Ausfall des Rechenzentrums legt auch Finanzämter in MV lahm

Eine technische Störung bei Lastentest hat am Montag dazu geführt, dass auch die Finanzämter in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr auf elektronische Steuerfachverfahren zugreifen konnten.

Das Finanzamt in Schwerin
Foto: Finanzamt Schwerin

Von einer schwerwiegenden Störung im Steuerrechenzentrum von Dataport sind gestern alle 141 Finanzämter der Länder Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein, Sachsen-Anhalt, Niedersachsen und Mecklenburg-Vorpommern betroffen gewesen.

Die Finanzämter konnten  nur sehr eingeschränkt arbeiten, da die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter keinen Zugriff mehr auf elektronische Steuerfachverfahren haben. Zwar konnte der Fehler im Rechenzentrum noch in der Nacht auf den Dienstag behoben werden, allerdings wurden danach alle Systeme auf Fehler geprüft und aufeinander abgestimmt gestartet.

Technische Störung beim Lastentest

Der sogenannte Lastentest wird routinemässig einmal im Monat durchgeführt. Mit Lasttests sollen Fehler lokalisiert und bereinigt werden. Dabei sei es am Montag zu einer technischen Störung gekommen.  Die Störung führte zum Ausfall der Kühlsysteme. In Folge schalteten sich alle Systeme im Rechenzentrum ab. Das System blieb erst einmal aus Sicherheitsgründen abgeschaltet. Hochgefahren werden die Systeme erst wieder, wenn der stabile Betrieb sichergestellt ist. 

Bei Rechenzentren in der Größenordnung des Steuerrechenzentrums kann dieser Vorgang mehrere Tage andauern. Dataport als Betreiber des Rechenzentrums hat angekündigt, dass die Systeme ab heute wieder zur Verfügung stehen werden. 

 

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

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