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Schwerin feiert:
Zootier des Jahres

Ein Artenschutz-Zoo muss Aufgaben erfüllen, die weit über das Halten von Tieren hinausgehen. Neben der Erforschung ist es wichtig, bei den Besuchern eine Begeisterung für alle Lebewesen zu entwickeln.

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  • Veröffentlicht August 27, 2024
Der Gecko ist das Zooti­er des Jahres | Foto: Sven Peter

 

Zip­pen­dorf • Dafür lässt sich der Schw­er­iner Zoo viele Ideen ein­fall­en. Eine davon ist das jährliche Aben­de­vent „Zookul­tur“. Immer am ersten Sam­stag im August lädt der Zoo zum abendlichen Spazier­gang, einem Open-Air-Kino und der Eröff­nung ein­er Ausstel­lung ein. „Mit dieser Rei­he wollen wir The­men aus der kul­turellen Land­schaft, sei es Kun­st, Fotografie oder Film, in den Zoo holen. Das verbindende Ele­ment ist hier­bei der Bezug zu den Tieren, dem Arten­schutz oder der Natur im All­ge­meinen“, erläutert Zood­i­rek­tor Dr. Tim Schiko­ra.

Der Gecko im Fokus der Öffentlichkeit

Bere­its zum fün­ften Mal fand im August die „Zookul­tur“ im Zoo Schw­erin statt. Während der Film als Höhep­unkt des Abends nur etwa 90 Minuten zu erleben war, bleibt die Ausstel­lung ein Jahr lang erhal­ten und kann somit auch jet­zt noch ent­deckt wer­den. In diesem Jahr wid­met sich die Fotoausstel­lung dem „Zooti­er des Jahres 2024 – Gecko“, ein Gemein­schaft­spro­jekt ver­schieden­er zool­o­gis­ch­er Ver­bände und Gesellschaften. „Mit dieser Ausstel­lung, die an elf Stan­dorten im Zoo verteilt ist, möcht­en wir auf die vielfältige und span­nen­den Tier­gruppe der Geck­os aufmerk­sam machen“, betont der Zood­i­rek­tor und ver­weist auf die Infor­ma­tion­stafeln.
Für den Titel „Zooti­er des Jahres“ wer­den Tier­arten oder Tier­grup­pen aus­gewählt, deren Bedro­hung nicht im Fokus der Öffentlichkeit ste­ht. In der jün­geren Ver­gan­gen­heit wur­den schon zahlre­iche Tier­arten unbeachtet aus­gerot­tet, weil sie nicht genug Anklang in den Medi­en fan­den. Das soll sich mit dem Titel „Zooti­er des Jahres 2024“ nun für einige Geck­os ändern. Ziel der Kam­pagne ist es deshalb, mehr Aufmerk­samkeit auf ver­schiedene bedro­hte Gecko-Arten zu lenken und die Erhal­tungszuchtbe­mühun­gen der Zool­o­gis­chen Gärten sowie die Schutzpro­jek­te in den Ursprungslän­dern zu unter­stützen. Den Him­mel­blauen Zwerggecko (Foto o.) kön­nen Besuch­er im Rote Liste Zen­trum des Schw­er­iner Zoos betra­cht­en.
Um mit konkreten Arten­schutz­maß­nah­men möglichst viel für die im Fokus ste­hen­den Tier­arten bewirken zu kön­nen, bün­deln vier Part­ner ihre Kräfte. Mit der fed­er­führen­den Zool­o­gis­chen Gesellschaft für Arten- und Pop­u­la­tion­ss­chutz e.V. arbeit­en die Ein­rich­tun­gen und Mit­glieder der Deutschen Tier­park Gesellschaft e.V., des Ver­ban­des der Zool­o­gis­chen Gärten e.V. und der Gemein­schaft der Zooförder­er e.V. eng zusam­men.

Schw­erin überwacht Riesenot­tern

Der Schw­er­iner Zoo bemüht sich, nach­haltig zu wirtschaften und engagiert sich aktiv in konkreten Arten­schutzpro­jek­ten. Von hier aus wird über das Europäis­che Erhal­tungszucht-Pro­gramm der Zoobe­stand von Riesenot­tern in Europa organ­isiert. Das schließt die Kom­mu­nika­tion mit den 21 Part­ner­zoos über den gesamten Kon­ti­nent ein.

max­press / Stephan Rudolph-Kramer