Von 150 auf 75 Kilo:
Zwei Frauen aus Schwerin sprechen offen über starkes Übergewicht
Zwei Frauen aus Schwerin sprechen offen über ihr Leben mit Adipositas, Wendepunkte und den Weg zurück zu mehr Gesundheit. Ihre Geschichte erzählen sie im Podcast „Man müsste mal …“.

Mit 150 Kilogramm fing es an. Oder besser gesagt: Für Beatrice Rothe hörte es damit auf. „So ging es nicht weiter“, sagt die 56-Jährige heute. Der Moment der Erkenntnis kam bei einem Termin beim Gynäkologen – ein Erlebnis, das schließlich den entscheidenden Impuls gab, ihr Leben zu verändern.
Beatrice Rothe ist 1,64 Meter groß. Heute wiegt sie 75 Kilogramm. Doch der Weg dorthin war lang. Wichtig ist ihr eine klare Botschaft: „Adipositas gilt medizinisch als chronische Erkrankung und ist nach aktuellem Wissensstand nicht heilbar.“
Der Schritt zur Veränderung
Auch Anne Voege weiß, wie schwierig der Umgang mit starkem Übergewicht sein kann. Die 44-Jährige ist 1,56 Meter groß und brachte vor einem halben Jahr noch 141,5 Kilogramm auf die Waage. „Völlig klar, ich habe einfach immer zu viel gegessen und wurde immer dicker“, sagt sie offen. Begleiterkrankungen habe sie bislang glücklicherweise nicht entwickelt. „Zu meinem Hausarzt habe ich gesagt, ich will einfach nur gesund bleiben.“
Die gesundheitlichen Risiken sind erheblich. Laut der Deutschen Adipositas Gesellschaft haben Erwachsene mit Adipositas eine niedrigere Lebenserwartung und ein deutlich erhöhtes Risiko für chronische Erkrankungen. Dazu gehören unter anderem Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Fettleber, Schlafapnoe sowie verschiedene Krebsarten. Adipositas sei deshalb „nicht nur ein kosmetisches Problem, sondern ein medizinisches“.
Der Weg von Beatrice Rothe und Anne Voege führte schließlich in das Adipositaszentrum Schwerin – und in die Selbsthilfegruppe „Gemeinsam von dick zu dünn“. Dort unterstützen sich Menschen gegenseitig, die ähnliche Erfahrungen gemacht haben.
„Beatrice hat einen ganzen Menschen abgenommen“, sagt Anne Voege mit Blick auf die beeindruckende Veränderung ihrer Mitstreiterin.
Offene Einblicke im Podcast
Über ihren persönlichen Lebensweg mit Adipositas sprechen beide Frauen nun offen im Podcast „Man müsste mal …“ mit Andreas Lußky und Claus Oellerking, Folge 152. Darin berichten sie von möglichen Ursachen, von Rückschlägen und davon, welche Strategien ihnen helfen, im Alltag mit der Erkrankung umzugehen.
Die neue Podcastfolge gibt dabei ungeschönte Einblicke in ein Thema, das viele Menschen betrifft – über das aber noch immer viel zu selten offen gesprochen wird.
Selbsthilfegruppe „Gemeinsam von dick zu dünn“
am 1. Dienstag im Monat um 18:30 Uhr in der KISS, Spieltordamm 9
Kontakt: Beatrice Rothe 0172–38 7 40 41 oder bea@m84.de
Zum Podcast
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