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Raus aus dem Winterschlaf: So werden Holzmöbel im Garten frühlingsfrisch

  • Veröffentlicht März 14, 2023
Bild von Andrey_and_Lesya auf Pixabay

Der Winterschlaf ist für die Holzmöbel eine echte Herausforderung. Eisige Temperaturen, Nässe und Schnee können dem natürlichen Material ordentlich zusetzen. Ohne die richtige Pflege zeigen sich rasch unschöne Risse und ein fahler Ton. Mit den richtigen Utensilien und ein wenig liebevoller Pflege erwachen die Möbel jedoch schnell wieder aus dem Dornröschenschlaf.

Zuerst säubern und gut lüften

Um die Ohren der Winterruhe zu beseitigen, müssen die Oberflächen zunächst von Staub, Spinnweben und Co. befreit werden. Behilflich dabei ist ein weiches, fusselfreies Tuch. Sich auf der Oberfläche hartnäckigere Rückstände wie Moos gebildet, unterstützt eine Drahtbürste. Allerdings sollte sie ohne festen Druck auf dem Holz geführt werden, da sonst tiefere Spuren im Naturmaterial zurückbleiben könnten.

Auch ein Hochdruckreiniger oder Schmirgelpapier sind optimal, um die Reste des Winters zu beseitigen. Im Anschluss sollte das Holz jedoch gut trocknen und auslüften, bevor der zweite Schritt, die sanfte Ölbehandlung, folgt.

Ölen, aber richtig

Wer Holz ölen möchte, sollte sich dafür nicht nur gutes Wetter aussuchen, sondern auch Zeit nehmen. Sobald die Oberfläche gut getrocknet und von Rückständen befreit ist, wird das Öl in gleichmäßigen Bewegungen aufgetragen. Jedes Holz braucht individuelle Pflege und ein spezifisches Öl, das natürliche Eigenschaften unterstützt.

Distelöl ist beispielsweise optimale Möbel aus Holz außen, die mit Nahrungsmitteln in Berührung kommen (u. a. der Gartentisch). Handschuhe und ein guter Pinsel sind wichtige Utensilien, um das Öl gleichmäßig und streifenfrei aufzutragen. Der Pinsel sollte nach Möglichkeit keine Haare verlieren, denn sie können unschön im Ölfilm haften bleiben.

An den Stellen, wo das Öl eindringt, bleibt oft ein dunkler Film zurück. Auf diese Weise lässt sich gut erkennen, wo noch nachgearbeitet werden muss. Ist die gesamte Oberfläche mit Öl versehen, sollte sie ca. 30 Minuten ruhen. Währenddessen kann das Öl in das Naturmaterial einwirken. Bleiben im Anschluss kleine Ölspuren auf der Oberfläche zurück, lassen sie sich mit einem weichen Tuch schnell beseitigen. Bevor Stuhl, Tisch und Co. genutzt werden, benötigt das Öl ca. 24 Stunden, um vollständig einzuziehen. Wer sich nicht daran hält, riskiert unschöne Rückstände an der Kleidung oder Haut.

Tipp: Mikrofasertücher sind zwar für glatte Oberflächen in Küche, Bad und Co. gut für die Reinigung eignet, bei den Holzmöbeln gilt das jedoch nicht. Die Tücher entziehen dem Holz wertvolles Öl und sollten deshalb nicht für die Frühlingsvorbereitung genutzt werden. Besser ist ein trockener Lappen oder ein altes Handtuch.

Die Öl-Routine: Wie oft sollte sie durchgeführt werden?

Wie häufig die Öl-Routine durchgeführt werden sollte, hängt vom Standort und der Beanspruchung der Möbel ab. Sind sie langen UV-Strahlungen ausgesetzt, neigen sie ohne eine Pflegeroutine und das richtige Öl schnell zum Vergrauen. Deshalb sollten bei Möbeln mit einem Sonnenstandort keine farblosen Öle benutzt werden, da sie meist keinen UV-Schutz enthalten.

Auch Möbel, die Wind, Regen und anderen Witterungsverhältnissen nahezu ungeschützt ausgeliefert sind, brauchen intensivere Pflege. Hier empfiehlt es sich, die Möbel im Frühjahr und Herbst zu säubern und mit einer Imprägnierung zu versehen.

Vor allem die Wintermonate werden ungeschützt zu einer echten Herausforderung für die Holzmöbel. Deshalb sollten sie nicht ungeschützt im Freien stehen, sondern mindestens mit einer Plane bedeckt werden. Idealerweise findet sich im Schuppen oder in der Garage ein Plätzchen, sodass Stühle, Tisch und Co. aus dem Naturmaterial bei angenehmer Raumtemperatur überwintern können.

Den Zahn der Zeit vergessen machen: So leicht lassen sich Schäden an Holzmöbeln ausbessern

Zeigen sich bei den Gartenmöbeln kleine Risse oder Beschädigungen in der Oberfläche, lassen sie sich meist rasch beheben. Im Handel gibt es spezielle Spachtelmasse für Holzmöbel, die sich mit einem Spatel oder Schwamm auch für ungeübte Hobby-Handwerker schnell aufbringen lassen. Wichtig ist hierbei, alles schön glatt auszusprechen, damit es eine plane Oberfläche mit dem Rest bildet.

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Redaktion

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