Polizei ermittelt nach Angriff und Beleidigungen:
Zwischenfälle bei Versammlung nahe der Schweriner Schlossbrücke
Bei einer angemeldeten Versammlung nahe der Schlossbrücke in Schwerin kam es am Freitag zu mehreren Zwischenfällen. Ein Teilnehmer wurde angegriffen, zudem beleidigte ein Passant Demonstranten und widersetzte sich der Polizei.

Bei einer angemeldeten Versammlung nahe der Schlossbrücke in Schwerin ist es am Freitag zu mehreren Zwischenfällen gekommen. Die Polizei nahm insgesamt mehrere Anzeigen auf, unter anderem wegen Beleidigung, Körperverletzung und Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte.
Nach Angaben der Polizei fand die Versammlung heute in unmittelbarer Nähe der Schlossbrücke statt. Insgesamt nahmen sechs Personen an der unter dem Titel „Stoppt die Masseneinwanderung und die Islamisierung Deutschlands“ angemeldeten Kundgebung teil.
Während der Versammlung kam es zu einem Angriff auf einen Teilnehmer. Ein vorbeifahrender Fahrradfahrer schlug nach bisherigen Erkenntnissen unvermittelt auf ein Plakat ein, das der Mann auf dem Rücken trug. Der Geschädigte erlitt dabei leichte Schmerzen. Der Radfahrer entfernte sich anschließend unerkannt in Richtung Innenstadt.
Im Zuge der Anzeigenaufnahme kam es zudem zu weiteren Störungen durch einen Passanten. Dieser soll die Versammlungsteilnehmer lautstark beleidigt haben. Als Polizeibeamte seine Personalien feststellen wollten, weigerte sich der Mann zunächst, ein Ausweisdokument auszuhändigen.
Bei der anschließenden Identitätsfeststellung setzte er sich nach Polizeiangaben gegen die Durchsuchung zur Wehr. Die Beamten setzten die Maßnahme daraufhin zwangsweise durch und fanden schließlich den Ausweis des Mannes.
Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen erhielt der Störer einen Platzverweis und wurde vor Ort entlassen. Gegen ihn wurden Anzeigen wegen Beleidigung sowie wegen Widerstands gegen Vollstreckungsbeamte aufgenommen.
Darüber hinaus registrierte die Polizei im Zusammenhang mit der Versammlung drei weitere Anzeigen wegen Beleidigung sowie eine Anzeige wegen Körperverletzung. Entsprechende Ermittlungsverfahren wurden eingeleitet.
Nach Polizeiangaben besitzen alle festgestellten Beteiligten die deutsche Staatsangehörigkeit.




