Zirkus Charles Knie gastiert erstmals in Schwerin

Er gilt als einer der Großen in seinem Geschäft: Seit heute gastiert der Zirkus Charles Knie in Schwerin.

Foto: Zirkus Charles Knie

 

Der in Monte Carlo im Jahre 2017 preisgekrönte Zirkus Charles Knie gastiert von heute an bis zum 10. April erstmals in Schwerin. „Große Unterhaltung für alle Genrationen und alle Altersklassen, dabei jung und modern mit vielen Gags und Überraschungen“, so beschreibt der Pressesprecher des Zirkus Charles Knie, Patrick Adolph(50), den Erfolgscocktail, den eine  Zirkusshow braucht, um beim Publikum zu punkten.

„Auf Qualität kommt es an“, ist Adolph überzeugt, sowohl beim Engagement hochkarätiger Artisten als auch bei den Tierdressuren. Das Ensemble ist entsprechend international besetzt. Sie kommen aus England, Russland, Polen, Bulgarien, Ukraine, Italien, Australien, Portugal, Chile, Venezuela und Deutschland. Um eine so große Show zu stemmen, braucht es Profis: Artisten, Tierlehrer, Clowns, Akrobaten, Sängerin, Live-Orchester bis hin zum Ballett.

 

Internationale Stars der Manege 

 

Der junge Zirkusdirektor Sascha Melnjak (43) ist stolz auf seine internationale Truppe. „Wir vereinen in dieser Show die unterschiedlichsten Talente zu einem großen Ganzen aus Zirkus, Theater, Musik und Show.

Ganz besonders stolz sind die Veranstalter darauf, dass ihnen die Verpflichtung des englischen Tierlehrers Alexander Lacey gelungen ist. „Wir freuen uns ganz besonders auf die beste gemischte Raubtiernummer der Welt“, so Sascha Melnjak, und fügt hinzu, „Wenn eine Darbietung im Zirkus so gut ist, dass Sie über jedes Maß des Erwartbarenhinaus geht, dann spricht man mit Recht von einer Weltklassedarbietung. Es gibt Alexander Lacey, und dann kommt erst einmal lange nichts, was einem Vergleich standhalten könnte.“

Alle nur denkbaren Preise hat er in seiner einmaligen Karriere abgeräumt, darunter auch die höchste Auszeichnung beim „Internationalen Circusfestival von Monte Carlo“.

Nach einem sechsjährigen Engagement, als Star des Ringling Bros. and Barnum & Bailey Circus, dem größten Circus der Welt in den Vereinigten Staaten, ist Alexander Lacey mit seiner unvergleichlichen gemischten Raubtiergruppe zurück in Europa. Ganz unumstritten ist der Auftritt von Wildtieren allerdings nicht. So hatte die Landeshauptstadt ursprünglich auf Beschluss der Stadtvertretung den Auftritt von Wildtieren in Schwerin verboten. Nachdem Zirkus Probst gegen diese Entscheidung geklagt hatte, gab das Gericht den Zirkusbetreibern recht. So sind Auftritte mit Wildtieren seitdem wieder in Schwerin möglich.

So werden neben den Raubtieren in Schwerin auch Pferde, Miniponys, Zebras, Kamele, Dromedare, viele unterschiedliche exotische Rinder, Lamas und sogar Kängurus und Vogelstrauße auftreten. 

Die weiteste Anreise in diesem Jahr hatten sicherlich die Mitglieder der Truppe Messoudi aus Australien – dass sich dieser Trip gelohnt hat, beweisen die vier sympathischen Brüder mit der besten Handstandnummer der Welt.

 „Das schönste Flugtrapez Italiens“, so beschreibt Pressesprecher Patrick Adolph die Nummer der sechsköpfigen Truppe „Flying Wulber“. „Hier stimmt nicht nur die artistische Leistung aus unterschiedlichsten Flugfiguren und natürlich dem legendären dreifachen Salto-Mortale. Die Truppe ist auch Meister der eigenen traumhaften Inszenierung“, so Zirkusdirektor Sascha Melnjak, der seine Leidenschaft für den Zirkus vor allem dem unverwechselbaren Stil des typisch italienischen Zirkus verdankt.

Wirklich gute Clowns sind selten, und auf der Suche nach dem wirklich Außergewöhnlichen muss man manchmal auch weite Reisen unternehmen. Fündig geworden sind die umtriebigen Zirkusmacher in Venezuela. In Südamerika ist er ein Star, nicht umsonst wurde ihm von einem begeistertem Publikum der Titel „Prince of Clowns“ verliehen. Erstmalig tritt Henry nun in einer deutschen Manege auf. Der Venezolaner ist alles, nur nicht altbacken. Er revolutioniert die Clownerie.

Mit 200 Tieren, 100 Mitarbeitern, 207 Fahrzeugen und 22 Zugmaschinen ist der Zirkus von März bis November bundesweit auf Tournee. Seit heute nun auch Schwerin. 

 

VORANKÜNDIGUNG

Wildtiere im Zirkus? 

Die Diskussion, ob Wildtiere zu einem Zirkus dazugehören oder ob es eine Tierquälerei für die Tiere ist, wird seit vielen Jahren geführt. Neben emotionalen Argumenten gibt es auf beiden Seiten auch Sachargumente dafür und dagegen. Die digitale Tageszeitung Schwerin-Lokal.de möchte daher alle Seiten und Argumente zu Wort kommen lassen. Unseren Artikel werden wir am kommenden Samstag veröffentlichen.

 

– Anzeige –

– Der Heimat-Krimi aus Schwerin – 
Reinhard Werner
Schwarze Ostern
Als sich Jan Stöhr nach Schwerin versetzen lässt, ahnt er nicht, dass er bald in einen turbulenten Fall hineingeraten würde. Obskure Vereine, fanatische Satanisten und Glücksritter fordern den Kommissar heraus. Ein Wettlauf gegen die Zeit beginnt.
€9,90 EPub

 

 

Redaktion

der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Tel: (0385) 480 739 77 | E-Mail: redaktion@schwerinlokal.de

Diskutieren Sie gerne mit