, die der Körper benötigt. Da er außerdem kaum Pollen enthält, ist er auch für Menschen mit saisonalen Allergien eine geeignete Wahl.
Original Manuka Honig verdankt seine antibakterielle Wirkung dem MGO Gehalt
Für die besonderen Eigenschaften von Manuka Honig ist vor allem Methylglyoxal verantwortlich. Wenn Sie Manuka Honig mit nachgewiesener Qualität suchen, sollten Sie auf Produkte mit ausgewiesenem MGO Gehalt achten. Während herkömmlicher Honig durch Wärme und Magensäure einen Teil seiner Wirkung verliert, bleibt echter Manuka Honig auch nach dem Verzehr aktiv. Achten Sie beim Kauf außerdem auf das UMF Siegel, das die Echtheit des neuseeländischen Originals bestätigt.
Die richtige Temperatur entscheidet über die Qualität von Bienenprodukten
Die Temperatur spielt bei Honigprodukten eine entscheidende Rolle. Wenn Sie Honig in warme Getränke oder Speisen geben, sollte die Temperatur 40 Grad nicht überschreiten. Bei höheren Temperaturen verliert Honig nicht nur einen Teil seiner wertvollen Inhaltsstoffe, sondern auch viele seiner natürlichen Eigenschaften. Verwenden Sie Honig zum Backen, dient er in erster Linie als Süßungsmittel und seine gesundheitlichen Vorteile gehen dabei weitgehend verloren.
