Mecklenburg Schwerin und der große Traum von der Regionalliga

Seit 2013 besteht der FC Mecklenburg Schwerin seit einer Fusion aus dem Förderverein FCM Schwerin und FC Eintracht Schwerin. Nach der Aufstieg in die Oberliga ging es nach zwei Spielzeiten im letzten Sommer zurück in die Verbandsliga.

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In Wirklichkeit träumt Schwerin jedoch schon seit langem vom höherklassigen Fußball. Aus der Viertklassigkeit verabschiedete sich die Stadt letztmals 2003. Wann gibt es die Rückkehr?

Schwerer Weg zurück in die Oberliga

Schwerin unterscheidet sich etwas von anderen deutschen Städten. Es ist nicht der Fußball, der in der 96.000-Einwohner-Stadt in Mecklenburg-Vorpommern regiert. Vielmehr dominieren die Volleyballerinnen, die unter dem Namen SSC Palmberg als amtierender Meister in der Bundesliga antreten. Doch wenn es im Sportpark Lankow rund geht, sehen zumindest die Fußballfreunde in Schwerin gebannt zu. Der FC Mecklenburg Schwerin ist hier zuhause und gibt alles dafür, eine Rückkehr in die Viertklassigkeit zu erreichen. Doch nach dem Abstieg im Sommer 2018 liegt die direkte Zukunft nicht in der nächsthöheren Liga. Gegen den MSV Pampow ist 2018/19 kein Kraut gewachsen. Mit 57 Punkten hat der Klub den Aufstieg fast sicher, während Schwerin mit 37 Zählern Fünfter und damit weit von Spitze und Keller entfernt ist.

Während sowohl die Defensive (29 Gegentore) als auch der Angriff (59 Tore) ordentliche Werte aufbringen, hängt man der Konkurrenz dennoch hinterher. Insbesondere die Offensive des MSV Pampow sorgte mit 77 Toren für große Aufmerksamkeit. Entgegen des üblichen Ausspruches „Defense Wins Championships“ (Defensive gewinnt Meisterschaften) werden die nur elf Gegentore des SV Pastow nicht für den Aufstieg reichen. Der Güstrower SC 09 und der 1. FC Neubrandenburg 04 schoben sich ebenfalls zwischen den FC Mecklenburg Schwerin und die Tabellenspitze. Somit wird es 2019/20 abermals darum gehen, den Aufstieg zu erreichen.

 

Außenseiter auf dem Weg in die Viertklassigkeit

 

Auch wenn der Aufstieg in die Oberliga eines Tages gelingt, bleibt eine ganz andere Herausforderung auf dem weiteren Weg nach oben. Nur wenige Ligen sind so umstritten wie die fünfgeteilten Regionalligen Deutschlands. Schwerin ist damit in seiner ganz eigenen Art und Weise der Außenseiter im Kampf um die Viertklassigkeit. Doch nicht immer muss ein Außenseiter chancenlos sein, was bereits Ajax Amsterdam in der diesjährigen Champions League zeigt. Nach unerwartet starken Leistungen und dem Ausschalten von Real Madrid im Achtelfinale schätzen die Sportwetten Quoten die Siegchance von Ajax auf 34,0 (Stand 2. April). Schreibt Schwerin also schon bald seine ganz eigene Erfolgsgeschichte auf den Spuren des niederländischen Rekordmeisters?

 

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Zu wünschen wäre es dem Klub allemal, auf den in der Regionalliga Nordost diverse hochkarätige Gegner warten würden. Neben Rot-Weiß Erfurt wäre vor allem Lok Leipzig ein spannender Konkurrent im Kampf um die besten Positionen. Auch BFC Dynamo und Viktoria Berlin würden wie Babelsberg mit Sicherheit für viele Zuschauer im Stadion sorgen, in das 1.500 Besucher hineinpassen. Da der Fokus für die kommende Saison wie bereits berichtet vor allem auf der Förderung der eigenen Jugend liegt, wähnt man sich selbst auf dem richtigen Weg. Der geduldige Aufbau eines Teams, das um den Aufstieg mitreden kann, genießt beim FC Mecklenburg Schwerin höchste Priorität. Gute Beispiele in der Vergangenheit zeigen, dass dies der richtige Weg sein kann.

 

Redaktion

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