Seltene Geburt:
Zoo Schwerin freut sich über Tapir-Nachwuchs
Erstmals seit elf Jahren gibt es im Zoo Schwerin wieder Nachwuchs bei den Flachlandtapiren. Das Jungtier „Maja“ gilt auch europaweit als Besonderheit.

Im Zoo Schwerin gibt es erstmals seit elf Jahren wieder Nachwuchs bei den Flachlandtapiren. In der Nacht zum Ostermontag brachte Tapir-Weibchen „Chimera“ ein gesundes Jungtier zur Welt.
Die Geburt gilt auch europaweit als Besonderheit, da Nachzuchten dieser Tierart nur selten vorkommen. Hintergrund sind strenge Vorgaben im Europäischen Erhaltungszuchtprogramm, das gezielt Paarungen zur Sicherung der genetischen Vielfalt steuert.
Die beiden Elterntiere wurden erst 2023 im Zoo Schwerin zusammengeführt. Das Männchen „Rio“ stammt aus einem südamerikanischen Zoo in Französisch-Guayana, während „Chimera“ aus Frankreich nach Schwerin kam. Für den rund vier Jahre alten „Rio“ ist es das erste Jungtier, für die 14-jährige „Chimera“ das zweite.
Nach Angaben des Zoos entwickelt sich das Jungtier gut. Es wiegt etwa sieben Kilogramm und wird von der Mutter versorgt. Inzwischen steht auch fest, dass es sich um ein Weibchen handelt. Das Tier trägt den Namen „Maja“.
Flachlandtapire gelten als gefährdet. In ihren natürlichen Lebensräumen in Südamerika sind sie unter anderem durch Lebensraumverlust und Verkehrsunfälle bedroht. Zoos leisten daher mit koordinierten Zuchtprogrammen einen Beitrag zum Erhalt der Art.
Das Jungtier ist derzeit nur eingeschränkt für Besucherinnen und Besucher zu sehen, da junge Tapire empfindlich auf niedrige Temperaturen reagieren. Bei wärmeren Wetterbedingungen kann es jedoch zeitweise auf der Außenanlage beobachtet werden.




