Rock Palast: Setzt die Stadt nun auf Eskalation?
℠. Gerade erst schien eine Lösung des Streits um den Rock Palast nicht unmöglich. Überraschend scheint die Stadtverwaltung nun aber auf Eskalation zu setzen. Nach Informationen, die unserer

℠. Gerade erst schien eine Lösung des Streits um den Rock Palast nicht unmöglich. Überraschend scheint die Stadtverwaltung nun aber auf Eskalation zu setzen.
Nach Informationen, die unserer Redaktion vorliegen, plant die Stadt Schwerin noch an diesem Wochenende die endgültige Schließung des Rock Palast. Diese Entscheidung kommt für die Vermieter und bisheriger Betreiber sehr überraschend. Noch am Mittwoch hatte man gehofft, den Streit in einem gegenseitigen Einvernehmen beilegen zu können. Daraus wird nun nichts mehr.
Mitte dieser Woche sah es so aus, als ob eine Einigung der beiden Konfliktparteien nicht unmöglich ist. Auf Einladung des zuständigen Ortsbeirates, trafen sich am Mittwoch Stadt, Vermieter und bisherige Betreiber, um zu sondieren, wie man im gegenseitigen Einvernehmen, eine Lösung finde könnte. Nun schafft die Stadt aber vollendete Tatsachen.
Am Sonntag sollen im Rock Palast die Lichter endgültig ausgehen. Dann plant die Stadt, die Schlösser im Gebäude auszutauschen. Weder die bisherigen Betreiber, noch der Vermieter könnten dann die Räumlichkeiten des Rock Palastes betreten. Mündlich hat die Stadt den Betreibern mitgeteilt, dass auch ein geplantes Vereinsheim verboten sei. Eine schriftliche Begründung, so der Ex-Betreiber, würde die Stadt verweigern.
Dem Vermieter des Gebäudes, in dem sich die Szenekneipe Rock Palast bisher befindet, sei in einem Brief mitgeteilt worden, dass ab kommenden Mittwoch der Rock Palast endgültig geschlossen sei. Die Eile der Stadt bei der Abwicklung des einzigen Rock- und Metaltreffs in Schwerin ist unverständlich.
Auf seiner Facebook-Seite schreibt der ehemalige Betreiber, dass am kommenden Donnerstag ein Termin mit dem zuständigen Dezernenten, Bernd Nottebaum, anstehen würde. Mit dem hätte man bisher gut zusammenarbeiten können. Warum dann aber die Steigerung der Eskalationsstufe von Seiten der Stadt? Der bisherige Betreiber Heiko Steinmüller, möchte trotz allem den Termin wahrnehmen. »Ich werde den Termin wahrnehmen, da ich davon überzeugt bin, dass so ein Laden wie der Rock Palast gebraucht wird«.
Die Reaktionen der Metalfans im Netz sind dann auch eine Mischung aus Unverständnis und Wut. So schreibt einer »Oh man… Das alles ist dermaßen unfassbar! Da kann man nur noch traurig und wütend sein.« Ein anderer Sympathisant des Rock Palast, wird in seinem Statement deutlicher: »Besetzung, das ist eine Frechheit nach dem vergangenen Mittwoch!«.
Heiko »Steini« Steinmüller schreibt »Wie lange hält man so einen Stress eigendlich aus?«. Das Verhalten der Stadt empfinde er nur noch als Willkür. Aufgeben möchte er aber ebenso wenig wie seine anderen Mitstreiter. Wenn die Rock- und Metalfans am heutigen Samstag Abend ihren Abschluss feiern, dann ist klar, dass es auch darum geht, wie man die endgültige Schließung des Rock Palast verhindern kann.
Für eine Stellungnahme war die Pressestelle der Landeshauptstadt wochenendbedingt leider nicht zu erreichen.
Bericht des regionalen Fernsehsenders MV1 über den Rock Palast
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