Zahlen von »Klein Schwerin« werden nicht korrigiert – Landeshauptstadt schließt falsche Klicks aus

Foto: Rainer Sturm
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(hk). Eine Korrektur der Einwohnerzahlen des Ortes Schwerin in Brandenburg wird es nicht geben. Das entschied am Donnerstag das Verwaltungsgericht Cottbus. Die Gemeinde aus dem Landkreis Dahme-Spreewald hatte vor dem Verwaltungsgericht auf nachträgliche Korrektur seiner Einwohnerzahlen geklagt. Diese Zahlen seien in den Jahren 2007, 2008 und 2009 nach Angaben der Gemeindeverwaltung in der Statistik etwa ein Fünftel geringer gewesen als die tatsächlichen Zahlen.

Die Gemeinde in Brandenburg erklärt sich diese Differenz dadurch, dass es Fehler beim Einwohnermeldeamt gegeben haben muss. So habe dieses Amt schlicht die Gemeinde mit ihrer großes Schwester der Landeshauptstadt Schwerin in Mecklenburg-Vorpommern verwechselt.

Die Sprecherin der Stadtverwaltung der Landeshauptstadt Schwerin, Mareike Wolf, wies diese Vermutung der »kleinen« Schwester allerdings heute zurück. Der Wegzug könne nur bearbeitet werden, wenn der Bürger tatsächlich auch im entsprechenden Ort gemeldet ist, so Wolf. Wenn das nicht der Fall ist, wird der Datensatz nicht bearbeitet.

Für die Gemeinde Schwerin bedeutet die Niederlage vor dem Gericht, dass sie auf die mindestens 910.000 Euro, die sie nachträglich erhalten wollten, verzichten müssen. Etwa 130.000 Euro jährlich soll der Gemeinde nämlich durch die Zahlenpanne entgangen sein. Bei einem Gesamthaushalt von jährlich 860.000 Euro ist das eine Stange Geld.

Das Verwaltungsgericht Cottbus hatte die Klage abgewiesen und begründete die Entscheidung damit, dass einer Richtigstellung der Daten die Rechtsgrundlage fehle.

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