Schwerin: Der SSC ist trotz Corona auf Kurs

Supercup-Gewinn, DVV-Pokalfinalist, starker Auftritt in der Champions League und zumindest "auf Kurs" in der Liga - Chefcoach Felix Koslowski kann mit seinen Damen vom SSC Palmberg Schwerin durchaus zufrieden sein. Vor Team und Trainer liegt nun aber auch eine harte Zeit.

Bleibt er mit seinem Team, dem SSC PALMBERG Schwerin, auf der Erfolgsspur?Chefcoach Felix Koslowski. | Foto: Eckhard Mai

Eine turbulente Hinrunde in der Volleyball-Bundesliga neigt sich dem Ende entgegen. Neben dem Spielgeschehen auf dem Feld, bestimmte vor allem das „Drumherum“ die Abläufe. Denn wie alle Sportarten, so blieb und bleibt auch der Damen-Volleyball nicht von der in großen Teilen der Welt grassierenden Corona-Pandemie verschont. Die Abläufe innerhalb zahlreiche Ligen sind angepasst. Wettbewerbe werden nach neuen Modi gespielt. Und immer wieder kommt es zu auch kurzfristigen Spielabsagen bzw. -verschiebungen.

 

Im Gespräch mit Chefcoach Felix Koslowksi

Auch Rekordmeister SSC Palmberg Schwerin blieb von alledem nicht verschon. So spielt das Team von Trainer Felix Koslowski in der Champions League, der Liga und auch noch im Pokal. International stehen die Chancen des noch jungen Teams unerwartet gut, die erste Runde, die in Form zweier Turniere abläuft, trotz hochklassiger Gruppengegner zu überstehen. Im Pokal winkt bereits das Finale. Und auch in der Liga läuft es nicht optimal, aber ganz gut. Soweit die Außensicht. Die Innenperspektive ermöglicht Chefcoach Felix Koslowski persönlich.

 

Herr Koslowski, zwischen einem ersten Titel zum Saisonauftakt über Niederlagen und schwere Geburten in der Liga bis schließlich zu Höhenflügen in der Champions League war für den SSC Palmberg Schwerin in der aktuellen Volleyballsaison schon alles dabei. Wie zufrieden sind Sie bis dato mit dem Erreichten?

Sehr zufrieden. Wir sind das einzige deutsche Team, das in allen vier Wettbewerben, also Supercup, DVV-Pokal, Meisterschaft und Europapokal, vertreten war, noch dabei ist und auch gute Aussichten hat. Für unser junges, neu zusammengekommenes Team und die besonderen Umstände, nicht zuletzt mit nun schon zwei Quarantänen, ist das wirklich gut. Bisher ist unser Plan komplett aufgegangen.

 

Das heißt konkret?

Wir haben direkt den Supercup in Dresden geholt, trotz des Umbruchs in der Mannschaft, und stehen im Finale des DVV-Pokals. Das sind schon mal zwei erreichte Saisonziele. Dass wir das Finale auch gewinnen wollen, wo wir schon drin ist, ist klar. Auch in der Champions League lief es bisher überragend, da haben wir auf einem sehr hohen Niveau gespielt. Mit zwei Siegen und sechs Punkten aus drei Spielen gegen Top-Teams gehören wir zu den besten Gruppenzweiten. Da reihen sich einige große Namen hinter uns ein. Das gibt uns viel Motivation für die Rückrunde, unsere Chancen aufs Viertelfinale aufrecht zu erhalten.

 

In den Ligaspielen hingegen holperte es doch hier und da…

Ja, da haben wir ein paar Punkte liegen lassen. Das war aber auch ein bisschen einkalkuliert, weil wir in diesen Spielen auch Wechsel ausprobiert haben, unter anderem, um die Belastung für die wichtigen K.o.-Spiele im Pokal und auch in der Champions League zu steuern. Mit einer so jungen Mannschaft muss man auch den Freiraum haben, ein paar Dinge zu testen. Aber das Ziel, am Ende der Rückrunde unter den Top 3 zu sein, in die Playoffs zu kommen und um die Meisterschaft zu spielen, steht. Und dafür sieht es gut aus. Auch wenn die nächsten beiden großen Highlights die Rückrunde der Champions League und das Pokalhalbfinale im Februar sind, wollen wir in der Liga jetzt natürlich nicht mehr so viel liegen lassen.

 

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