Schwerin: Herzlichen Glückwunsch den Damen des SSC zum Pokalsieg

3:0 nach Sätzen. Noch deutlicher geht es im Volleyball nicht. Und auch jeder Saz für sich war letztlich eine klare Angelegenheit. Nach nur 1 Stunde und 20 Minuten hatten die Damen des SSC- Palmberg Schwerin die Gegnerinnen aus Potsdam im DVV-Pokalfinale klar geschlagen. Damit geht bereits der zweite Titel in dieser Saison nach Schwerin.

Das Team des SSC Palmberg Schwerin holt den DVV-Pokal 2021. | Foto: Michael Dittmer

Ohne Zuschauer in der SAP Arena, dafür live im Free-TV auf SPORT1 fand am 28. Februar das Pokalfinale im Damen-Volleyball in Mannheim statt. Im Finale der  standen sich dabei unser Team des SSC Palmberg Schwerin und die Damen des SC Potsdam gegenüber.  Nachdem die letzten Duelle zwischen beiden Teams auf Augenhöhe eng umkämpft waren, erwarteten viele ein enges Match. Doch dann kam es durchaus unerwartet ganz anders. 

 

Von Beginn an keine Nervosität beim SSC zu spüren

Im Startaufgebot der Damen aus Brandenburg stand auch die Brasilianerin Takagui . Hinter ihrem Einsatz stand lange ein Fragezeichen. Auf Seiten des SSC vertraut Coach Felix Koslowski dem Stammsechser.  Auch wenn unter den sieben Damen bislang nur Anna Pogany und Lauren Barfield in einem Pokalfinale standen, ist zu Beginn keine Nervosität auf dem Feld zu merken. 

Der SSC erwischte vielmehr einen echten Blitzstart. Schnell zog das Team von Chefcoach Felix Koslowski auf 5:1 davon. Maßgeblich daran beteiligt: Die Ex-Potsdamerin Denise Imoudu. Sie trug mit einer starken Aufschlagserie zu der schnellen Führung bei. Konsequente Punkte durch Block und Angriff setzten das Team aus Brandenburg weiterhin unter Druck. Beim Stand von 10:5 nahm SC Potsdam-Coach Hernandez dann auch die erste Auszeit. Er versuchte dabei, seine  Pokalfinal-Debütantinnen wachzurütteln. Der SSC konnte aber auch nach dieser Unterbrechung durch gute Block-Abwehr den Gegner weiter konsequent auf Abstand halten. Potsdam hingegen leistete sich von beginn an zu viele Eigenfehler. Ein Übertritt im Aufschlag, gefolgt von einem weiteren im Hinterfeldangriff – und der SSC machte den erste Satzgewinn mit 25:19 klar.

 

Blitzstarts und schnelle Führungen in den Sätzen eins und zwei

Satz zwei startete wie eine Blaupause des Ersten. Druckvoller Aufschlag und eine überragende Lauren Barfield am Netz. Schnell ging der SSC Palmberg Schwerin mit 4:0 in Führung. Greta Szakmary überzeugte dabei wieder in der Annahme und am Aufschlag. Lina Alsmeier zeigte sich zunehmend mutiger und sicherer im Angriff. Und Denise Imoudu überzeugte erneut durch en großartiges Spiel. Neben einem also wirklich kraftvollen und hochkonzentrierten Spiel des Teams aus Schwerin, sorgte Potsdam selbst allerdings für einen wieder rechts einseitigen Satzverlauf. Zahlreiche Aufschlagfehler der Potsdamerinnen ließen erahnen, dass der Druck des ersten Pokalfinals die Nervend er Brandenburgerinnen doch belastete.  Die Kombination aus den Fehlern der Gegnerinnen und dem eigenen dominanten Spiel ließen das Team aus Schwerin schnell wieder auf eine 8-Punkte Führung davon ziehen. Selbst Auswechslungen auf Seiten der Potsdamer brachten den Brandenburgerinnen nicht die gewünschten Impulse. Ein starker Block von Hayley Spelman besiegelte den zweiten Satz mit 25:13.

 

Im dritten Satz kommt Potsdam kurz heran – Schwerin bliebt konzentriert

Die letzten Aufeinandertreffen der beiden Mannschaften waren jeweils 5-Satz Krimis. Am Sonntag ging es in Mannheim für den SSC Palmberg Schwerin aber mit einem deutlichen 2:0 Satzvorsprung in den dritten Satz. Für Potsdam die letzte Chance, das Spiel doch noch irgendwie herum zu reißen. Doch genau das ließ das Team von Felix Koslowski nicht zu. Hellwach, konzentriert und als geschlossene Mannschaft gingen die Damen aus Schwerin auch in Durchgang 3 ans Werk. Und wieder bauen sie dabei sofort eine Führung auf. Auch wenn Potsdam in diesem Satz wirklich alle Kräfte noch einmal bündelte und durchaus dran blieb. Beim zwischenzeitlichen Stand von 13:13 scheint das Spiel erstmals wirklich auf Augenhöhe – ein echtes Pokalfinale. Doch das Aufbäumen hielt nicht an. Denn der SSC Palmberg Schwerin ließ sich durch das kurze Herankommen nicht aus dem Rhythmus bringen. Schließlich gewinnen die Damen aus der Landeshauptstadt von Mecklenburg-Vorpommern den 3. Satz dann auch deutlich mit 25:18. Damit war es geschafft: Der SSC holt damit den Pokal zum insgesamt 7. Mal nach Schwerin.

 

Koslowski-Team holt DVV-Pokal zum siebten Mal nach Schwerin

„Ich bin wahnsinnig stolz auf die Mannschaft, die heute gezeigt hat, worauf es am Ende ankommt. Wir haben unseren Matchplan komplett umsetzen können und uns nie aus der Ruhe bringen lassen. In dieser alles andere als normalen Saison ist dieser Titel enorm viel wert“, zeigte sich SSC-Chefcoach Felix Coslowski nach dem Spiel hoch zufrieden. „Wir haben heute ein großartiges Spiel gezeigt – und zwar die ganze Mannschaft. Wir haben nicht erwartet, dass es so deutlich ausgehen wird. Aber uns ist heute alles gelungen. Ich freue mich riesig, über den zweiten Titel der Saison“, sagte eine strahlende Lauren Barfield.

 

 

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