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Hilfsangebote und Prävention:
Zahl der Suizide in Schwerin deutlich gestiegen

Die Zahl der Suizide in Schwerin ist deutlich gestiegen. Eine Fachveranstaltung am 20. Mai informiert über Ursachen, Prävention und Hilfsangebote.

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  • Veröffentlicht Mai 18, 2026
Carl-Friedrich-Flem­ming-Klinik (Foto: HELIOS)

 

Die Ini­tia­tiv­gruppe für Suizid­präven­tion in Schw­erin lädt am 20. Mai zu ein­er Fachver­anstal­tung in die Carl-Friedrich-Flem­ming-Klinik ein. Die Tagung richtet sich nicht nur an Fachkräfte aus dem Gesund­heits- und Sozial­we­sen, son­dern aus­drück­lich auch an inter­essierte Bürg­erin­nen und Bürg­er. Die Ver­anstal­tung find­et von 16 bis 18 Uhr im Fest­saal der Klinik statt.

Im Mit­telpunkt der Ver­anstal­tung ste­hen aktuelle Entwick­lun­gen bei den Suizidzahlen in Schw­erin. Nach Angaben der Ini­tia­tiv­gruppe ist die Zahl der Men­schen, die durch Suizid ver­stor­ben sind, im ver­gan­genen Jahr deut­lich gestiegen. Während im Jahr 2024 ins­ge­samt zwölf Suizide reg­istri­ert wur­den, stieg die Zahl im Jahr 2025 auf 28 Fälle an. Damit fol­gt Schw­erin einem bun­desweit­en Trend steigen­der Suizidzahlen.

Auf der Tagung sollen neben sta­tis­tis­chen Entwick­lun­gen auch beste­hende Hil­f­sange­bote und Präven­tion­s­maß­nah­men vorgestellt wer­den. Darüber hin­aus erhal­ten die Teil­nehmer Ein­blicke in das neu gegrün­dete nord­deutsche Ham­burg­er Net­zw­erk zur Suizid­präven­tion, kurz HANS.

Zu den Ref­er­entin­nen und Ref­er­enten gehören unter anderem Isgard Ohls, lei­t­ende Ärztin der Klinik für Psy­chi­a­trie und Psy­chother­a­pie sowie Lehrstuh­lin­hab­erin am Cam­pus Schw­erin der MSH, außer­dem Dr. Klaas Win­ter vom Sozialpsy­chi­a­trischen Dienst Schw­erin sowie Paula Koud­mani vom Ham­burg­er Pro­jekt IN VIA/U25, das im Bere­ich Suizid­präven­tion tätig ist.

Im Anschluss an die Vorträge ist ein gemein­samer Aus­tausch vorge­se­hen. Dabei sollen sowohl die aktuelle Sit­u­a­tion als auch beste­hende Unter­stützungsange­bote und weit­ere Hand­lungsmöglichkeit­en im nord­deutschen Raum disku­tiert wer­den.

Die Ini­tia­tiv­gruppe für Suizid­präven­tion Schw­erin set­zt sich aus ver­schiede­nen Ein­rich­tun­gen und Organ­i­sa­tio­nen der Lan­deshaupt­stadt zusam­men. Beteiligt sind unter anderem die evan­ge­lis­che und katholis­che Kirche, die Vielfal­ter GmbH, die Helios-Kliniken sowie der städtis­che Fach­di­enst Gesund­heit. Ziel der Zusam­me­nar­beit ist es, Präven­tion­sange­bote auszubauen, Betrof­fene frühzeit­ig zu erre­ichen und das öffentliche Bewusst­sein für das The­ma Suizid­präven­tion zu stärken.