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Stadtverwaltung stellt Erhöhungspläne vor

(sr). Die Lan­deshaupt­stadt muss ihre Ein­nah­men­seite erhöhen. Hun­debe­sitzer, Kle­ingärt­ner, Spiel­hal­len­be­treiber und Bib­lio­theks­be­nutzer wer­den nun mehr zur Kasse gebeten.   Die Lan­deshaupt­stadt ist pleite.Diese Tat­sache wird auch von Stadtver­wal­tung und Stadtvertretern

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  • Veröffentlicht November 5, 2014
Die Stadtvertreter sollen über vier Erhöhungen abstimmen Bild: Schwerin-Lokal
Die Stadtvertreter sollen über vier Erhöhun­gen abstim­men, die die Stadtver­wal­tung vorgelegt hat. Damit wür­den die ersten Spar­maß­nah­men des Bera­ten­den Beauf­tragten umge­set­zt wer­den
Bild: Schw­erin-Lokal

(sr). Die Lan­deshaupt­stadt muss ihre Ein­nah­men­seite erhöhen. Hun­debe­sitzer, Kle­ingärt­ner, Spiel­hal­len­be­treiber und Bib­lio­theks­be­nutzer wer­den nun mehr zur Kasse gebeten.

 

Die Lan­deshaupt­stadt ist pleite.Diese Tat­sache wird auch von Stadtver­wal­tung und Stadtvertretern nicht mehr in Frage gestellt. Helfen soll ein Bera­ten­der Beauf­tragte.

 

Anfang diesen Jahres schlug der vom Innen­min­is­teri­um einge­set­zte Beauf­tragte der Stadt Schw­erin in einem Zwis­chen­bericht 26 konkrete Spar­maß­nah­men und 12 Prü­faufträge zur Haushal­skon­so­li­dierung vor. Die damals vorgeschla­ge­nen Maß­nah­men waren alle nicht unbekan­nt und wur­den in den ver­schieden­sten Vari­anten immer wieder disku­tiert. Steuer­erhöhun­gen, Erhöhung von Gebühren und Abgabe, Abschal­tung der Straßen­beleuch­tung und das Schließen von Kul­turein­rich­tun­gen – das war zusam­menge­fasst das Sparpaket, was zur Haushalt­skon­so­li­dierung emp­fohlen wurde. Schw­erins Ober­bürg­er­meis­terin Gramkow (LINKE) stellte schon damals bei der Vorstel­lung des Berichts fest, das eine Abtra­gung des Schulden­berges durch die Lan­deshaupt­stadt alleine nicht geleis­tet wer­den könne. Selb­st wenn alle Vorschläge des Bera­ten­den Beauf­tragten umge­set­zt wer­den, wird Schw­erin keine schwarzen Zahlen schreiben kön­nen.

 

Stadtverwaltung macht Nägel mit Köpfen

 

Die Sit­u­a­tion ist also mehr also ziem­lich ver­fahren. Um Spar­maß­nah­men, das beton­ten im Kom­mu­nal­wahlkampf auch fast alle Parteien und Wäh­lervere­ini­gun­gen, kommt man nicht herum. Alleine beim Umfang der Maß­nah­men und der Schwr­punk­t­set­zung gehen die Mei­n­un­gen auseinan­der.

 

Die Stadtver­wal­tung ist nun einen Schritt nach vorne gegan­gen und hat den Stadtvertretern nun konkrete Maß­nah­men vorgeschla­gen. »Die Lan­deshaupt­stadt zeigt damit, wie ernst sie die gemein­same Arbeit mit dem Bera­ten­den Beauf­tragten nimmt.«, kom­men­tiert Ange­li­ka Gramkow die Vorschläge.

 

Vier Erhöhun­gen kom­men auf die Schw­er­iner zu:

 

Mehr Hun­des­teuer für Ersthunde

 

Die Hun­des­teuer soll für Ersthunde soll von 90 Euro auf 108 Euro steigen. Mit dieser Maß­nahme sollen Mehrein­nah­men von 47.600 Euro erre­icht wer­den.

 

Höhere Grund­s­teuer für Klein­garten­flächen

 

Der Hebe­satz für die Grund­s­teuer A erhöht sich von 300 v. H. auf 400 v. H. Die Grund­s­teuer A wird für land­wirtschaftlich oder fortwirtschaftlich genutzte Flächen sowie für Klein­garten­flächen erhoben. Betrof­fen sind derzeit 173 Steuer­fest­set­zun­gen. Erwartet wird ein jährlich­er Mehrertrag von 13.400 Euro.

 

Mehr Vergnü­gungss­teuer

 

Die Steuer auf Spiel­geräte mit Gewin­n­möglichkeit beträgt derzeit 18% der Brut­tokasse eines jeden Spiel­gerätes in ein­er Spiel­halle. Diese Steuer soll auf 20 % ange­hoben wer­den. Begin­nend mit der Selb­sterk­lärung der Spiel­hal­len­be­treiber für den Monat Jan­u­ar 2015 soll die erhöhte Steuer gel­ten. Es wer­den rd. 85.000 Euro Mehrein­nah­men pro Jahr erwartet.

 

Höhere Benutzungs­ge­bühr für die Stadt­bib­lio­thek

 

Jugendliche und Kinder unter 18 Jahren kön­nen weit­er­hin die Ange­bote der Stadt­bib­lio­thek kosten­frei nutzen. Es erhöhen sich die Ent­gelte der Jahreskarte von bish­er 15 Euro auf 18 Euro (ermäßigt von bish­er 8 auf 9 Euro). Die Kosten der Part­nerkarte steigen von 20 auf 25 Euro.