Immobilienboom in Mecklenburg-Vorpommern hält weiter an

Das Münchner Start-Up „Scoperty“ hat sich mit den Immobilienpreisen in Mecklenburg-Vorpommern auseinandergesetzt und bestätigt, was bereits vermutet wurde:

Die Preise sind in den letzten 24 Monaten fast schon explodiert – wer sich heute in Mecklenburg-Vorpommern umsieht, der muss bedenken, schon etwas tiefer in die Tasche zu greifen. Denn blickt man auf die Daten der Jahre 2018 bis 2020, so ist der Preis für die Immobilien um rund 26 Prozent gestiegen.

Das liegt an den Vorzügen, die Mecklenburg-Vorpommern zu bieten hat. Denn im Nordosten gibt es die gewünschte Kombination aus ländlicher Region und hervorragender Infrastruktur. Und die Preise sind, auch wenn sie nach oben klettern, noch immer um eine Spur günstiger als in anderen Landesteilen.

Aber die steigende Nachfrage, die die steigenden Preise verursacht, kann innerhalb der nächsten Jahre auch zum Problem werden. Hält der Immobilienboom weiter an, so werden auch in Mecklenburg-Vorpommern nicht mehr zu leistende Wohnungen am Markt vorzufinden sein.

 

Weg aus der Großstadt und rein in die ländliche Region

Mietwohnungen werden immer teurer – und Eigentum mag für viele Deutsche keine Option sein, weil auch hier bereits horrende Preise verlangt werden. Das spüren auch die Umzugsunternehmen. Denn letztlich muss irgendwo gespart werden, sodass man den Umzug lieber selbst organisiert, bevor man eine Firma damit beauftragt. Wobei natürlich der Umzug, den eine Firma durchführt, mitunter Geld und Zeit sparen kann. Vor allem dann, wenn kein entsprechendes Fahrzeug für den Transport zur Verfügung steht.

Aber es gibt auch einige Umzugsunternehmen in Schwerin, die angegeben haben, das Geschäft läuft wieder hervorragend. Denn die Pandemie hat dafür gesorgt, dass viele Menschen raus aus den Ballungsräumen wollen. Und will ein Großstädter auf das Land bzw. in eine ländliche Region, dann mag Mecklenburg-Vorpommern eine interessante Alternative sein.

 

Ein Überblick

Auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst befinden sich die teuersten Gemeinden Mecklenburg-Vorpommerns. In Ahrenshoop liegt der Quadratmeterpreis bei rund 5.100 Euro. In Wustrow muss man rund 5.080 für den Quadratmeter bezahlen. In Prerow sind es rund 4.300 Euro. Das liegt an der Nähe zu Rostock. Danach folgen Schwerin, Greifswald, Stralsund sowie Neubrandenburg – hier ist man aber noch deutlich unter 2.000 Euro. Für den Quadratmeter muss man hier rund 1.800 Euro bezahlen.

Besonders günstig ist es im Landkreis Vorpommern-Greifswald. In Spantekow kostet der Quadratmeter 700 Euro – genauso in Krusenfelde. In Iven liegt man mit 680 Euro sogar unter der 700 Euro-Grenze.

Auch wenn die Preise in Mecklenburg-Vorpommern noch deutlich günstiger als in anderen Regionen Deutschlands sind, so ist es nur noch eine Frage der Zeit, bis auch hier die Frage stark steigen werden. Denn das Interesse an Mecklenburg-Vorpommern ist bereits gestiegen. Der Zuzug, der hier seit geraumer Zeit beobachtet werden kann, wird in naher Zukunft nicht abreißen, sodass in weiterer Folge eine Angebotsknappheit entstehen wird. Und ein knapper werdendes Angebot lässt die Preise nach oben gehen.

 

Finanzielle Belastung darf nicht unterschätzt werden

Wichtig ist, dass man sich im Vorfeld selbst die Frage stellt, wie hoch die Miete bzw. der Kaufpreis sein darf, bevor man eine Entscheidung trifft. Auch wenn Banken mit günstigen Krediten locken, so sind die Belastungen, die sodann Monat für Monat entstehen, nicht außer Acht zu lassen.

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published.