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Stadt möchte Tempo im Internet erhöhen

Die Stadtwerke Schwerin planen den Ausbau des schnellen Internet im Stadtgebiet aktiv voranzutreiben und haben dazu dem Hauptausschuss der Stadtvertretung ein Glasfaserkonzept vorgelegt.

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  • Veröffentlicht Februar 22, 2018

Eine schnelle Bre­it­band­ver­sorgung wird für die wirtschaftliche Entwick­lun­gen von Städten immer wichtiger. An einem schnellen Inter­net führt daher kein Weg vor­bei. Das Glas­faserkonzept der Stadtwerke stellt die tech­nis­chen und wirtschaftlichen Aspek­te des Aus­baus und die damit ver­bun­de­nen strate­gis­chen Möglichkeit­en  dar. Die Stadtwerke nutzen schon seit eini­gen Jahren die Chance, als Medi­en­ver­sorg­er für Strom, Gas, Wärme und Wass­er, bei den Straßen­bau­maß­nah­men in der Stadt, Leer­rohre für die Glas­faser­schließung mitzu­ver­legen. Daraus entste­hen erhe­bliche Syn­ergien, denn 80 Prozent der Kosten bei der Glas­faser­erschließung sind Tief­baukosten.

„Eine gut funk­tion­ierende Bre­it­band­ver­sorgung hat heute den gle­ichen Stel­len­wert wie die Elek­triz­ität oder Schienen­net­ze vor einem Jahrhun­dert. Schnelles Inter­net ist derzeit und auch zukün­ftig ein enorm wichtiger Stan­dort­fak­tor für Schw­erin und die Region“, betont Stadtwerke-Geschäfts­führer Dr. Joseph Wolf.

Bund und Land haben viel Geld in die Hand genom­men, um das Glas­faser­netz im ländlichen Raum zu entwick­eln. Gefördert wer­den dort aber nur die Gebi­ete, die nicht mit den von der Bre­it­ban­dini­tia­tive des Bun­desverkehrsmin­is­teri­ums ver­sproch­enen 50 Megabit ver­sorgt wer­den kön­nen. Das ist in den Städten nur sel­ten notwendig. Hier sichert die beste­hende Net­zstruk­tur aus Kupfer­k­a­beln dieses beschei­dene Min­i­malziel. Dies bedeutet aber auch, dass der inner­städtis­che Bre­it­ban­daus­bau nicht mit För­der­mit­teln unter­stützt wird.

 

Vor allem in Neubaugebieten Glasfasernetz verlegt

 

In den ver­gan­genen Jahren wurde von den Stadtwerken bere­its unter der Marke city.kom vor allem in den Neubauge­bi­eten das Glas­faser­netz bis in die Häuser ver­legt. Die Anschlussquote von anfänglich rund 50 Prozent  in diesen Gebi­eten ist derzeit schon auf rund 80 Prozent gestiegen und zeigt, dass die Nach­frage nach qual­i­ta­tiv hochw­er­tiger Band­bre­ite bere­its heute schon enorm ist.

Solche Leer­rohrsys­teme wer­den bei Tief­bauar­beit­en von den Stadtwerken mit ver­legt, um Haushalte, Unternehmen und Schulen an das Glas­faser­netz anzuschließen. Foto: SWS GmbH

Die Stadtwerke wer­den in den kom­menden drei Jahren 10 Mil­lio­nen Euro in den Aus­bau eines giga­bit-fähi­gen Glas­faser­net­zes in Schw­erin investieren, damit Unternehmen und auch pri­vate Haushalte nicht den Anschluss an die Giga­bit-Gesellschaft ver­passen.

 

citi.WLAN wird Antennenstandorte verdoppeln

 

Der Schw­er­punkt liegt neben den Erschließungs­ge­bi­eten im Innen­stadt­bere­ich, wo bei den Straßen­sanierun­gen der ver­gan­genen Jahre bere­its die erforder­lichen Leer­rohre bis ins Haus oder an die Grund­stücks­gren­ze ver­legt wur­den. Damit Glas­fas­er nun auch bis in jede einzelne Woh­nung gelangt, haben die Stadtwerke Schw­erin den Hau­seigen­tümern in ersten Straßen der Werder­vorstadt und der Schelf­s­tadt attrak­tive Ange­bote unter­bre­it­et.

Auch das öffentliche city.WLAN, welch­es die Stadtwerke nun seit über einem Jahr im Schw­er­iner Innen­stadt­bere­ich betreiben, wird seine Anten­nen­stan­dorte ver­dop­peln. Hier hat jed­er die Möglichkeit eine Stunde pro Tag im Inter­net zu sur­fen. city.kom-Kunden der Schw­er­iner Stadtwerke wer­den in Kürze das city.WLAN unbe­gren­zt mit bis zu fünf Geräten, also mit der ganzen Fam­i­lie, nutzen kön­nen. Hier­für richt­en die Stadtwerke Schw­erin ger­ade ein extra gesichertes Netz mit sep­a­ratem Zugang ein.