Das sind die neuen Startup-Hoffnungen in Mecklenburg-Vorpommern

Bild von Gerd Altmann auf Pixabay

 

Mecklenburg-Vorpommern war in den vergangenen Jahren nicht unbedingt als deutsches Mekka für Startups bekannt. Der Deutsche Startup Monitor geht lediglich von einem Startup-Anteil von rund 1 % aus, wenn man sich ganz Deutschland anschaut. Dennoch stimmen die grundlegenden Voraussetzungen, um auch in Mecklenburg-Vorpommern erfolgreich als Gründer zu agieren. Hier kommen fünf neue Startups, die das Potenzial haben, weit über die Grenzen des Bundeslands hinaus Kunden zu gewinnen und das Geschäftsmodell auszubauen.

 

Nebula Biocides

 

Bei Nebula Biocides handelt es sich um ein Biotech-Unternehmen, das vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung unterstützt wird. Bereits 2021 wurde das Unternehmen mit dem renommierten Leibniz-Preis ausgestattet, die Gründung liegt jedoch bereits im Jahr 2019 – dennoch bleibt Nebula Biocides eines der bekanntesten Unternehmen aus Mecklenburg-Vorpommern, das auch durch regelmäßige Erfolgsmeldungen kontinuierlich in der Öffentlichkeit steht. Dabei entstand Nebula Biocides als Spin-off aus dem Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e.V. (INP) und wurde in Greifswald gegründet.

 

Der Fokus des Unternehmens liegt auf innovativen Lösungen, dabei möchte man einen effektiven Schutz der Gesundheit sicherstellen. Dafür setzt man auf anwendungsorientierte Desinfektionsverfahren, die eine hohe Wirksamkeit bieten und zugleich mit einer einfachen Anwendung überzeugen.

 

Das junge Startup konnte beriets drei strategische Investoren gewinnen. Investiert sind der High-Tech Gründerfonds (HTGF), die Mittelständische Beteiligungsgesellschaft Mecklenburg-Vorpommern mbH (MBMV) und ein weiterer strategischer Investor aus dem Bereich Reinigungs- und Desinfektionsgeräte. Auch interessant ist, dass mittlerweile auch Privatanleger in Start-ups investieren können.

 

Tlaxcalli

 

Ein weiteres junges Startup aus Mecklenburg-Vorpommern ist die Tlaxcalli GmbH, die in Rothenklempenow ihren Unternehmenssitz hat. Dabei handelt es sich nach eigenen Angaben um die erste europäische Bio-Tortilleria, die mexikanische Mais-Tortillas und Chip herstellt. Bei der Produktion wird auf regionalen Bio-Mais gesetzt. Anschließend verwendet man bei der Zubereitung auf die sogenannte Nixtamalistaion – eine besondere Produktionsart, bei welcher der Mais zunächst mit Calcium gekocht wird, bevor der Teig im Vulkanstein gemahlen wird. Somit produziert das Startup aus Mecklenburg-Vorpommern die Tortillas vollständig eigenständig, während die Konkurrenz häufig auf Fertigprodukte setzt.

 

FarmInsect

 

Lohnt sich Landwirtschaft im 21. Jahrhundert noch? Wenn es nach dem Startup Farminsect geht, lässt sich diese Frage eindeutig mit „Ja“ beantworten. Denn die Insekten-basierte Landwirtschaft senkt Emissionen und Kosten, um die Agrarindustrie wieder profitabler zu machen. Schließlich sollen die Insektenlarven in Zukunft als Tierfutter agieren und eine Art Kreislaufwirtschaft sicherstellen. Die regionale Insektenzucht in Mecklenburg-Vorpommern stellt einen möglichst niedrigen Einfluss auf die Umwelt sicher. Das Futtermittel ist dabei proteinreich, nachhaltiger und günstiger als konventionelles Tierfutter. Das ambitionierte Ziel wird auf der Website von Farminsect klar formuliert: in 10 Jahren soll das Soja- und Fischmehl in der EU vollständig ersetzt werden.

 

Hepster

 

 

Hepster möchte innovative Versicherungen für jede Lebenssituation anbieten und verfolgt die Vision, mit Technologie und Effizienz den Kunden ein neues Level digitaler Versicherungen zu bieten. Die ersten Versicherungsprodukte wurden bereits 2017 mit dem Start der Website angeboten. In den darauffolgenden Jahren perfektionierten die Mitarbeiter ihren Ansatz und richten sich vollständig kundenfokussiert aus. „Versicherung – made in Rostock“ – damit ist Hepster eines der bekanntesten Startups aus Mecklenburg-Vorpommern, das heute über 100 Mitarbeiter, 70 Kooperationspartner und über 930 Affiliate-Partner hat. Zugleich bietet man ein breites Produktportfolio von insgesamt 200 Produkten in sechs verschiedenen Kategorien an.

 

HanseDeeg

 

Das Startup HanseDeeg bezeichnet sich selbst als Low-Carb-Werft und hat seinen Unternehmenssitz in Greifswald. Hier werden eine Vielzahl bekannter Kartoffelprodukte gefertigt – von den leckeren Gnochis bis hin zu Pommes. Das Ziel des Unternehmens ist klar: man möchte gesunde Beilagen in Mecklenburg-Vorpommern für die ganze Welt entwickeln. Die Lebensmittel erfüllen verschiedene Anforderungen und werden in Bio-Qualität produziert. Diese sind allesamt kalorienarm, proteinreich, vegan und darüber hinaus lecker. Der Onlineshop soll im Frühjahr 2023 als weiterer Vertriebskanal gelauncht werden, um die HanseDeeg-Produkte weit über die mecklenburgischen Grenzen hinaus bekannt zu machen.

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