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Rock Palast: Setzt die Stadt nun auf Eskalation?

℠. Ger­ade erst schien eine Lösung des Stre­its um den Rock Palast nicht unmöglich. Über­raschend scheint die Stadtver­wal­tung nun aber auf Eskala­tion zu set­zen.     Nach Infor­ma­tio­nen, die unser­er

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  • Veröffentlicht September 6, 2014
Gerade erst konnten auf Initiative des Ortsbeirates alle Beteiligten im Streit um die Betreibung des Rock Palast an den Tisch gebracht werden. Eine Lösung schien nicht unmöglich. Nun prescht die Stadt aber vor und könnte zur Eskalation des Konfliktes beitragen
Ger­ade erst kon­nten auf Ini­tia­tive des Orts­beirates alle Beteiligten im Stre­it um die Betrei­bung der Szenekneipe Rock Palast an einen Tisch gebracht wer­den. Eine Lösung schien nicht unmöglich. Nun prescht die Stadt aber vor und kön­nte zur Eskala­tion des Kon­flik­tes beitra­gen

℠. Ger­ade erst schien eine Lösung des Stre­its um den Rock Palast nicht unmöglich. Über­raschend scheint die Stadtver­wal­tung nun aber auf Eskala­tion zu set­zen.  

 

Nach Infor­ma­tio­nen, die unser­er Redak­tion vor­liegen, plant die Stadt Schw­erin noch an diesem Woch­enende die endgültige Schließung des Rock Palast. Diese Entschei­dung kommt für die Ver­mi­eter und bish­eriger Betreiber sehr über­raschend. Noch am Mittwoch hat­te man gehofft, den Stre­it in einem gegen­seit­i­gen Ein­vernehmen bei­le­gen zu kön­nen. Daraus wird nun nichts mehr.

 

Mitte dieser Woche sah es so aus, als ob eine Eini­gung der bei­den Kon­flik­t­parteien nicht unmöglich ist. Auf Ein­ladung des zuständi­gen Orts­beirates, trafen sich am Mittwoch Stadt, Ver­mi­eter und bish­erige Betreiber, um zu sondieren, wie man im gegen­seit­i­gen Ein­vernehmen, eine Lösung finde kön­nte. Nun schafft die Stadt aber vol­len­dete Tat­sachen.

 

Am Son­ntag sollen im Rock Palast die Lichter endgültig aus­ge­hen. Dann plant die Stadt, die Schlöss­er im Gebäude auszu­tauschen. Wed­er die bish­eri­gen Betreiber, noch der Ver­mi­eter kön­nten dann die Räum­lichkeit­en des Rock Palastes betreten. Mündlich hat die Stadt den Betreibern mit­geteilt, dass auch ein geplantes Vere­in­sheim ver­boten sei. Eine schriftliche Begrün­dung, so der Ex-Betreiber, würde die Stadt ver­weigern.

 

Dem Ver­mi­eter des Gebäudes, in dem sich die Szenekneipe Rock Palast bish­er befind­et, sei in einem Brief mit­geteilt wor­den, dass ab kom­menden Mittwoch der Rock Palast endgültig geschlossen sei. Die Eile der Stadt bei der Abwick­lung des einzi­gen Rock- und Met­al­tr­e­ffs in Schw­erin ist unver­ständlich.

 

Auf sein­er Face­book-Seite schreibt der ehe­ma­lige Betreiber, dass am kom­menden Don­ner­stag ein Ter­min mit dem zuständi­gen Dez­er­nen­ten, Bernd Not­te­baum, anste­hen würde. Mit dem hätte man bish­er gut zusam­me­nar­beit­en kön­nen. Warum dann aber die Steigerung der Eskala­tion­sstufe von Seit­en der Stadt? Der bish­erige Betreiber Heiko Stein­müller, möchte trotz allem den Ter­min wahrnehmen. »Ich werde den Ter­min wahrnehmen, da ich davon überzeugt bin, dass so ein Laden wie der Rock Palast gebraucht wird«.

 

Die Reak­tio­nen der Met­al­fans im Netz sind dann auch eine Mis­chung aus Unver­ständ­nis und Wut. So schreibt ein­er »Oh man… Das alles ist der­maßen unfass­bar! Da kann man nur noch trau­rig und wütend sein.« Ein ander­er Sym­pa­thisant des Rock Palast, wird in seinem State­ment deut­lich­er: »Beset­zung, das ist eine Frech­heit nach dem ver­gan­genen Mittwoch!«.

 

Heiko »Stei­ni« Stein­müller schreibt »Wie lange hält man so einen Stress eigendlich aus?«. Das Ver­hal­ten der Stadt empfinde er nur noch als Willkür. Aufgeben möchte er aber eben­so wenig wie seine anderen Mit­stre­it­er. Wenn die Rock- und Met­al­fans am heuti­gen Sam­stag Abend ihren Abschluss feiern, dann ist klar, dass es auch darum geht, wie man die endgültige Schließung des Rock Palast ver­hin­dern kann.

 

Für eine Stel­lung­nahme war die Press­es­telle der Lan­deshaupt­stadt woch­enendbe­d­ingt lei­der nicht zu erre­ichen.

 

Bericht des regionalen Fernsehsenders MV1 über den Rock Palast

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