So, 18. Januar 2026
Close

Haare brechen am Haaransatz? Ursachen und Tipps bei Haarbruch

Haare sind für viele Menschen ein ewiges Leidensthema - sowohl für Männer, als auch für Frauen. Insbesondere langes Haar benötigt besonders viel Zuwendung und Pflege, da es sonst rasch ungesund

Avatar-Foto
  • Veröffentlicht Februar 1, 2022
Foto: Pexels/ Poli­na Tankile­vitch

Neben Spliss und Trock­en­heit kla­gen Lang­haarträger vor allem über eines: Haar­bruch am Ansatz. Warum die Haar am Ansatz abbrechen und was man dage­gen tun kann, erfahren Sie in diesem Artikel.

Haarbruch oder nachwachsendes Haar?

Abge­broch­ene Haare, Baby­haare oder auch Fly­aways – Haar­bruch hat viele unter­schiedliche Beze­ich­nun­gen. Abge­broch­ene Haare sind vor allem auf der Kop­fober­seite ent­lang des Schei­t­els sicht­bar. Dabei han­delt es sich um viele kurze Haare, die in unter­schiedliche Rich­tun­gen abste­hen und vor allem bei glat­ten und stren­gen Frisuren unschön ausse­hen. Doch nicht immer han­delt es sich bei den Härchen am Ansatz um abge­broch­enes Haar. Es kön­nen auch neue, nachwach­sende Haare sein.

Jedes Haar durch­läuft einen Wach­s­tumzyk­lus, der sich aus 3 Phasen zusam­menset­zt. Ein Men­sch hat zwis­chen 100.000 und 200.000 Haare auf dem Kopf und das bedeutet, dass jedes Haar sich an einem anderen Punkt in diesem Zyk­lus befind­et. Während einige Haare schon am Ende der Wach­s­tum­sphase sind, fängt diese bei anderen erst an. Daher kön­nen die kurzen, abste­hen Haare am Ansatz auch schlichtweg neue, nachwach­sende Haare sein.

Und wie erken­nt man den Unter­schied?

Grund­sät­zlich sollte zunächst der All­ge­meinzu­s­tand der Haare betra­chtet wer­den. Wird das Haar häu­fig gefärbt oder blondiert, gestylt, durch Hitze oder Kopf­be­deck­un­gen beansprucht, so kann in den meis­ten Fällen von Haar­bruch aus­ge­gan­gen wer­den.

Bei einzel­nen, unregelmäßig verteil­ten kurzen Härchen han­delt es sich meist um nachwach­sende Haare. Haar­bruch hinge­gen ist oft recht auf­fäl­lig, da mehrere Haare an der­sel­ben Stelle abbrechen. 

Ein weit­eres Unter­schei­dungsmerk­mal erfordert genaues Hin­se­hen. Bei den Baby­haaren ist die Haar­spitze oft dünn zulaufend, aber intakt und geschlossen. Bei abge­broch­en­em Haar ist die Bruch­stelle oft als weißer “Punkt” an der Spitze sicht­bar. Auch Spliss ist nicht ungewöhn­lich.

Das sind die Ursachen für Haarbruch

Haar­bruch ist nicht ungewöhn­lich und so gut wie jed­er Men­sch hat mehr oder weniger abge­broch­ene Haare am Haaransatz. Sind die Haars­tum­mel jedoch sehr promi­nent und kaum zu bändi­gen, hat das ver­schiedene Ursachen.

 

  • Häu­figes Waschen: Häu­figes Haare­waschen stra­paziert nicht nur das Haar, son­dern auch die Kopfhaut. Die Ver­wen­dung von Ten­si­d­en (Sham­poos) trock­net das Kopfhaar aus und ver­hin­dert, dass sich der Talg schützend um das Haar leg­en kann. Das Haar trock­net aus und wird so anfäl­lig für Haar­bruch.
  • Hitze: Das Glät­teisen oder der Lock­en­stab oder der Föhn sind bei vie­len Men­schen täglich im Ein­satz. Doch auf Dauer richtet die Hitze großen Schaden an. Hitze entzieht dem Haar Feuchtigkeit und trock­net es aus. Zudem wird die äußere Schutzschicht des Haars beschädigt. All das führt dazu, dass die Haare am Ansatz und in den Län­gen abbrechen.
  • Trock­en­rubbeln und Bürsten nach dem Duschen: Das Kopfhaar ist im nassen Zus­tand sehr empfind­lich, denn die Haarstruk­tur und die äußere Schutzschicht – die Cutic­u­la – ist aufgewe­icht. Um das nasse Haare zu trock­nen, rubbeln viele mit einem Frot­tee­hand­tuch drüber und bürsten das Haar zusät­zlich noch, um nach­her Knoten zu ver­mei­den. Sowohl das Trock­en­rubbeln, als auch das Haare­bürsten im nassen Zus­tand ist jedoch Gift für die Haare. Bei­des sorgt dafür, dass die Haare am Ansatz abbrechen und die Haar­spitzen splis­sig wer­den.
  • Schädi­gende Frisuren: Um abge­broch­ene Haare am Haaransatz zu ver­mei­den, sollte die Lieblings­frisur nochmal über­dacht wer­den. Wer jeden Tag einen Pfer­de­schwanz oder Dutt trägt und im schlimm­sten Fall auch noch Haar­gum­mis mit Met­al­lver­schluss ver­wen­det, wird schnell Haar­bruch bemerken. Vor allem dort, wo der Haar­gum­mi täglich die Haare zusam­men­drückt und ein­klemmt, brechen sie ab und hin­ter­lassen kurze, fliegende Haare.
  • Färben/Blondieren: Nicht jed­er ist mit sein­er Wun­schhaar­farbe geseg­net und vielle­icht sind sog­ar schon die ersten grauen Haare erkennbar. In diesem Fall greifen viele auf chemis­che Haar­fär­bung oder Blondierung zurück. Dabei wird die äußere Schicht der Haare geöffnet, damit die Farbpig­mente sich in das Haar leg­en kön­nen. Das führt dazu, dass die Haarstruk­tur anraut und spröde wird. Blondierun­gen schädi­gen das Haar beson­ders, da sie die Struk­tur­pro­teine des Haars angreifen und so im schlimm­sten Fall das soge­nan­nte “Gum­mi-Haar” verur­sachen. Haare­fär­ben und Blondieren bedeuten enorme Stra­pazen und kön­nen das Haar mitunter großflächig abbrechen lassen.

Haarbruch am Haaransatz vorbeugen mit diesen Tipps

Abge­broch­ene Haare am Ansatz und in den Haar­län­gen müssen nicht sein. Dafür ist auch nicht zwin­gend eine teure Haarpflege aus dem Friseurbe­darf notwendig. Manch­mal reicht es schon, ein­fache Gewohn­heit­en wie das Trock­en­rubbeln nach dem Duschen aufzugeben. Mit den fol­gen­den Tipps kön­nen Sie abge­broch­ene Haare in Zukun­ft ver­mei­den.

 

  • Seidenkissen/ Sei­den­haube: Rund 8 Stun­den des Tages ver­bringt ein Men­sch seine Zeit mit schlafen. Dabei entste­ht viel Rei­bung zwis­chen Kopfkissen und dem Haar, was zu Haar­bruch und Spliss führen kann. Um das zu ver­mei­den, eignen sich Kopfkissenbezüge aus Sei­de bzw. Satin oder auch Hauben. Diese ver­ringern die Rei­bung und schützen das Kopfhaar.
  • Mikro­faser­hand­tuch: Ein Tipp, der bere­its einen großen Unter­schied bewirken kann, ist der Umstieg auf ein Mikro­faser­hand­tuch für das nasse Haar. Außer­dem ist es wichtig, das Haar nicht durch Rubbeln zu trock­nen, son­dern das Wass­er san­ft vom Ansatz aus bis runter in die Haar­län­gen auszu­drück­en. Die kurzen, weichen Fasern sind im Gegen­satz zu den harten Frot­teefasern deut­lich scho­nen­der zum Haar. Anschließend sollte das Haar nicht im nassen Zus­tand durchge­bürstet, son­dern nur entwirrt wer­den mit einem grobzinkin­gen Kamm. Das ver­hin­dert abge­broch­ene Haare.
  • Haaröle: Bei abge­broch­enen Haaren am Haaransatz und Spliss an den Haar­spitzen spielt die Haarpflege eine entschei­dende Rolle. Zwar kann das die abge­broch­enen Härchen nicht wieder zurück­brin­gen, es beugt aber erneutem Haar­bruch vor. Beson­ders gut eignen sich hier­bei regelmäßige Haarkuren mit Haar­masken oder Haarölen so wie Rezilin Basi­likum-Extrakt Haarkur. Sie ver­sorgt die Kopfhaut und die Haare mit Feuchtigkeit und Nährstof­fen und kann somit zum Haarwach­s­tum beitra­gen. Zugle­ich glät­ten Haaröle und andere Haarkuren die Haarober­fläche und machen das Haar glänzend und geschmei­dig.
  • Wenig Hitze/Styling: Hitze ist eine der größten Gefahren für das Haar. Um Haar­bruch zu ver­mei­den, sollte weitest­ge­hend auf Hitze verzichtet wer­den. Für Lock­en gibt z.B. es zahlre­iche hitze­freie Alter­na­tiv­en mit ver­schiede­nen Lock­en­wick­lern. Außer­dem sollte das Haar wenn möglich an der Luft trock­nen oder mit lauwarmer Luft trock­enge­föh­nt wer­den. Gle­ich­es gilt für heißes Wass­er unter Dusche – auch das trock­net das Haar aus und begün­stigt Haar­bruch.
  • Haarscho­nende Frisuren: Ein weit­er­er Tipp um abge­broch­ene Haare am Ansatz zu ver­mei­den sind Frisuren, die die Kopfhaut und das Haar scho­nen. Anstelle von stren­gen Zöpfen oder Dut­tfrisuren sollte das Haar bess­er lock­er hochgesteckt oder geflocht­en wer­den. Empfehlenswert sind außer­dem Haar­bän­der bzw. Haar­gum­mis aus Satin oder Sei­de, da sie Bruch­stellen reduzieren. 

Fazit

Abge­broch­ene Haare am Haaransatz sind ganz schön lästig. Die fliegen­den Härchen sind meist das Ergeb­nis von zu viel Hitze, chemis­ch­er Behand­lung oder Rei­bung. Allerd­ings kann es sich auch um nachwach­sende Haare han­deln. Um Haar­bruch zu ver­mei­den hil­ft nur eins: ein scho­nen­der Umgang mit dem Kopfhaar. Das bedeutet auch, das Haar inten­siv zu pfle­gen.