Mordfall gelöst: DNA überführt mutmaßlichen Mörder an Anna-Lena U.

Teilnehmer der Pressekonferenz von links nach rechts: Jürgen Seifert (Staatsanwalt), Dr. Klaus Müller (Leiter Staatsanwaltschaft Schwerin), Thomas Laum (Polizeipräsident), Joachim Arlom (Leiter Mordkommission), Isabel Wenzel (Pressesprecherin)
Teilnehmer der Pressekonferenz von links nach rechts: Jürgen Seifert (Staatsanwalt), Dr. Klaus Müller (Leiter Staatsanwaltschaft Schwerin), Thomas Laum (Polizeipräsident), Joachim Arlom (Leiter Mordkommission), Isabel Wenzel (Pressesprecherin)

(sr). Der Mord an der 29-jährigen Anna-Lena U. ist aufgeklärt. Auf der heutigen Pressekonferenz der Staatsanwaltschaft Schwerin und der Polizeidirektion Rostock in der Landeshauptstadt, bedankte sich Polizeipräsident Thomas Laum bei der Bevölkerung, die mit ihren Hinweisen auch dazu beigetragen hatte, dass der mutmaßliche Täter Norman L. nach nur vier Tagen ermittelt werden konnte.

Am vergangen Sonntag war das Opfer Anna-Lena U. durch Messerstiche in den Hals getötet worden. Die junge Frau kam zwei Tage vorher aus Italien, ihrem jetzigen Wohnort, mit ihrem Mann zum Besuch ihrer Eltern nach Deutschland.

Auf die Spur des 45-jährigen Verdächtigen waren die Ermittler gekommen, nachdem am an der Tatwaffe und am Tatort selbst DNA-Spuren entdeckt wurden. Diese konnten mit Dateien der Ermittler abgeglichen werden und führten gestern Abend auf die Spur des Tatverdächtigen. Dieser war von 1987 bis 2004 immer wieder wegen den unterschiedlichsten Straftaten mit dem Gesetz in Konflikt gekommen. So wurde er schon 1987 wegen einer schweren Körperverletzung verurteilt. Im Jahr 1989 wurde Norbert L. dann sogar wegen versuchter Vergewaltigung zu einer Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten verurteilt, die er voll absitzen musste.

Heute Morgen gegen 02:30 Uhr schlugen die Ermittler zu und verhafteten mit Hilfe von Spezialkräften aus Schleswig-Holstein den mutmaßlichen Mörder in seiner Wohnung in Lübeck. Norman L. ist nach seiner Scheidung alleinstehend und arbeitslos. Zum Motiv und zum Tathergang macht der Beschuldigte bislang keine Angaben.

Die Staatsanwaltschaft in Schwerin schließt zum jetzigen Zeitpunkt sowohl eine Beziehungstat als auch einen Raub aus. Der Leiter der Staatsanwaltschaft Schwerin, Dr. Klaus Müller, sagte auf der Pressekonferenz, dass ein sexuelles Tatmotiv von allen anderen Motiven im Moment als das naheliegenste angesehen wird. Einen Hinweis auf sexuellen Missbrauch gebe es aber nicht.

Auch gebe es keinen Hinweis auf einen Zusammenhang des jetzigen Mordes mit einem ungeklärten Mordfall an Christine M. aus dem Jahr 2007. Die Auswertung der DNA sei aber noch nicht endgültig abgeschlossen. Inwieweit Norbert L. für weitere Morde verantwortlich ist, sei noch immer Gegenstand der andauernden Ermittlungen.

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