Großbrand Schwerin: Polizei schließt Brandstiftung aus

Nachdem es am Samstagmorgen zu einem Großbrand im Industriepark gekommen ist, hat die Polizei nun Brandstiftung ausgeschlossen. Eine Videokamera konnte zur Aufklärung der Brandursache beitragen.

Bild: Großbrand in Schwerin | Feuerwehr Schwerin

Eine Selbstentzündung soll die Ursache des am Wochenende im Industriegebiet Göhrener Tannen entstandenen Großbrandes gewesen sein. Davon geht die Kriminalpolizei im Moment aus. Wie die Geschäftsführung des betroffenen Folienveredelungsbetriebes dem NDR 1 Radio MV mitteilte, hat sich offenbar ein Sack mit 200 Kilogramm Plastikfiltrat entzündet.

 

Kamera zeichnete Entstehung des Brandes auf

 

Das heiße Filtrat wird eigentlich auf unter 50 Grad Celsius gekühlt, bis es in einen Sack zur Entsorgung getan wird. Diesmal ist ein Sack offenbar nicht ausreichend abgekühlt worden. Auf den Aufnahmen einer Sicherungskamera vom Werksgelände soll zu sehen sein, wie gegen 7:20 Uhr eine Stichflamme aus einem der abgestellten Säcke geschlagen ist. Vorsätzliche Brandstiftung kann daher ausgeschlossen werden. 

Am Samstagmorgen brannten es auf einer Fläche von 200 Quadratmetern und die Feuerwehr musste ausrücken. Der Rauch war weit in die Stadt zu sehen. Nach Angaben der Geschäftsführung habe der Rauch aber keine Giftstoffe beinhaltet. Nach Polizeiangaben sol sich der Schaden auf etwa 10.000 Euro belaufen. 

 

Henning Kobs

Journalist. Wohnt in Braunschweig. Schreibt seit der Gründung im Jahr 2013 als freier Mitarbeiter gelegentlich für unsere digitale Tageszeitung. Er arbeitet vor allem im Back-Office der Redaktion.

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