Schwerin: Kuh im Gleisbett gefährdet Regionalexpress

Am vergangenen Freitagnachmittag gelang es einigen Kühen eine Koppel zu verlassen und die nahegelegene Bahnstrecke zwischen Schwerin und Ludwigslust zu betreten. Eine Kuh verletzte sich dabei so sehr, dass sie im Gleisbett liegen blieb. Eine Gefahr für den nahenden Regionalexpress 63986.

Mehrere Kühe machten sich zwischen Schwerin und Ludwigslust auf den Weg von ihrer Koppel in Richtung nahegelegener Bahngleise. | Foto: privat

Ob Straßen- oder Bahnverkehr. Immer wieder kommt es durch Tiere zu Verkehrsunfällen. Teilweise mit schweren Folgen. Glücklicherweise aber verhindern aufmerksame Fahrzeugführer entsprechende Unfälle durch aufmerksames Fahren auch häufig. So geschehen auch vor einigen Tagen auf der Bahnstrecke Schwerin-Ludwigslust. 

 

Verletzte Kuh im Gleisbett

Etwa auf Höhe des Bahnkilometers 39,3 konnte der Triebfahrzeugführer des Regionalexpress 63986 noch rechtzeitig bremsen und den Zug stoppen, als vor ihm im Gleisbett eine Kuh auftauchte. Schon zuvor hatte ein Bürger die Polizei über das Tier im Schienenbereich informiert. Das professionelle Agieren des Triebwagenführers verhinderte dabei Schlimmeres. Alle 109 Insassen des Zuges blieben unverletzt. Wäre es zu einer Kollision mit dem offensichtlich verletzten Tier gekommen, wären ein Entgleisen oder zumindest verletzte Passagiere nicht ausgeschlossen. So aber blieb es aufgrund der erforderlichen Streckensperrung bei letztlich insgesamt 118 Minuten Zugverspätungen für zwei Züge. 

Nach Eintreffen der Bundespolizeikräfte ergaben erste Ermittlungen, dass die Kuh zusammen mit weiteren Kühen aus einer in unmittelbarer Nähe der Bahnstrecke befindlichen Koppel ausgebrochen waren. Beim Überqueren der Bahnstrecke im Gleisprofil verletzte sich eine Kuh an den Vorderläufen und blieb aufgrund ihrer Verletzungen im Gleisbereich liegen. Die Verletzungen des Tiers machten es in Absprache mit dem Eigentümer erforderlich, die Kuh vor Ort von ihrem Leiden zu erlösen. Im Anschluss daran wurde das Tier aus dem Gefahrenbereich entfernt und das Gleis nach 73 Minuten wieder freigegeben. Nun laufen die Ermittlungen, wie einige Kühe in die Gleise gelangen konnten.

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