Alles neu macht der Mai: Stimmung pur in den eigenen vier Wänden

Die Temperaturen gehen endlich wieder nach oben, die Fenster bleiben stundenlang geöffnet, Sonnenstrahlen füllen jeden Raum – und man bekommt plötzlich Lust, Möbel umzurücken, neue Teppiche oder Tapeten zu besorgen und Gäste mit einem vollkommen neuen Look zu überraschen.

 

(anz.) Davor allerdings muss erstmal ausgemistet werden. Was braucht man nicht mehr? Ist die Couch noch zu gebrauchen? Wie sieht es mit dem Couchtisch aus? Haben die Polster unter dem letzten Winter vielleicht zu sehr gelitten? War die letzte Party eventuell doch zu viel für die alten Vorhänge? Ausmisten heißt aber auch, den vorhandenen Platz besser zu nutzen. Boxen können Magazinstapel verschwinden lassen, Kisten unter dem Bett sorgen dafür, dass die Winterjacken und Mäntel nicht mehr an der Wand hängen und das Zimmer verdunkeln, sondern stattdessen eben Stauraum nutzen, der sonst ungenutzt bleiben würde. Klare Ansage also: Was bleibt, was wird neu, und was wird repariert, verschönert oder kommt in Boxen und Schachteln.

Danach geht es an die Inspiration, den wer will schon einfach loslegen ohne einen Plan zu haben. Hier können schon viel Geld und noch mehr Zeit gespart werden, denn je nachdem, welchem Stil oder Look man verfallen ist, lohnt sich die intensive Recherche im Netz. Dank Plattformen wie Pinterest oder Instagram ist der Kopf schnell voller Ideen und Flausen, unterschiedlichste Stile und Epochen in die eigenen vier Wände zu bringen – von klassischem Barock mit Holz und Stoffen in dunklen Farbtönen, bis hin zur Post-Moderne mit ihren Akzenten in Beton, Stahl und Glas. In den letzten Jahren greifen auch immer mehr Menschen zu Effektlasuren und Spezialfarben, wenn es darum geht, mit Wanddekorationen das Wohnzimmer modern zu gestalten.

Hier haben gerade in deutschen Zimmern der Steampunk bzw. Industrial-Look Einzug gehalten. Arbeitszimmer, Kinderzimmer und sogar Küchenwände werden da gezielt mit Farbtönen geschmückt, die an rostige Metallwände oder neue Stahlplatten erinnern. Vervollständigt werden diese Effekte noch dazu mit Nieten, Scharnieren und Schraubenköpfen, die natürlich nicht aus der Werkzeugkiste stammen, sondern vielmehr aus Schaumstoff oder Zement gefertigt, aufgeklebt und übermalt werden. So wird aus der Küchenecke eben die Kombüse, aus dem Arbeitszimmer wird ein edles Labor und aus dem Kinderzimmer das, auf was auch immer der Nachwuchs eben gerade Lust hat.

Dieser do-it-yourself-Wahn kommt nicht von irgendwo. Schon seit über einem Jahrzehnt wird im Fernsehen vorzelebriert, wie man sich beim Einrichten Geld sparen kann, wenn einem die eigene Zeit das wert ist. Wände dabei mit solchen Farben und Dekorationselementen zu verschönern, kann nicht nur mit einem Male die Stimmung eines ganzen Raumes ändern, sondern sollte vielmehr als gemeinsames Projekt gesehen werden, mit deren Erfüllung man gemeinsam etwas schafft. Und wie wir wissen, sind dies die Erinnerungen, die uns unsere Liebsten wiederholt ans Herz wachsen lassen!

Redaktion

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