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Gullydeckel werden jetzt grün:
Kreide-Graffitis gegen Kippen – Pilotprojekt startet in Schweriner Weststadt

Ein Gullydeckel als Mahnung: Mit auffälligen Kreide-Graffitis wirbt die Umweltgruppe Weststadt für einen bewussteren Umgang mit Zigarettenkippen und mehr Umweltschutz in Schwerin.

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  • Veröffentlicht August 4, 2026
Zigarettenkippen Schwerin
Ron­ny Alex von der Umwelt­gruppe West­stadt gestal­tet mit umwelt­fre­undlich­er Krei­de­farbe einen Gul­ly­deck­el. Die Aktion soll auf die Umwelt­ge­fahren acht­los wegge­wor­fen­er Zigaret­tenkip­pen aufmerk­sam machen. Foto: Umwelt­gruppe West­stadt

 

 

Mit bun­ten Krei­deze­ich­nun­gen rund um Gul­ly­deck­el hat die Umwelt­gruppe West­stadt am Mon­tag­mor­gen auf ein oft unter­schätztes Umwelt­prob­lem aufmerk­sam gemacht. An der Kreuzung Lessingstraße/Ecke Carl-Molt­mann-Straße ent­standen auf­fäl­lige Motive, die Pas­san­ten daran erin­nern sollen, Zigaret­tenkip­pen nicht acht­los auf die Straße zu wer­fen.

Die Aktion markiert den Auf­takt eines Pilot­pro­jek­ts, das nach Angaben der Organ­isatoren auf kreative Weise für mehr Sauberkeit und Umweltschutz wer­ben soll. Unter­stützt wurde die Umwelt­gruppe dabei von der Schw­er­iner Abwasser­entsorgung (SAE). Bere­its am Vor­mit­tag blieben immer wieder Pas­san­ten ste­hen, betra­chteten die Zeich­nun­gen oder kamen mit den Beteiligten ins Gespräch. Die Botschaft der Aktion ist dabei klar: Was auf den ersten Blick wie harm­lose Straßenkun­st wirkt, soll auf die Fol­gen acht­los entsorgter Zigaret­tenkip­pen aufmerk­sam machen.

„Ziel unser­er Aktion ist es, für die Umweltschä­den zu sen­si­bil­isieren, die durch acht­los wegge­wor­fene Kip­pen entste­hen“, sagte Ron­ny Alex, Sprech­er der Umwelt­gruppe West­stadt.

Kippen belasten Böden und Gewässer

Nach Angaben der Umwelt­gruppe gehören Zigaret­tenkip­pen zu den am häu­fig­sten wegge­wor­fe­nen Abfällen im öffentlichen Raum. Sie enthal­ten zahlre­iche Schad­stoffe, die Böden sowie Grund- und Ober­flächengewäss­er belas­ten kön­nen. Gelan­gen die Fil­ter über Gullys in den Wasserkreis­lauf, kön­nen sich diese Stoffe weit­er ver­bre­it­en.

 

Foto: Umwelt­gruppe West­stadt

 

Mit den Krei­de-Graf­fi­tis rund um die Gul­ly­deck­el soll genau auf diesen Zusam­men­hang aufmerk­sam gemacht wer­den. Die Organ­isatoren hof­fen, dass die auf­fäl­li­gen Motive Men­schen dazu bewe­gen, Zigaret­ten­reste kün­ftig in Aschen­bech­ern oder Abfall­be­häl­tern zu entsor­gen.

Kreidefarbe verschwindet wieder

Für die Aktion kam nach Angaben der Umwelt­gruppe auss­chließlich umwelt­fre­undliche und leicht wasser­lös­liche Krei­de­farbe zum Ein­satz. Die Motive sind damit bewusst nur tem­porär angelegt und ver­schwinden nach einiger Zeit wieder.

Die Ini­tia­toren ver­ste­hen das Pro­jekt als Ver­such, Straßenkun­st mit Umwelt­bil­dung zu verbinden. Die Gestal­tung des öffentlichen Raums solle zeigen, dass bere­its kleine Denkanstöße das Ver­hal­ten im All­t­ag verän­dern kön­nen.

Ob das Pilot­pro­jekt kün­ftig auf weit­ere Stan­dorte in Schw­erin aus­geweit­et wird, ist derzeit noch offen. Zunächst soll beobachtet wer­den, wie die Aktion von den Bürg­erin­nen und Bürg­ern angenom­men wird.