Yamen A. schweigt bei Prozessauftakt

Da Yamen A. von seinem Aussageverweigerungsrecht Gebrauch macht, wurden zwei Prozesstage erst einmal gestrichen.

Hanseatisches Oberlandesgericht in Hamburg
Foto: HansOLG Pressestelle

Gestern begann der am Hanseatischen Oberlandesgericht in Hamburg der Prozess gegen den Ende Oktober in Schwerin festgenommenen mutmaßlichen islamistischen Terroristen Yamen A.  Dem inzwischen 20-jährigen Mann wird vorgeworfen, er habe einen Sprengstoffanschlag geplant, bei dem er möglichst viele „Ungläubige“ töten wollte. Zu den Vorwürfen hat A. gestern geschwiegen. 

Nach Angaben seines Verteidigers wolle sein Mandant vorerst keine Angaben machen. Die Vertreterin der Bundesanwaltschaft machte in der Verlesung der Anklageschrift deutlich, dass sich A. spätestens im Sommer 2017 so islamistisch radikalisiert hatte, dass er die Ideologie des Islamischen Staates befürwortete und zur Tötung von Menschen bereit gewesen ist. 2015 kam Yamen A. nach Deutschland und wurde im Februar 2016 als Flüchtling anerkannt. Bis zu seiner Verhaftung lebte er mit gültigen Papieren in Schwerin. 

Weil sich der Angeklagte erst einmal nicht äußern will, wurden die beiden nächsten, dafür eigentlich vorgesehenen Verhandlungstermine, gestrichen.

Stefan Rochow

Journalist, Unternehmer und Gründer der digitalen Tageszeitung Schwerin-Lokal.de. Sie erreichen mich per E-Mail unter redaktion@schwerinlokal.de

Diskutieren Sie gerne mit