Schweriner Zoo zeigt: Inklusion ist machbar

Dieter Schütz  / pixelio.de
Dieter Schütz / pixelio.de

(am). Wie kann man Menschen mit Handicaps den Zugang zum öffentlichen Leben erleichtern? Diese Frage und die Forderung nach Inklusion, also der Teilhabe aller Menschen, werden immer häufiger und lauter gestellt. Und das ist überfällig. Der Schweriner Zoo arbeitet in dieser Hinsicht vorbildlich. Bereits am Zoo-Eingang können blinde und sehbehinderte Menschen Info-Mappen und Orientierungshilfen für das Gelände und das Humboldthaus ausleihen. Für das Tropenhaus gibt es seit Mai sogar einen speziellen Audioguide. Mit dem kann man die Tiere hörend kennenlernen. Tastmaterialien bei Führungen sprechen auch diesen wichtigen Sinn an.

Diese und andere Erfahrungen tauschten die Verantwortlichen des Zoos jetzt mit Mitarbeitern des Müritz-Museums in Waren, des Nationalparkamtes Müritz, der Scheune Bollewick, des Naturparks Sternberger Seenland, des Stadtgeschichtsmuseums Wismar und der Projektleiterin des ESF-Projektes „Tourismus für ALLE in der mecklenburgischen Seenplatte“ aus. Der Schweriner Zoo zeigt: Inklusion ist machbar.

Die Leiterin des Zoo-Besucherdienstes, Katrin Otterbeck-Meyer und Sabine Uhlig, ehemalige Projektleiterin des ESF-Projektes „Tourismus für alle“ hatten am 19. September im Haus der Begegnung Schwerin e.V. eingeladen. Birgit Baumgart, Museumspädagogin im Staatlichen Museum, Ines Westphal vom Blinden Regionalverein Schwerin und Dana Pahl, der Leiterin des Kompetenzzentrums für Menschen mit Hör- und Sehbehinderungen unterstützten die Veranstaltung mit ihren Erfahrungen. Manfred Rehmer freute sich über so viel Engagement in Sachen Inklusion. Rehmer ist Vorsitzender des Behindertenrates in Schwerin. Er hofft, dass solche Audioinformationssysteme bald auch für andere Angebote geschaffen werden.

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