Nun herrscht Klarheit: Kitas öffnen in Schwerin ab Montag, Schulen noch nicht

Am Montag öffnen die Kitas in Schwerin unter Coronabedingungen ihre Türen wieder für alle Kinder. An den Schulen sieht es allerdings anders aus. Das momentane Infektionsgeschehen lässt dort den ab Montag möglichen Start des Präsenzunterrichts an Grundschulen nicht zu.

Zumindest in den Kitas von Schwerin normalisiert sich die Situation ab Montag – natürlich unter Coronabedingungen. | Foto: privat

Am gestrigen Freitag ist in allen Einrichtungen der Kinderbetreuung (Krippe, Kindergarten, Kindertagespflege, Hort) die seit Mitte Dezember geltende „Schutzphase“ zu ende gegangen. Damit beginn am kommenden Montag (22.2.2021) auch in Schwerin wieder ein Regelbetrieb unter Pandemiebedingungen. Die Stadt setzt damit die jüngsten Beschlüsse des MV-Gipfels um. Diese Beschlüsse sehen dabei einen Stufenplan vor, der sich am aktuellen Infektionsgeschehen orientiert.

 

Kitas ab Montag wieder geöffnet

„Bei der gegenwärtigen Inzidenz in der Landeshauptstadt Schwerin bedeutet das, dass alle Eltern ab Montag wieder ihre Kinder in die Kitas und zur Betreuung zu den Kindertagespflegepersonen bringen können. Der Appell an die Eltern, die Kinder möglichst zu Hause zu betreuen, entfällt. Es gelten dennoch strenge Hygieneregeln“, so der zuständige Dezernent für Jugend, Schule und Soziales Andreas Ruhl. Damit können die Jüngsten wieder in ihre gewohnten Betreuungseinrichtungen zurückkehren.

 

Kein Präsenzunterricht – mit wenigen Ausnahmen – an Schulen in Schwerin

Anders sieht es hingegen für die Schülerinnen und Schüler in Schwerin aus. Hier ist aufgrund der aktuellen Corona-Situation eine Präsenzpflicht noch nicht wieder möglich. „Im Interesse der Schülerinnen und Schüler möchten wir so schnell wie zum Präsenzbetrieb in den Schulen zurückkehren“, sagt Schuldezernent Andreas Ruhl: „Dazu muss Schwerin allerdings stabil unter die Inzidenz von 50 kommen und dort auch bleiben.“ Oberbürgermeister Rico Badenschier hatte dies kürzlich noch präziser dargestellt. Zehn Tage, so der Verwaltungschef, müsse Schwerin unter dieser Grenze liegen, bevor die Grundschulen weder zum Präsenzunterricht unter Coronabedingungen übergehen könnten. Eben davon aber ist die Stadt noch deutlich entfernt.

 

Inzidenzwert noch deutlich von stabilem Wert unter 50 entfernt

Zuletzt lag die 7-Tage-Inzident stets zwischen 85 und 90. Der Stufenplan des Landes sieht für einen Inzidenzbereich zwischen 50 und 150 in der Grundschule und den 5. und 6. Klassen weiterhin die freiwillige Präsenz vor. Für Abschlussklassen findet weiterhin der Präsenzunterricht statt. Die Präsenzpflicht aber ist aufgehoben. Die weiteren Klassen der weiterführenden Schulen verbleiben in der Regel im Distanzunterricht. Gleiches gilt für Berufsschulen.

 

Bei Schulbesuch an Bestätigungen denken

Schülerinnen und Schüler, die nach den Winterferien die Schule besuchen, müssen eine Bestätigung vorlegen, dass sie keine Symptome haben, die auf eine Corona-Infektion schließen lassen könnten. Außerdem muss erklärt werden, dass sie sich innerhalb der vergangenen zehn Tage nicht in einem Risikogebiet außerhalb Mecklenburg-Vorpommerns aufgehalten haben. Das entsprechende Formular, das von den Eltern bzw. volljährigen Schülerinnen und Schülern unterschrieben werden muss, wird über die Schulen zur Verfügung gestellt. Es kann aber auch über die Seite des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur heruntergeladen werden.

 

Stephan Haring

Stephan Haring ist freier Mitarbeiter unserer digitalen Tageszeitung. Er hat ein Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaften an der Universität Erfurt mit den Nebenfächern Sozialwissenschaften & Politik absolviert. Im Nachhinein arbeitete er in leitenden Funktionen der Presse- & Öffentlichkeitsarbeit, im Leitungsbereich eines Unternehmens sowie als Rektor einer privat geführten Hochschule. Zudem entwickelte, organisierte und realisierte er mit der durch ihn entwickelten LOOK ein Fashionevent in Schwerin. Heute arbeitet er freiberuflich als Texter, Pressesprecher, Textkorrektor und Ghostwriter sowie als Berater in verschiedenen Projekten. Im größten Schweriner Ortsbeirat ist er als Vorsitzender kommunalpolitisch aktiv.

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