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Sensationsfund: Kleine Königslibelle an Schweriner Seeufern

(pm/red) Einen inter­es­san­ten Neuzu­gang erleben offen­bar die Schw­er­iner Seen. Die Kleine Königsli­belle plant offen­bar, sich dauer­haft an den Ufern der Gewäss­er der Lan­deshaupt­stadt zu etablieren. ANZEIGE Die bish­er an Schw­er­iner

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  • Veröffentlicht August 17, 2015
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Bild: Ruth Rudolph/pixelio.de
Bild: Ruth Rudolph/pixelio.de

(pm/red) Einen inter­es­san­ten Neuzu­gang erleben offen­bar die Schw­er­iner Seen. Die Kleine Königsli­belle plant offen­bar, sich dauer­haft an den Ufern der Gewäss­er der Lan­deshaupt­stadt zu etablieren.

 
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Die bish­er an Schw­er­iner Gewäss­er nicht bekan­nte typ­is­che See­l­i­belle, die Kleine Königsli­belle (Anax parthenope), kon­nte Dr. Hauke Behr von der Unteren Naturschutzbe­hörde der Lan­deshaupt­stadt nun auch an ver­schiede­nen Schw­er­iner Seen nach­weisen. Nach­dem in 2014 erste Beobach­tun­gen am Neumüh­ler See gelan­gen, wurde die schnell und aus­dauernd fliegende Großli­belle in diesem Jahr auch an den Nor­dufern des Medeweger Sees und Ziege­laußensees sowie am Südufer des Schw­er­iner Innensees gesichtet und fotografiert. Vor den Röhricht­en von Kan­inchen­werder und Ziegel­w­erder lässt sich diese Libelle mit Geduld und Glück bei son­nigem Wet­ter in den Nach­mit­tags- und Abend­stun­den noch bis Mitte Sep­tem­ber mit einem Fer­n­glas beobacht­en. Nach dem Schlupf jagt diese Libelle erst mehrere Tage am ufer­na­hen Fes­t­land, z.B. auf den Feuchtwiesen am Fran­zosen­weg. Später fliegt sie vor­wiegend über dem ufer­na­hen Wass­er.
In den let­zten 25 Jahren hat diese Art ihr Ver­bre­itungs­ge­bi­et in Europa nach Nor­den aus­ge­bre­it­et. In Meck­len­burg-Vor­pom­mern haben die Nach­weise lan­desweit seit 1991 zugenom­men. Vorher gab es von dieser Art nur Mel­dun­gen aus dem Seenge­bi­et zwis­chen der Müritz und Neustre­litz. Ob diese Areal­er­weiterung ursäch­lich mit dem Kli­mawan­del zusam­men­hängt oder als Resul­tat inten­siver­er Beobach­tungstätigkeit­en in jün­ger­er Zeit zu werten ist, muss noch weit­er unter­sucht wer­den.

Königslibelle je nach Art lieber an Seen oder Stillgewässern

Während die Kleine Königsli­belle größere Gewäss­er (Seen) bevorzugt, lebt die ihr nah ver­wandte Große Königsli­belle (Anax imper­a­tor) vor­rangig an kleineren Still­gewässern, z.B. an den vom Schw­er­iner See abgeschnürten kleinen, ehe­ma­li­gen Seeteilen, wie der Bucht im Süden von Kan­inchen­werder, der Großen Karausche und dem Grimke See. Bei­de Großli­bel­lenarten zählen bun­desweit zu den geset­zlich beson­ders geschützten Arten. Weit­ere Mel­dun­gen von Sicht­beobacht­en oder Fotos der kleinen Königsli­belle an anderen Schw­er­iner Seeufern (z.B. Lankow­er See, Ostor­fer See) sind im Amt für Umwelt willkom­men und kön­nen an hbehr@schwerin.de gesandt wer­den.