Schwerin hat das Ziel im Blick: Klimaneutralität bis 2035

Der Beschluss der Stadtvertretung Schwerin, den Klimanotstand für die Landeshauptstadt auszurufen, war auch mit einem sehr konkreten und vor allem ambitionierten Ziel verbunden. Bereits im Jahr 2035, und nicht erst 2050, wie einst vorgesehen, soll Schwerin klimaneutral sein. Damit dies gelingt, entsteht nun ein Maßnahmenplan.

Klimaschutz spielt auch in Schwerin eine entscheidende Rolle. | Foto: Gerd Altmann

Mit dem Stadtvertreterbeschluss zum Klimanotstand im Januar 2020 ist auch das Ziel der Klimaneutralität Schwerins auf das Jahr 2035 festgeschrieben. Ein durchaus ambitionierter Plan, nicht nur, weil man ursprünglich 2050 im Blick hatte. Daher ist ein neuer Maßnahmenplan notwendig, der mögliche Wege zum Erreichen dieses Ziels aufzuzeigen soll. Alle Maßnahmen sollen dabei realistisch, zielgerichtet, evaluierbar und gegebenenfalls auch förderfähig sein.

 

Maßnahmenplan „Klimagerechtes Schwerin“ entsteht

Die Erstellung eines entsprechenden Plans „Klimagerechtes Schwerin“ soll daher ein externes Beratungsbüro begleiten. Dessen Aufgabe besteht darin, die Ergebnisse des umfassenden Beteiligungsprozesses in ein Dokument zu überführen, das die Stadtvertretung dann diskutieren und beschließen müsste. Diesem Vorgehen haben die Mitglieder des Hauptausschusses in ihrer Sitzung am vergangenen Dienstag (15. Juni) so zugestimmt.

Neben der breiten Einbindung aller betroffenen Gesellschaftsgruppen – von Schülern und Senioren über Unternehmen, Vereinen und Verbänden bis zur Politik und kommunaler Verwaltung – leistet die im November 2020 gegründete Steuerungsgruppe „Klimagerechtes Schwerin“ einen Großteil der städtischen Zuarbeit für den Maßnahmenplan. Sie setzt sich dabei aus verschiedenen Fachvertretern der städtischen Unternehmen, der Verwaltung und einiger (Regional-)Verbände zusammen und ist in alle Arbeitsphasen eingebunden.

In Vorbereitung zur Planerstellung aktualisiert die Stadtverwaltung gerade die Klimabilanz von Schwerin mit dem Bilanzierungs-Werkzeug „Klimaschutz-Planer“ des Klima-Bündnis (www.klimabuendnis.org). Diesem ist die Landeshauptstadt im Februar 2021 beigetreten. Zum dauerhaften Monitoring ist vorgesehen, die Bilanz in Zukunft mindestens alle zwei Jahre zu aktualisieren. Erste Informationen, wie sich Schwerinerinnen und Schweriner in die Planerstellung einbringen können, werden in den kommenden Wochen veröffentlicht. Die Fertigstellung des Maßnahmenplans „Klimagerechtes Schwerin“ ist für Juni 2022 vorgesehen.

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