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Unsere Nachbarn in der zweiten Liga

Vom Profi­fußball ist Schw­erin derzeit ziem­lich weit ent­fer­nt. Kein Wun­der, dass andere Sportarten wie Beachvol­ley­ball bei uns in der Region vor allem im Som­mer viel Zulauf erhal­ten und dabei sehr

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  • Veröffentlicht September 28, 2018

Vom Profi­fußball ist Schw­erin derzeit ziem­lich weit ent­fer­nt. Kein Wun­der, dass andere Sportarten wie Beachvol­ley­ball bei uns in der Region vor allem im Som­mer viel Zulauf erhal­ten und dabei sehr erfol­gre­ich sind.

Aber auch in der Region ste­ht es nicht gut um den Profi­fußball. Ehe­ma­lige Bun­desligis­ten wie Hansa Ros­tock oder Energie Cot­tbus spie­len lediglich in der drit­ten Liga. Der Retorten­vere­in RB Leipzig ist derzeit der einzige ost­deutsche Vertreter in der ersten Bun­desli­ga. In der zweit­en Liga hinge­gen spie­len gle­ich einige Tra­di­tionsvere­ine aus den neuen Bun­deslän­dern. Nach­dem wir kür­zlich geschaut haben, wie es für unsere Nach­barn im DFB-Pokal aussieht, soll sich der Blick heute auf die zwei­thöch­ste deutsche Spielk­lasse richt­en.

Der Traum lebt bei Union Berlin

Der Saison­start ist nun schon einige Tage her und die Eis­ern Union hält sich wack­er im oberen Tabel­len­drit­tel. Nach fünf Spielt­a­gen ste­ht man auf einem überzeu­gen­den fün­ften Tabellenplatz. Kein Wun­der, dass die Fans von mehr träu­men. Ein Auf­stieg in die erste Bun­desli­ga und ein Der­by gegen den großen Stadtrivalen Hertha BSC wäre das höch­ste der Gefüh­le. Zwar dür­fen die Fans träu­men, die Ver­ant­wortlichen hinge­gen bleiben bewusst boden­ständig. Ange­sprochen auf die Zielset­zung für diese Sai­son, antwortete Clubchef Dirk Zin­gler: „Da möchte ich nicht vor­greifen. Noch läuft die Vor­bere­itung und das Trans­fer­fen­ster ist auch noch eine Weile offen“. Wenn sich die Eis­ern Union allerd­ings bis zum Früh­jahr in den oberen Regio­nen der Tabelle fest­set­zen kann und gegen die Favoriten wie den Ham­burg­er SV Punk­te holt, scheint zumin­d­est der Rel­e­ga­tion­splatz in Reich­weite.

Dynamo Dresden hat ein konkretes Ziel

Der Tra­di­tionsvere­in aus Dres­den ist in der ver­gan­genen Zeit eher durch Fanauss­chre­itun­gen als durch pos­i­tive Ergeb­nisse auf dem Platz auf­fäl­lig gewor­den. Den­noch wollen die Ver­ant­wortlichen den Blick auf das sportliche lenken und zusam­men mit der starken Fan­szene für eine pos­i­tive Fußbal­lkul­tur in der Lan­deshaupt­stadt sor­gen. Nach einem durchwach­se­nen Saison­start mit zwei Siegen und drei Nieder­la­gen belegt Dynamo nach dem 5. Spielt­ag den 10. Rang. Im Gegen­satz zu Union Berlin, gibt man in Dres­den ein ganz konkretes Saisonziel aus – 47 Punk­te sollen es sein. Train­er Uwe Neuhaus erk­lärt die ungewöhn­liche Zahl: „Das ist eine Punk­tzahl, die erre­ich­bar scheint und trotz­dem anspruchsvoll ist. Wenn wir vier Spielt­age vor Schluss diese Marke erre­icht haben, ist auch noch Luft nach oben. Und dann geht es gle­ich in ganz andere Gefilde.“, so der Übungsleit­er vor dem Saison­start gegenüber der SZ.

Erzgebirge Aue will den Klassenerhalt sichern

Seit dem Wieder­auf­stieg in die zweite Bun­desli­ga kämpft das Team von Daniel Mey­er Sai­son für Sai­son um den Klassen­er­halt. Auch dieses Jahr hat ein Nichtabstiegsplatz ober­ste Pri­or­ität für die Sach­sen. Das Auf­tak­t­pro­gramm hat­te es schon in sich – drei der ersten vier Spiele mussten auswärts bestrit­ten wer­den. Der Auf­tak­t­nieder­lage gegen Union fol­gte ein tor­los­es Unentsch­ieden gegen Magde­burg, worauf drei Auswärt­snieder­la­gen, eine im Pokal und zwei in der Liga, fol­gten. Dementsprechend find­et sich Aue derzeit in den unteren Rän­gen der Tabelle wieder. Der Sieg gegen den FC St. Pauli am fün­ften Spielt­ag bedeutete allerd­ings den ersten Dreier der Sai­son und kön­nte dem Team den nöti­gen Auf­schwung geben.

Unglücklicher Start für Magdeburg

Nach der Auf­tak­t­nieder­lage gegen den FC St. Pauli fol­gten zwei Unentsch­ieden für den 1. FC Magde­burg, so dass man sich ganz schnell auf den Abstiegsrän­gen wieder­fand. Die Nieder­lage gegen Hol­stein Kiel verbesserte die Sit­u­a­tion keineswegs. Das bedeutet für Train­er Jens Här­tel und sein Team eine Menge Arbeit. Zwar braucht die Mannschaft jet­zt unbe­d­ingt ein Erfol­gser­leb­nis, doch trotz der anges­pan­nten Sit­u­a­tion, will Kapitän Nils Butzen nicht zu ernst an die Sache herange­hen: „Ich achte darauf, dass die Stim­mung in der Kabine mit einem Spruch mal aufge­lock­ert wird.“, so der Spielführer. Fans und Spiel­er des FC Magde­burg sind sich sich­er: wenn der erste Sieg in der Sai­son einge­fahren ist, wird auch der Knoten platzen und der Klassen­er­halt möglich sein. Der Abstiegskampf wird auf jeden Fall span­nend. Ganz im Gegen­satz zur ersten Bun­desli­ga, in der die Bay­ern mit ein­er Bet­way Quote von 1,05 (Stand 27.9.) der klare Favorit auf die erneute Meis­ter­schaft sind. Es bleibt also inter­es­sant, zu beobacht­en, wie sich die Lage weit­er­en­twick­eln wird.

Spannung ist garantiert

Direkt in Schw­erin wird es wohl in kom­mender Zeit nichts mit Profi­fußball. Dynamo Schw­erin spielt derzeit in der Lan­desli­ga. Allerd­ings gibt es einige ost­deutsche Tra­di­tionsvere­ine in der zweit­en Bun­desli­ga, deren Wege in der Sai­son alle eine Menge Span­nung bieten. Sei es Union Berlin mit Außen­seit­er­chan­cen auf den Auf­stieg, die span­nende Zielvor­gabe von Dynamo Dres­den oder der Kampf um den Klassen­er­halt bei Aue und Magde­burg – die zweite Liga bietet in unseren Gefilden eine Menge Span­nung.