„Juniorwahl 2021“ – Eine Bundestagswahl für Jugendliche unter 18 Jahren

Die "Juniorwahl 2021" bietet Schülerinnen und Schülern der Sekundarstufen I und II sowie an Berufsschulen die Möglichkeit, eine realitätsnah eine Bundestagswahl mitzuerleben. Von der eigenen Meinungsbildung zur Betrachtung der zur Wahl stehenden Parteien - mit einem realitätsnahen Wahlakt. Auch für Schulen in Schwerin ein spannendes Projekt.

 

„Juniorwahl 2021“ – auch in Schwerin ein spannendes Projekt für Schulen. | Foto: privat

Am 26. September 20212  ist Bundestagswahl. Gerade aus Sicht der aktuellen Corona-Pandemie sicherlich nicht die beste Situation. Denn längst ist erkennbar, dass der Gesundheitsschutz der Menschen immer mehr zum Spielball wahlpolitischer Aktionen wird. Anders sind im Angesicht massiv steigender Infektionswerte in nahezu allen Bundesländern Nichteinhaltungen von Vereinbarungen der Bund-Länder-Runde, wie derzeit besonders gut im Saarland zu beobachten,  nicht erklärbar. Das an Frankreich angrenzende Bundesland will sich nach Ostern in Eigeninitiative als komplettes Land zum Modellgebiet erklären. Ein Bundesland, das also direkt an ein als Hochinzidenzgebiet eingestuftes Nachbarland (dies gilt seit gestern für Frankreich) grenzt. Um Gesundheitsschutz geht es dabei sicherlich nicht. Damit verstößt das Land – wie manch andere in anderen Bereichen auch – zudem gegen Vereinbarungen der letzten und vorletzten großen Bund-Länder-Runde. Erklärbar erscheinen derartige Aktionen nur noch mit dem Blick auf Wahlprognosen. 

 

Aktuell muss man 18 sein, um wählen zu dürfen

Wahlen sind schließlich stets mit der Frage nach Macht und Einfluss verbunden. Dabei geht es nicht nur um einzelne Parteien oder einzelne Kandidatinnen und Kandidaten. Auch das gesamte Machtgefüge, der Einfluss einzelner Länder durch Abgeordnetenanteile in den Fraktionen und manches mehr spielt eine nicht unwesentliche Rolle. Derzeit darf dabei vor allem im Bund noch niemand wählen, der oder die unter 18 Jahren alt ist. Ob sich dies einmal ändert, und das Wahlalter sinkt, ist nicht ganz ausgeschlossen. Derzeit aber ist es noch Zukunftsmusik. Dennoch aber sollen die Jüngeren zumindest schon einmal die Möglichkeit bekommen, das Wählen auszuprobieren. Ein bundesweites Schulprojekt namens „Juniorwahl 2021“ unter der Schirmherrschaft des Bundestagspräsidenten Dr. Wolfgang Schäuble gibt ihnen dazu die Möglichkeit.

 

Juniorwahl 2021 ermöglicht realitätsnahes Wahlszenario an Schulen

Es richtet sich dabei an alle Schulformen der Sekundarstufen I und II sowie an die Berufsschulen. Die Jugendlichen bekommen so die Gelegenheit, sich intensiver mit den verschiedenen Parteien zu beschäftigen. Sie können deren Positionen näher betrachten und sich auch selbst mit ihren politischen Ansichten und Wünschen versuchen einzuordnen. Dabei lohnt es sich, miteinander zu diskutieren, Zeitungen zu lesen, Nachrichtensendungen und vielleicht auch Talkshows zu schauen. Auch der direkte – derzeit eher digital-direkte – Kontakt mit derzeitigen Abgeordneten oder auch weiteren Mitgliedern von zur Wahl stehenden Parteien bietet sich an. Ebenso die Diskussion mit Lehrerinnen und Lehrern, Freundinnen und Freunden und auch innerhalb der Familie. Und ganz nebenbei machen die Juniorwahlen auch Spaß. Vor allem, da es nicht Klassenarbeiten oder Frontalunterrichte sind, für und durch die man lernen muss. Es ist vielmehr ein demokratisches Miteinander. 

 

Das Ganze ist nicht nur interessanter Lernstoff, es macht vor allem Spaß

Das Konzept basiert daher auf zwei zentralen Säulen. So findet die abwechslungsreiche, spannende Vorbereitung im Rahmen von Unterrichten und, läuft es gut, auch in der Freizeit, statt. Den Abschluss des Projektes bildet dann der Wahlakt. Dieser findet realitätsgetreu in den Schulen statt. 

Mehr Informationen finden Schülerinnen und Schüler aber auch die verantwortlichen Lehrkräfte der Schulen unter: https://www.juniorwahl.de/juniorwahl-btw-2021.html 

 

 

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published.